• vom 28.08.2017, 09:03 Uhr

Autostopp

Update: 28.08.2017, 10:00 Uhr

Autostopp

Daumen in den Wind




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Von Katharina Hackl

  • Trampen war vor allem in den 60er und 70er Jahren eine sehr beliebte Methode der Fortbewegung. Heute ist das kostenlose Reisen mit Pappschild aus der Mode geraten.

Obwohl das Trampen nicht mehr so beliebt ist wie früher, sind rund um die Welt immer noch viele Menschen per Anhalter unterwegs. Dabei sollten aber unbedingt ein paar Dinge beachtet werden. - © Flickr / Creative Commons / Zhana Yordanova

Obwohl das Trampen nicht mehr so beliebt ist wie früher, sind rund um die Welt immer noch viele Menschen per Anhalter unterwegs. Dabei sollten aber unbedingt ein paar Dinge beachtet werden. © Flickr / Creative Commons / Zhana Yordanova

Ist es der Nervenkitzel? Die Ungewissheit nicht zu wissen, bei wem man zusteigt, was einen erwartet, wo man letztendlich landet? Ob mit dem Rucksack quer durch Europa oder nur ein paar Kilometer, irgendwann ist wohl jeder schon in ein fremdes Auto gestiegen. Wahrscheinlich mit einem mulmigen Gefühl im Bauch, zumindest ein bisschen. Autostoppen ist aufregend und macht, solange die Wartezeiten nicht allzu lange sind, auch großen Spaß. Vor allem für junge Leute ist es eine günstige Möglichkeit von A nach B zu kommen, und gleichzeitig Leute kennenzulernen.

Seinen Ursprung findet diese Art der Fortbewegung in den 1920er-Jahren in Deutschland. In den 1960er- und 1970er-Jahren erlebte das Trampen seinen Höhepunkt und war vor allem bei jungen Menschen der Hippie-Generation sehr beliebt. Zu dieser Zeit standen unzählige junge Menschen mit Pappschildern und Rucksäcken auf Raststationen Schlange und hofften auf eine Mitfahrgelegenheit.

Trampen unter 16 nicht erlaubt

Zahlen, wie viele Menschen Autostoppen und ob es sich im Laufe der Zeit verändert hat, gibt es nicht. Doch heutzutage gibt es Dutzende Plattformen für Mitfahrgelegenheiten, der Fernbusmarkt boomt und auch auf der Schiene kommt man günstig weg. Das Trampen scheint aus der Mode gekommen zu sein.

In Österreich gibt es ein paar Regeln, die beim Autostoppen einzuhalten sind. "Das Trampen auf Autobahnen und Autostraßen ist generell verboten. Lediglich auf Autobahn-Parkplätzen, Raststationen und im niederrangigen Straßennetz ist das Autostoppen an übersichtlichen Stellen erlaubt", sagt ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner. Außerdem gilt es zu beachten, dass es je nach Bundesland unterschiedliche Regeln und Altersbestimmungen gibt. So ist in Kärnten und Vorarlberg das Autostoppen unter 14 Jahren verboten. In der Steiermark liegt die Altersgrenze bei 16 Jahren, während es in den übrigen Bundesländern keine gesetzlichen Vorlagen gibt.

Andere Länder, andere Sitten

Wer im Ausland per Anhalter unterwegs ist, sollte sich mit rechtlichen Bestimmungen und landesüblichen Begebenheiten vertraut machen. Denn auch in den USA, Kanada oder Australien gelten verschiedene Regelungen innerhalb eines Landes. Die Vorschriften sind sehr unterschiedlich. Wichtig ist es deshalb, sich im Vorhinein zu informieren, ob das Autostoppen im jeweiligen Bundesstaat überhaupt erlaubt ist. In Rumänien, Indien und Mexiko heißt es ebenfalls aufzupassen. Hier setzten Autofahrer für die Mitfahrt eine Bezahlung voraus. Da kann Autostopp auch schnell teurer werden als erwartet. In vielen Teilen Afrikas ist das Trampen hingegen absolut selbstverständlich. Es ersetzt dort oftmals fehlende öffentliche Verkehrsmittel.

Nicht nur die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind von Land zu Land verschieden. Auch die Mitfahrgelegenheiten, Wartezeiten, Geschichten und Erinnerungen fallen sehr unterschiedlich aus. Die Redakteure der Wiener Zeitung haben sich zurück erinnert: Von Last-Minute-Trips nach Paris über menschenleere Straßen in Neuseeland und nackte Tatsachen in schottischen Autobahncafés.




Schlagwörter

Autostopp, Trampen

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Dokument erstellt am 2017-08-24 09:49:47
Letzte Änderung am 2017-08-28 10:00:03



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