• vom 08.12.2015, 11:44 Uhr

Die große Flucht

Update: 08.12.2015, 12:25 Uhr

Flüchtlinge

Sechs afghanische Kinder in Ägäis ertrunken




  • Artikel
  • Kommentare (4)
  • Lesenswert (2)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Wz Online, APA

  • Drei Monate nach dem Tod eines syrischen Buben sind wieder Kinder ertrunken.

Brüssel/Ankara. Drei Monate nach dem Tod des syrischen Flüchtlingsbuben Aylan sind in der türkischen Ägäis erneut sechs Kinder auf dem Weg nach Griechenland ums Leben gekommen. Sie gehörten zu einer Gruppe afghanischer Flüchtlinge, deren Schlauchboot in der Nacht auf Dienstag vor der Küste von Cesme bei Izmir kenterte, wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete.

Fünf Afghanen, darunter auch ein zwölfjähriger Bub, seien stark unterkühlt gerettet worden. Unter den Opfern sei auch ein sechs Monate altes Baby, das trotz aller Wiederbelebungsversuche gestorben sei. Zwei Flüchtlinge würden vermisst.

Tot an den Strand gespült

Anadolu berichtete am Montagabend, ein weiteres Flüchtlingskind sei tot am Strand von Cesme angespült worden. Bei dem Kind habe es sich vermutlich um ein etwa fünf Jahre altes syrisches Mädchen gehandelt. Vor Cesme liegt die griechische Insel Chios. Der Fall des dreijährigen Aylan, der im September tot an den Strand im westtürkischen Urlaubsort Bodrum gespült worden war, hatte weltweit für Entsetzen gesorgt. Die bedrückenden Fotos des toten syrischen Buben wurden zu einem Symbol der Flüchtlingskrise.




Schlagwörter

Flüchtlinge, Ägäis, Afgahnen

4 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2015-12-08 11:47:52
Letzte nderung am 2015-12-08 12:25:29



Leitartikel

Das Besondere der EU

Walter Hämmerle Zu befürchten ist: Mit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs lässt sich der Grundsatzkonflikt zwischen dem größeren und mächtigeren Teil Europas... weiter




Leitartikel

Ungarn ist nicht nur Orban

Göweil Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass die EU-Länder Flüchtlinge aus Italien und Griechenland nach einer festgelegten Quote übernehmen... weiter




Leitartikel

Zum Müssen verurteilt

Walter Hämmerle Frankreich ist also wild entschlossen, in Libyen Hotspots für Flüchtlinge einzurichten, um die Menschen von der Fahrt über das Meer abzuhalten... weiter




Visegrad

Visionen aus dem Osten

Die erste Reise führte nach Budapest. Der neue polnische Premier Mateusz Morawiecki traf dort diese Woche mit seinem ungarischen Amtskollegen Viktor... weiter




Flüchtlinge

Jonglieren mit Flüchtlingszahlen

"Endlich die gleiche Sprache": Dass EU-Ratspräsident Donald Tusk Lob aus dem Kabinett in Warschau erhält, kam in den letzten zwei Jahren so gut wie... weiter




Leserbriefe

Kommentare

- © ap/Morenatti Die Mittelmeerroute muss gesperrt werden Wenn die Idee einer Sperrung der Mittelmeerroute seitens des Bundeskanzlers als "Vollholler" bezeichnet wird... weiter




Gastkommentar

Warum eigentlich Integration?

Christian Ortner. Das Recht auf Asyl, hat Außenministerin Karin Kneissl, eine gelernte Juristin, klar und unmissverständlich formuliert, sei "ein Recht auf Zeit"... weiter




Gastkommentar

"Die AfD braucht populistische Inhalte"

Clemens M. Hutter war Chef des Auslandsressorts bei den "Salzburger Nachrichten". "Was zur Hölle ist in diesem Land los? Wieso twittert eine offizielle Polizeiseite auf Arabisch? Meinen Sie, die barbarischen, muslimischen... weiter




Gastkommentar

EU, Migration und kein Ende

Lucas Palm arbeitet nach beruflichen Stationen in Bern und Brüssel bei einer internationalen Organisation in Paris. 2013 erschien sein Romandebüt "Weg von hier" beim Müry Salzmann Verlag. In seinem Einladungsschreiben zum vergangenen EU-Gipfel vor zwei Wochen stellte Donald Tusk, der Präsident des Europäischen Rates... weiter





Werbung



Freude über ein neues Malbuch: Kinder nehmen Spielzeug am Bahnhof Györ in Empfang.

Das hellere Österreich kümmerte sich um die Ankommenden.


Werbung


Werbung