• vom 21.04.2015, 14:02 Uhr

Artenschutz

Update: 04.05.2017, 18:14 Uhr

CITES

Wer schützt die Arten?




  • Artikel
  • Lesenswert (2)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Gerald Jatzek (WZ Online)

  • Ein internationales Abkommen soll die Vielfalt des Lebens erhalten.

Illegale tierische Produkte für esoterische chinesische Medizin, beschlagnahmt in London-Heathrow.

Illegale tierische Produkte für esoterische chinesische Medizin, beschlagnahmt in London-Heathrow.© Edward Parker / WWF-Canon Illegale tierische Produkte für esoterische chinesische Medizin, beschlagnahmt in London-Heathrow.© Edward Parker / WWF-Canon

Das Artenschutzabkommen CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of wild Fauna and Flora) ist eine internationale Vereinbarung aus dem Jahr 1975, die von den meisten Staaten unterzeichnet wurde. CITES umfasst Vorschriften zur Kontrolle des Handels mit bedrohten Arten. Zur Zeit listet das Abkommen etwa 30.000 Pflanzenarten und 5.000 tierische Species auf.

In Österreich gilt das Abkommen seit 1984.

Werbung

CITES soll nicht den internationalen Handel mit Wildtieren und Wildpflanzen generell unterbinden, sondern durch internationale Kontrollen die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen sicher stellen.

Daneben besteht allerdings ein überaus lukrativer Handel, der den Bestand der Arten gefährdet. Das Volumen des Marktes kann nur grob geschätzt werden. Experten sprechen von Summen jenseits der 10 Milliarden Dollar.

Zu den beliebtesten Produkten, die in die Industrienationen eingeführt werden, gehören lebende Tiere wie Papageien und Reptilien sowie geschützte Pflanzen, etwa Orchideen und seltene Kakteen. Nachgefragt werden darüber hinaus Luxusprodukte aus Reptilienleder, Pelzen und seltenen Hölzern, Korallen und Elfenbein. Dazu kommen hochpreisige Nahrungsmittel wie Kaviar aus geschützten Beständen sowie Kräuter und esoterische Heilmittel, die vor allem im asiatischen Raum beliebt sind, beispielsweise Pulver aus Tigerkrallen und Rhinocerushorn.

Gefährung auch in Österreich

Nicht immer wird freilich mit exotischen Species gehandelt. So ist der im Österreich heimische blaue-schwarze Alpenbock nicht nur aufgrund des geringer gewordenen Lebensraums gefährdet.

Zusätzlich setzen ihm Käfersammler zu, die das zierliche Insekt aufspießen und präparieren, um es bei Sammlertreffen gegen Käfer aus Asien und Afrika zu tauschen.
Der Überwachung und Dokumentation des illegalen Handels dient das Programm TRAFFIC (Trade Records Analysis of Flora and Fauna in Commerce). Die gemeinschaftliche Initiative der IUCN (Internationale Naturschutzunion) und des WWF ( World Wide Fund For Nature) arbeitet mit Regierungen im Bereich der Aufklärung, Überwachung und Konsumenteninformation zusammen.

Aktuelle Tweets von TRAFFIC




Schlagwörter

CITES, TRAFFIC, Artenschutz

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2015-04-21 14:03:15
Letzte nderung am 2017-05-04 18:14:45


Walfang

Japans Walfänger harpunieren 177 Tiere

Walfang in Japan dient offiziellen Angaben zufolge der Forschung. - © APAweb / Reuters, Issei Kato Tokio. Ungeachtet internationaler Proteste haben Japans Walfänger im Nordwest-Pazifik wieder zahlreiche Wale getötet... weiter




Naturschutz

Eschen, Heuschrecken und Tausendfüßler vom Aussterben bedroht

20170914aus - © APAweb, Birgit Egarter Gland. Die Rumpelstilzchen-Zwergheuschrecke, der zirpende Riesenkugler und die ganz gemeine amerikanische Esche sind vom Aussterben bedroht... weiter




Biologie

Mit dem Smartphone auf Schmetterlingsjagd

Das Große Ochsenauge wurde von den Citizen-Scientists 874 Mal gesichtet. - © Bernd Wolter Wien. Landauf, landab befinden sich immer mehr Menschen mit ihren Smartphones auf der Suche nach ganz besonderen Mitbewohnern... weiter




Naturschutz

Schnüffler im Naturschutz

Labrador-Hündin Maple erschnüffelt Luchse, Wildkatzen und Wölfe. - © Senckenberg-Institut/Lisa Hanke Berlin. Mit ihrer rabenschwarzen Schnauze hilft Maple dem Artenschutz auf die Sprünge: Gibt es in den Wäldern, auf den Feldern und in den Gewässern... weiter




Ökologie

Die "Aliens" unter uns

Neue Arten werden in einer Fünf-Punkte-Skala erfasst. - © Getty (2), Wikimedia, apa Die berühmte Spinne in der Yucca-Palma, die versteckt in der Grünpflanze aus ihrer Heimat anreist, wird auch heute noch in Sagenerzählungen gefeiert... weiter




Artenschutz

Nistplätze für Käuze

Steinkauz - © Frebeck - CC 3.0 Im Burgenland läuft seit Mitte des Vorjahres ein Projekt zum Schutz des Steinkauzes. Für die kleine, gefährdete Eulenart wurden Nistkästen aufgehängt... weiter




Insektensterben

Die Schattenseiten des Lichts

Die Lichtverschmutzung in Städten wie Wien bringt den Flugplan von Nachtfaltern gehörig durcheinander. - © apa/Günther Wuchterl Berlin. Es sind nicht nur die sprichwörtlichen Motten, die in warmen Sommernächten um die Laternen schwirren. Auch zahllose andere Insekten scheinen... weiter




Bioinvasoren

Gefahren durch Marderhund und Wasserpest

Marderhund - © Bernd Schwabe in Hannover - CC 3.0 Der Marderhund ist ein wanderlustiger Geselle. In den 1930ern und 1940ern wurden Tausende Tiere in der Ukraine ausgesetzt... weiter




Kommentar

Die Unschuld des Faulbaum-Bläulings

"Hast du schon einen Faulbaum-Bläuling?" - "Nein, aber ich würde ihn gegen ein Weißbindiges Wiesenvögelchen tauschen... weiter




Artenschutz

Einsiedlerkrebse könnten obdachlos werden

- © apa/G. Hulla Wien. Anlässlich der Urlaubssaison warnt das Wiener Haus des Meeres davor, an Küstenabschnitten und auf dem Meeresboden leere Schneckenhäuser zu... weiter




Gefährdete Arten

Japans Walfänger stechen erneut in See

Ein Wal weniger. Harpuniert an Bord eines japanischen Walfangschiffes vor der Antarktis. - © APAweb/dpa Tokio. Japan lässt die Harpunen nicht ruhen: Ungeachtet internationaler Proteste sind die Walfänger des Landes erneut in See gestochen - offiziell zu... weiter




Artenschutz

Arme haben ein großes Herz für Tiere

MCI Ranking - © WildCRU/Panthera - Creative Commons Attribution License (CC BY) Nicht selten entsteht der Eindruck, dass Länder, in denen geschützte Tiere gewildert werden, viel zu wenig für deren Schutz tun... weiter




Great Barrier Reef

Fast 30 Prozent der Korallen abgestorben

20170529riff - © APA, afp, William West Sydney. Die Korallenbleiche am Great Barrier Reef vor Australiens Nordostküste ist noch schlimmer als gedacht: Im Jahr 2016 seien 29 Prozent der... weiter




Grausamkeit

Tierschützer gegen Kreuzfahrtschiffe

Seaturtles - © Carnival Cruise PR, World Animal Protection Die NGO World Animal Protection hat eine Petition gegen den größten Kreuzfahrtveranstalter der Welt gestartet. Carnival Cruise Lines arbeitet eng mit... weiter




Bedrohung

Asiatischer Pilz tötet die europäischen Feuersalamander

20170420feuer - © APAweb/dpa, Nicolas Armer Zürich. Eine neue, aus Asien eingeschleppte Pilzkrankheit bedroht die Salamander in Europa. Sind die Amphibien einmal erkrankt... weiter




Gefährdete Arten

Tod am Great Barrier Reef

bleachedcoral - © APAweb/Reuters, Reuters, Greenpeace, Brett Monroe Garner Sydney. Das weltgrößte Korallenriff Great Barrier Reef vor der Küste Australiens lässt sich nach Meinung von Experten nur noch mit einem... weiter




Wilderei

Jagd auf die letzten Seegurken

20170311seegurke - © Von Original uploader was Elapied at fr.wikipedia - Transferred from fr.wikipedia; transferred to Commons by User:Korrigan using CommonsHelper., CC BY-SA 2.0 fr, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4815456 Noumea. Sie sehen nicht gerade appetitlich aus: von der Form wie eine dicke Wurst, braun bis schwarz in der Farbe... weiter




Artenschutz

Großteil der Waldelefanten Opfer von Wilderern

Durham. (est) Bis zu 81 Prozent der Waldelefanten fallen in einem der größten Naturschutzgebiete Afrikas Jägern und Wilderern zum Opfer... weiter




Artenschutz

Der Geist der Berge

Schneeleopard 1 - © Creative Commons - Dingopup Wer einen Schneeleoparden in seiner angestammten Umgebung sehen will, braucht viel Ausdauer und noch mehr Geduld. Die Kirgisen nennen den einsamen... weiter




Artensterben

Australiens Urtiere vom Menschen ausgerottet

Paris. (afp) Acht Meter lange Eidechsen, Kängurus, die eine halbe Tonne wiegen, und Schildkröten so groß wie Autos: Australien war einst von riesigen... weiter




Artenverlust

Endzeit für die nächste Verwandtschaft der Menschen

Sumatra-Orang-Utans könnten in den kommenden Jahrzehnten aussterben - © Rhett A. Butler Wien. (est/knau) Der Homo sapiens hat kein Problem mit sich selbst: Mit mehr als sieben Milliarden lebenden Exemplaren ist er ein Erfolgskind der... weiter




Naturschutz

Ein Viertel der Lebensräume ist gefährdet

170129roteliste Wien. Erstmals wurde im Auftrag der EU-Kommission eine "Rote Liste" bedrohter europäischer Lebensräume veröffentlicht... weiter




Artenschutz

Tierische Staatsfeinde

Der Kakapo-Papagei galt schon als ausgestorben. Aber einige Dutzend Exemplare haben überlebt und bildeten die Grundlage für eine neue Aufzucht. - © Spath Mal tönt der schrille Schrei eines Kea-Papageis aus dem Äther, dann trällert der Korimako kurz vor sieben seine betörenden Lieder in die... weiter





Werbung




Werbung


Werbung