Die Bären sind los


Die Wiener Zeitung begleitet die 64. Berlinale, mit Text- und Video-Beiträgen der WZ-Filmexperten Alexandra Zawia und Matthias Greuling.

Berlinale

Interview

Im Körper sitzt das Ich8

  • Malgorzata Szumowska gewann bei der Berlinale den Regiepreis für ihren Film "Body".

Berlin. Bei der Berlinale wurden am vergangenen Samstag zwei Regisseure ex aequo mit dem Silbernen Bären für beste Regie ausgezeichnet: Radu Jude für seinen rumänischen Ost-Western "Aferim!" und Malgorzata Szumowska für ihren polnischen Beitrag "Body", ein eigentümlich witziger Film über Körperwahrnehmung und Geister, die sich vor Menschen fürchten... weiter




Mutige Frauen: Der arktische Abenteuerfilm "Nobody wants the night" von Isabel Coixet mit Juliette Binoche und Rinko Kikuchi (im Bild) eröffnet die diesjährige Berlinale. - © apa/epa/Leonadro Bentacor/Berlinale

Berlinale

Extremsituationen vor der Linse7

  • Die 65. Filmfestspiele Berlin eröffnen mit dem Arktisdrama "Nobody wants the night".

Berlin. Alle, die sich mittlerweile wie jedes Jahr Anfang Februar in ihren Schlafsack kuscheln, mit dem sie bereits seit einigen Tagen auf dem harten Boden eines gewissen Berliner Einkaufszentrums liegen, in dem es ominöse Eintrittskarten in diverse Fantasie- oder sonstige Welten geben soll, mögen anstelle von Schäfchen lieber Filme zählen... weiter




64. Berlinale

Chinesischer Krimi gewinnt Goldenen Bären1

  • Zwei Nebenpreise für Österreicher Sauper und Holzhausen.

Berlin/Wien. Das asiatische Kino ist der große Gewinner der 64. Berlinale. Den Goldenen Bären der Berliner Filmfestspiele holte am Samstagabend der brutale chinesische Krimi "Bai Ri Yan Huo" (Schwarze Kohle, dünnes Eis) von Yinan Diao. Auch der Darsteller- und der Kamerapreis gingen nach China. Die Auszeichnung für die beste Schauspielerin nahm... weiter




Scheinbar mühelos gelingt Richard Linklater mit "Boyhood" eine berückende Geschichte über das Erwachsenwerden. - © Berlinale

Berlinale

Gegen den schlechten Geschmack9

  • Am Samstag werden im Rahmen der 64. Berlinale die Bären vergeben. "Boyhood" ist der größte Favorit in einem mediokren Wettbewerb.

Berlin. Einige der diesjährigen Berlinale-Wettbewerbsfilme waren wirklich schlecht, viele okay - was aber ein zweifelhaftes Kompliment ist. Denn um Filme zu finden, die okay sind, sollte es keines internationalen A-Filmfestivals bedürfen. Nicht nur aufgrund der überwiegenden Mittelmäßigkeit aber stach in den letzten Tagen des Wettbewerbs immerhin... weiter




"The Unknown"

Interview

"Ich bin enttäuscht von Obama"10

  • US-Regisseur Errol Morris über seine Doku über und mit Donald Rumsfeld.

Donald Rumsfeld darf reden. Viel reden. In Errol Morris’ Doku "The Unknown Known" feiert sich der ehemalige US-Verteidigungsminister als Kriegsheld und Retter Amerikas, und das, obwohl Morris ("The Fog of War") für seine durchaus kritischen Arbeiten bekannt ist. Diesmal aber will er, dass sich das Objekt seiner Untersuchungen selbst entlarvt:... weiter




Boyhood-Produzentin Cathleen Sutherland, Regisseur Richard Linklater und die Schauspieler Lorelei Linklater, Ellar Coltrane and Patricia Arquette (v.l.n.r.) posieren für die Fotografen. - © Katharina Sartena

Berlinale

Ganz Amerika in einem Film12

  • Die Berlinale feiert Richard Linklaters famoses US-Porträt "Boyhood".

Berlinale-Chef Dieter Kosslick hat "Boyhood", den neuen Film von Richard Linklater ("Before Sunset", "Before Sunrise"), sehr spät in diesem Wettbewerb programmiert: Erst am Donnerstag Abend feierte der Film Premiere - das bedeutet, dass Regisseur und Darsteller bei einer eventuellen Prämierung am Samstag vermutlich noch in Berlin weilen werden und... weiter




Der Film "Zwischen Welten" konkurriert in Berlin um den Goldenen Bären. - © Berlinale

Berlinale

"Nicht im Spa abhängen"9

  • Die Österreicherin Feo Aladag ist mit ihrem zweiten Spielfilm "Zwischen Welten" im Berlinale-Wettbewerb vertreten.

Spätestens seit Christian Petzolds Drama "Barbara" (2010) ist Ronald Zehrfeld einem breiteren Kinopublikum ein Begriff. Damals spielte er an der Seite von Nina Hoss einen Kinderarzt in der ehemaligen DDR, der zur Kooperation mit der Stasi genötigt wird. Jetzt ist der 37-jährige Berliner mit einem neuen Film im Berlinale-Wettbewerb vertreten: ... weiter




Halbzeitbilanz

Recht ist wenig, schlecht ist viel6

  • Zur Halbzeit überzeugt der Berlinale-Wettbewerb eher nicht.

Die Hälfte der Berlinale ist bereits geschafft – und leicht gerädert fühlt man sich tatsächlich. Denn nach einem passabel glanzvollen Auftakt mit Wes Andersons GRAND BUDAPEST HOTEL , ging es im Wettbewerbsprogramm ernüchternd unaufregend weiter: George Clooneys MONUMENTS MEN (lief außer Konkurrenz) war ein heilloses... weiter




 - © Katharina Sartena

Berlinale

Wieso man über den Austro-Western lachte31

  • Moretti-Western "Das finstere Tal" hatte Premiere bei der Berlinale.

Der Andrang hielt sich in engen Grenzen: Nur eine Handvoll Journalisten waren zur Pressekonferenz des österreichisch-deutschen Berlinale-Beitrags "Das finstere Tal" erschienen, nur ein Dutzend Fotografen knipsten die Stars des Films, Sam Riley und Tobias Moretti. "Keine Sorge", beruhigte der Moderator der Pressekonferenz... weiter




Der ewige Agent.  - © Katharina Sartena

Der ewige Agent12

  • Pierce Brosnan, 60, stellte bei der Berlinale seine neue Komödie vor.

Wenn Pierce Brosnan den Raum betritt, dann schwebt da eine gewisse Aura mit: Sie enthält eine Mischung aus britischem Understatement, nobler Eleganz und einem Hauch Agenten-Charme. Seine 60 Lebensjahre brachten ein paar Altersflecken auf der Stirn, und auch das Agenten-Dasein hat er schon gut eine Dekade hinter sich... weiter




Berlinale

Lars provoziert ganz ohne Worte12

  • Beim Berlinale-Fototermin trug Lars von Trier ein provokantes T-Shirt

Dass er nicht mehr mit Journalisten spricht, seit er in Cannes 2011 über seinen "Nazi"-Sager gestolpert ist, hat Lars von Trier bislang eisern durchgezogen – selbst beim Interview-Junket in seiner Heimatstadt Kopenhagen im Dezember, an dem die "Wiener Zeitung" teilnahm, fehlte er. Nun hat er die Reise nach Berlin angetreten... weiter




Eine Pressekonferenz mit Unterhaltungswert. - © Foto: Katharina Sartena

Berlinale

Schmerz und Schande8

  • George Clooney, Matt Damon, Bill Murray, John Goodman und Jean Dujardin stellten in Berlin ihren Film "The Monuments Men" vor. In einer Pressekonferenz voller Peinlichkeiten.

Wie immer ist es ein Gewimmel und ein Gewühl und ein Geschrei und ein Gekreische, wenn er zugegen ist: George Clooney - who else - bringt doch jedes Mal wieder zumindest einen Journalisten während einer Festival Pressekonferenz an das Äußerste des für andere Ertragbaren. In Venedig strippte mal einer bis zur Unterhose und schrie: "Heirate mich!" –... weiter




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