• vom 27.10.2016, 14:54 Uhr

Artenschutz

Update: 28.10.2016, 10:20 Uhr

Artenschutz

Planet der sterbenden Arten




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Von Gerald Jatzek

  • Die Vielfalt der Wirbeltiere ging in fünfzig Jahren rasant zurück

Huronsee: Die gefährdetsten Arten leben im Süßwasser. - © US Fish and Wildlife Service

Huronsee: Die gefährdetsten Arten leben im Süßwasser. © US Fish and Wildlife Service

Wir rotten die anderen Lebewesen der Erde sukzessive aus. Auf diese Formel kann man die Ergebnisse des Living Planet Report 2016 verkürzen. Der vom World Wide Fund For Nature (WWF) erstellte Bericht schließt anhand der von der Zoological Society of London (ZSL) gesammelten Daten auf einen Rückgang der Biodiversität bei Wirbeltieren um 58 Prozent zwischen 1970 und 2012. Der Index verfolgt die Entwicklung von 14.00 Populationen von 3.700 Species.

Alle Bemühungen um den Artenschutz konnten die Entwicklung bislang bestenfalls verlangsamen, aber nicht aufhalten. Bei gleichbleibenden Bedingungen würde sich die Vielfalt der Säugetiere, Vögel, Fische, Amphibien und Reptilien bis 2020 bereits um 67 Prozent verringern.

"Biodiversität ist die Grundlage gesunder Wälder, Flüsse und Ozeane", erklärte WWF-Direktor Marco Lambertini. Als wesentlichen Gründe nannte er die Verschlechterung und den Verlust von Lebensräumen durch Landnutzung für Siedlungen und die Landwirtschaft sowie den enormen Rückgang der Fischbestände

Der Verbrauch von Ressourcen nimmt rasant zu.

Der Verbrauch von Ressourcen nimmt rasant zu. Der Verbrauch von Ressourcen nimmt rasant zu.

Weitere Faktoren sind Umweltverschmutzung, Jagd, die Einführung fremder Arten sowie der Klimawandel.

"Das Verhalten der Menschheit treibt den globalen Rückgang der Wildtierpopulationen an, das betrifft sämtliche Habitate, auch den Lebensraum Süßwasser, wo die Situation besonders dramatisch ist. Noch handelt es sich um Dezimierungen und nicht Ausrottungen – und dies muss als Weckruf verstanden werden", führte der Landschaftsökologe Thomas Wrbka aus.

 Hoffnung auf die Vernunft

Wie die Wissenschaftler mitteilten gibt es auch einige positive Anzeichen. Dazu zählen sie das Klimaschutzabkommen von Paris und die UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Der vorgesehene Schutz des den Regenwalds, der Kampf gegen die Ausbreitung von Wüsten und die Übersäuerung der Meere kann – konsequente Umsetzung vorausgesetzt – die Situation verbessern.





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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2016-10-27 14:57:43
Letzte ─nderung am 2016-10-28 10:20:05


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