• vom 22.12.2015, 14:25 Uhr

Asyl in Österreich

Update: 22.12.2015, 14:27 Uhr

Asylquartiere

Durchgriffsrecht bereits 18 mal genutzt




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Von WZ Online, APA

  • Bisher mehr als 2.750 Plätze ermöglicht.
  • Bis zu 450 an jeweils acht Standorten sollen dazukommen.

Wien. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat ihr "Durchgriffsrecht" bereits 18 mal genützt. Sechs solcherart geschaffene Flüchtlingsquartiere sind nach Angaben des Innenministeriums bereits in Betrieb, vier in Umsetzung. Für acht zusätzliche Container- bzw. Zeltdörfer mit maximal 3.600 Plätzen hat die Ministerin nun den Weg freigemacht. Ein Überblick:

Hälfte der Projkte ist in Kärnten

Zwei der am Dienstag angekündigten Quartiere sind in Kärnten. Und auch bei den bereits in Umsetzung befindlichen Bundesquartieren ist das südlichste Bundesland vorne mit dabei: Allein fünf der zehn bereits umgesetzten bzw. in Umsetzung befindlichen Projekte sind in Kärnten. Insgesamt wurden mit diesen Projekten 2.750 Plätze geschaffen - bis zu 3.600 könnten nun folgen (maximal 450 für jeden der acht Standorte).

Spitzenreiter bei den bereits in Umsetzung befindlichen Quartieren ist Kärnten mit insgesamt 1.400 Plätzen: So wurden zwei Hallen in Klagenfurt für je 450 Flüchtlinge angemietet. Dazu kommt ein Containerdorf in Althofen (200 Plätze), das ehemalige Kriegsblindenheim in Ossiach (150) sowie ein früheres Hotel in Schiefling (150 Plätze). Weitere Container sollen in der Türkkaserne in Spittal/Drau entstehen, Zelte sind in der Villacher Henselkaserne geplant.

In Oberösterreich wurden bisher zwei Bundesquartiere geschaffen: So wurde ein Hotel in Steyregg mit 140 Plätzen angemietet, in Frankenburg am Hausruck sollen 100 bis 250 Plätze in der BlueSky Halle entstehen. Ein weiteres Quartier ist nun in Wels geplant - auf dem Gelände der Hessen-Kaserne.

In der Steiermark soll zum bereits existierenden Quartier in Leoben (450 Asylwerber in der früheren BauMax-Halle) nun ein weiteres in der Grazer Kirchner-Kaserne entstehen. Erstmals genutzt wird das Durchgriffsrecht auch in Mikl-Leitners Heimatbundesland Niederösterreich - und zwar am Fliegerhorst Brumowski (Tulln) sowie in der Wallenstein-Kaserne in Götzendorf.

Das Burgenland erhält - neben einem Containerdorf für 80 Asylwerber in Potzneusiedl - eine weiter mögliche "Betreuungsstelle" in Bruckneudorf (Benedek-Kaserne). Und auch Tirol sieht sein erstes "Durchgriffsquartier" - und zwar in der Wintersteller-Kaserne in St. Johann. Und in Salzburg sollen 450 Asylwerber Obdach im früheren Porsche-Informatikzentrum (450 Plätze) in Bergheim finden.

Besonders für die Wintermonate wichtig

Ein Sprecher des Innenministeriums sagte der APA, dass die Quartiere nur geöffnet werden, wenn die Länder ihre "Betreuungsquote" nicht von sich aus erfüllen. "Die Länder haben es immer noch selbst in der Hand, dass es nicht zur Inbetriebnahme der Kasernen kommt", so der Sprecher. Dem Innenministerium sei jedenfalls wichtig, für die Wintermonate Quartiere verfügbar zu haben.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2015-12-22 12:04:27
Letzte nderung am 2015-12-22 14:27:49



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