Foto: APAweb/AFP, MACDOUGALL

Dossier
Berlinale 2016

Die Bären sind los
Die Wiener Zeitung begleitet die 66. Berlinale, mit Text- und Video-Beiträgen des WZ-Filmexperten Matthias Greuling. Insgesamt 18 Filme konkurrieren heuer um die Goldenen und die Silbernen Bären.

Berlinale

Siegerfilm: "Fuoccoammare" von Gianfranco Rosi - © Berlinale

Berlinale

Die Berlinale bleibt weiterhin politisch engagiert2

Berlin. (greu) Mit dem Goldenen Bären für die Flüchtlings-Doku "Fuoccoammare" ("Meer in Flammen") des Italieners Gianfranco Rosi hat die Berlinale-Jury unter dem Vorsitz von Meryl Streep eine erwartbare Entscheidung getroffen, die dem Stil des Festivals als politisch engagiertes Kunstsprachrohr entspricht... weiter




Trine Dyrholm mit dem Silbernen Bären für "Die Kommune". - © afp

Interview

"Ich trickse mich selbst aus"9

  • Die Dänin Trine Dyrholm hat bei der Berlinale den Darstellerpreis erhalten. Ein Gespräch.

Berlin. Trine Dyrholm strahlt über ihren silbernen Bären, den sie am Wochenende bei der Berlinale für ihre Rolle in Thomas Vinterbergs "Die Kommune" bekommen hat - voller Stolz überreicht von Kollegin und Jury-Präsidentin Meryl Streep. In dem Film spielt die 43-jährige Dänin Dyrholm eine Frau, die sich nach mehr Farbe im Leben sehnt und Mitte der... weiter




Der italienische Regisseur Gianfranco Rosi erhielt den Goldenen Bären für den besten Film. "Fuocoammare (Fire at Sea)" handelt von Flüchtlingen, die übers Mittelmeer fliehen. - © APAweb / AFP, Tobias Schwarz

Berlinale

Goldener Bär für Gianfranco Rosis Flüchtlingsfilm1

  • Silberne Bären gingen an Mastoura und Dyrholm.

Berlin. Der italienische Flüchtlingsfilm "Fuocoammare" von Gianfranco Rosi ist bei der 66. Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet worden. Das teilte die Jury am Samstag mit. Den Großen Preis der Jury erhielt der bosnische Regisseur Danis Tanovic für "Tod in Sarajevo" (original: "Smrt u Sarajevu")... weiter




Trine Dyrholm und ihr Regisseur Thomas Vinterberg bei der Premiere zu "Die Kommune" in Berlin. - © Katharina Sartena

Thomas Vinterberg

"Ich habe das Recht, mich zu schämen"11

  • Thomas Vinterbergs Berlinale-Beitrag "Die Kommune" erzählt von den Schwierigkeiten des Zusammenlebens.

Seit dem Dogma-Film "Das Fest" (1998) gehört Thomas Vinterberg zu den Aushängeschildern des dänischen Kinos. Zuletzt hatte er mit "Die Jagd" (mit Mads Mikkelsen) sowohl einen Kritiker- wie auch Publikumserfolg in den Kinos. "Ich suche immer das Spezielle im Menschen, die Schattenseiten, denn ich traue uns nicht", hat Vinterberg einmal gesagt... weiter




Besuch aus Frankreich: Schauspielerin Sandrine Kiberlain kam mit Altmeister André Téchiné zur Vorstellung des Wettbewerbsbeitrags "Quand on a 17 ans". - © Katharina Sartena

Diashow

Die Berlinale in Bildern4

Stars und Sternchen, Filmkünstler und mitten drin Berlinale-Chef Dieter Kosslick. Wir haben die besten Festivalmomente fotografiert. weiter




Er ist ein echtes Schwergewicht des französischen Kinos: Gérard Depardieu - © Katharina Sartena

Berlinale

Depardieu über Putin: "Es ist Liebe"10

  • Gérard Depardieu kam als letztes Highlight zur Berlinale. Und lobte seinen Landsmann Putin über Gebühr.

Na denn, Prost! Er ist ein echtes Schwergewicht des franz ö sischen Kinos: G é rard Depardieu, 67, stellte in Berlin seinen Film " Saint Amour " vor, in dem er als Landwirt mit seinem konfliktbehafteten Sohn (Beno î t Poelvoorde) quer durch s ä mtliche Weinbaugebiete Frankreichs reist und sich die Beziehung von Vater und Sohn mit steigendem... weiter




Bärige Auszeichnung: Michael Ballhaus erhielt 2016 den Ehrenbären fürs Lebenswerk. - © ap/Axel Schmidt

Berlinale

"Kino ist kein Dia-Vortrag"5

  • Kameramann Michael Ballhaus zieht Bilanz über seine Weltkarriere als das Auge von Fassbinder und Scorsese.

Berlin. Michael Ballhaus war nicht nur das Auge von Rainer Werner Fassbinder, mit dem er 15 Filme drehte, sondern hat als Kameramann eine Weltkarriere hinter sich: Zu den Meisterwerken des 80-jährigen Deutschen, dem man bei der Berlinale den Goldenen Ehrenbären fürs Lebenswerk überreichte, gehören auch Martin Scorseses "Good Fellas"... weiter




Cyber War gegen Ahmadinedschad in "Zero Dayas". - © Berlinale

Berlinale

Berlinale-Wettbewerb ohne Überraschungen6

  • Am Samstagabend werden in Berlin die Bären verliehen. Ein Blick auf die zweite Halbzeit des Festivals.

Berlin. Die Bären-Orakel der deutschen Hauptstadtpresse liegen meistens - daneben. Doch in Berlin haben die Zeitungen dank ihrer übergroßen Formate dermaßen viel Platz für Berichterstattung, dass man sich gerne in ausführlichen Prophezeiungen äußert. Geht es nach dem Wunsch der Kritiker, dann wäre bei so manchem Mia Hansen-Loves "L’avenir"... weiter




Der deutsche Kameramann Michael Ballhaus (Mitte), der seine Karriere bei RainerWerner Fassbinder begann, machte später US-Karriere mit Martin Scorseseund gilt heute als einer der besten Kameramänner der Welt. - © Foto: WZ, Katharina Sartena

Ehren-Bär

Hauptsache bewegt6

  • Michael Ballhaus, 80, arbeitete mit Fassbinder und Scorsese. Jetzt hat bei der Berlinale den Ehren-Bären bekommen.

"Am allermeisten denke ich an ‚The Age of Innocence‘ zurück, und mein bester Film war vermutlich ‚Good Fellas‘", sagt Michael Ballhaus. Der deutsche Kameramann, der seine Karriere bei Rainer Werner Fassbinder begann, machte später US-Karriere mit Martin Scorsese und gilt heute als einer der besten Kameramänner der Welt... weiter




"Ich kann sagen: Es gibt derzeit so viele Cyber-Attacken wie noch nie zuvor", sagt Gibney. "Es ist die neue Art, Krieg zu führen". - © Katharina Sartena

Geheimtipp

"Den Job nicht gemacht"8

  • "Zero Days" von Alex Gibney: Eine Doku über virtuelle Cyber-Kriege ist ein Geheimtipp der diesjährigen Berlinale.

Berlin. "Heute früh", sagt Alex Gibney, "habe ich ein E-Mail von der NSA bekommen. Monatelang habe ich versucht, sie für meinen Film ‚Zero Days‘ zu interviewen, Leute dort zu treffen, die mir ihre Sicht der Dinge erklärten. Vergebens. Dann war gestern die Berlinale-Premiere. Und heute früh kam das Mail, in dem sie ihr Bedauern ausdrückten... weiter




zurück zu Dossiers



Werbung



Filmkritik

Wer baut das beste Billy-Regal?

Wettkampf an Bord einer Yacht: Sechs Männer wollen herausfinden, wer von ihnen der "Beste in allem" ist. - © Stadtkino Am Ende wartet ein Siegelring, den man am kleinen Finger trägt, ein Chevalier. Sechs Männer rittern um ihn, als gäbe es kein Morgen... weiter




Triple 9

Wer sind hier die Guten?

Guter oder böser Cop? "Triple 9" spielt alte Thriller-Varianten durch. - © Constantinfilm Der australische Regisseur John Hillcoat thematisiert in seinen Filmen überwiegend die Gewalt. Seine Begründung ist... weiter




Hologramm für den König

Der Monarch lässt auf sich warten

Hanks muss warten. - © Warner Der 46-jährige US-Autor Dave Eggers gehört derzeit zu den Lieblingen der Hipster um die Dreißig, die nach den Idealen ihrer 68er-Generation-Eltern... weiter






Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Servus TV macht doch weiter
  2. Niemand will beklatscht werden
  3. "Morddrohungen gegen Journalisten"
  4. Kunst
  5. Wer baut das beste Billy-Regal?
Meistkommentiert
  1. Begräbnis erster Klasse
  2. Schwere Rüge für die "Aula"
  3. Trauerspiel in drei Akten
  4. Trauer bei Fans und Freunden
  5. "Morddrohungen gegen Journalisten"

Die re:publica öffnet zum zehnten Mal ihre Pforten in Berlin.

Vor dem Apollo Theater in Harlem, New York legen Fans des US-Sängers Prince Blumen und Erinnerungsstücke nieder. Ruth Beckermann hat den Großen Diagonale-Spielfilmpreis für ihre Arbeit "Die Geträumten" über die Liebesbeziehung zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan erhalten. Sie ist damit die erste Künstlerin, die sowohl Spielfilm- wie auch Dokumentarfilmpreis gewann - letzteren 2014 für "Those Who Go, Those Who Stay".

Eine der letzten Amtshandlungen: Bundespräsident Heinz Fischer kam mit Gattin nach Graz, um "Maikäfer flieg!" zu sehen. "Auch ich könnte Ihnen stundenlang Nachkriegsgeschichten aus meiner Kindheit erzählen", sagte Fischer. Zur Eröffnung gab es Superstars: George Clooney, Channing Tatum und Josh Brolin (v.l.) brillierten nicht nur in "Hail Caesar!" von den Coen-Brüdern, sondern auch beim Fototermin.


Werbung