Fast 400 Filme gibt es heuer bei der Berlinale zu sehen. 

Dossier
Berlinale 2017

Die Bären sind los
Die "Wiener Zeitung" begleitet die 67. Berlinale mit Text- und Video-Beiträgen des WZ-Filmexperten Matthias Greuling. Paul Verhoeven, Regisseur von Filmen wie "Basic Instinct" und "Elle", leitet dieses Jahr die internationale Wettbewerbsjury. Das Festival läuft vom 9. bis zum 19. Februar.

Berlinale

Kaltwarm-Kontraste und finnischer Humor: Sherwan Haji (links) und Sakari Kuosmanen (rechts). - © Stadtkino

Filmkritik

Sehr finnisch2

  • Aki Kaurismäkis "Die andere Seite der Hoffnung" ist bei der Berlinale soeben mit dem Regiepreis ausgezeichnet worden.

Es gibt nur sehr wenige Filmemacher, deren Täterschaft man bereits an nur einer einzigen Einstellung erkennen kann. Der Finne Aki Kaurismäki zählt zweifellos zu diesem elitären Club, denn seine Filme zelebrieren einen Stil, der im skandinavischen Kino vielleicht Schule gemacht hat, aber in seiner Drastik bei Kaurismäki unübertroffen scheint... weiter




Hugh Jackman winkt am Roten Teppich. - © Katharina Sartena



Ildikó Enyedi konnte 18 Jahre keinen Film machen, jetzt gewann sie den Goldenen Bären. - © dpa-Zentralbild PoolInterview

Goldener Bär

Träumen im Gleichschritt4

  • Die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi gewann den Goldenen Bären der Berlinale und spricht über ihren Siegerfilm.

Berlin. Regisseurin Ildikó Enyedi ist keine Berlinale-Debütantin: Doch nach ihrem letzten Film hier, "My Twentieth Century" (1989), und nach 18 Jahren, ohne einen neuen Film finanziert zu bekommen, ist die 61-jährige Ungarin überglücklich mit ihrem Goldenen Bären für "On Body and Soul". Der Film zeigt eine außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen... weiter




Georg Friedrich bekam für "Helle Nächte" den Silbernen Bären als bester Schauspieler. - © Katharina Sartena

Berlinale

Georg Friedrich: "Der Kaugummi ist schon wieder im Mund"6

  • Bei der Berlinale gewann Georg Friedrich für "Helle Nächte" den Silbernen Bären als bester Schauspieler.

Er ist kein Mann der großen Worte, gerade im Umgang mit der Presse, das weiß man von Georg Friedrich. Und zu seinem Interview-Tag bei der Berlinale ist er gar nicht erst aufgetaucht, aber auch das verzeiht man diesem Ausnahmeschauspieler, der nicht nur Josef Haders "Wilde Maus" mit der Performance eines Prater-Strizzis adelte... weiter




Der Goldene Bär der 67. Berlinale geht an den ungarischen Liebesfilm "Körper und Seele" ("Teströl es lelekröl") von Ildiko Enyedi. Das gab die internationale Jury unter Vorsitz des niederländischen Regisseurs Paul Verhoeven (Bild) bekannt. - © APAOnline/AP

Berlinale

Goldener Bär an ungarischen Film "Körper und Seele"5

  • Haders "Wilde Maus" ging leer aus

Berlin/Wien. Der Goldene Bär der 67. Berlinale geht an den ungarischen Liebesfilm "Körper und Seele" ("Teströl es lelekröl") von Ildiko Enyedi. Das gab die internationale Jury unter Vorsitz des niederländischen Regisseurs Paul Verhoeven ("Elle", "Basic Instinct") am Samstagabend in Berlin bekannt. Die österreichische Tragikomödie "Wilde Maus"... weiter




Friedrich bekam den Silbernen Bären, der ihn als besten Schauspieler auszeichnet.  - © APAweb/dpa/Rainer Jensen

Berlinale

Bester Schauspieler
kommt aus Österreich
19

  • Georg Friedrich erhielt bei der Berlinale den Silbernen Bären als bester Schauspieler.

Berlin/Wien. Der österreichische Schauspieler Georg Friedrich (50) hat bei der Berlinale den Silbernen Bären als bester Schauspieler gewonnen. Er bekam den Preis für seine Rolle in dem deutschen Wettbewerbsbeitrag "Helle Nächte" von Thomas Arslan. In dem Roadmovie spielt er einen Vater, der versucht, Nähe zu seinem halbwüchsigen Sohn aufzubauen... weiter




Der Finne Aki Kaurismäki ist mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet worden.  - © WZWeb/AP/Michael Sohn

Berlinale

Regie-Bär für Aki Kaurismäki

  • Alfred-Bauer-Preis für polnische Regisseurin Holland.

Berlin. Der finnische Filmemacher Aki Kaurismäki (59) ist am Samstag bei der Berlinale mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet worden. Sein Drama "Die andere Seite der Hoffnung" über einen syrischen Flüchtling in Helsinki galt bei dem Filmfestival als einer der Favoriten. Kaurismäki drehte international erfolgreiche Produktionen... weiter




Hugh Jackman mit Patrick Stewart. - © Katharina Sartena

Berlinale 2017

"Wolverine lebt in mir weiter"3

  • Hugh Jackman sorgte mit "Logan" für Blitzlichtgewitter bei der Berlinale.

Jetzt ist er also da, der Höhepunkt der Berlinale, zumindest, was den Starrummel betrifft: Hugh Jackman und Patrick Stewart stellten zum Ende des Festivals mit "Logan" die dritte und letzte Verfilmung rund um den Marvel-Charakter Wolverine außer Konkurrenz vor - und für Jackman ist das nach 17 Jahren in dieser Rolle das Ende eines Lebensabschnitts... weiter




Frei nach Max Frisch agieren Stellan Skarsg rd und Nina Hoss in "Return to Montauk". - © Berlinale

Filmfestival

Paul liebt Populismus4

  • Bei der Berlinale werden am Samstag die Preise verliehen. Das Rennen ist offener als je zuvor.

Berlin. Wer erinnert sich noch an Paul, die Krake? An diesen Octopus vulgaris, der 2008 und 2010 fast immer die richtigen Ergebnisse der Fußballbegegnungen bei EM und WM "voraussagte", indem er sich auf die richtige Flagge setzte? So ein Orakel für den Gewinner des Goldenen Bären bräuchte es in diesem Jahr ganz dringend... weiter




Mit dem Ehrenpreis für Milena Canonero würdigte die Berlinale die "Gewerke des Filmschaffens". - © Katharina Sartena

Berlinale

Ehren-Bär für Kubrick-Kostümbildnerin3

  • Milena Canonero erhielt bei der Berlinale eine Auszeichung für ihr Lebenswerk.

Berlin. Für Schauspieler ist es oft das wichtigste Utensil, um in ihre Rolle hineinzufinden: Das Kostüm. Deshalb gibt es selbstverständlich auch bei den Oscars eine eigene Kategorie dazu: "Best Costume Design". Und bereits vier Mal gewann diese Dame einen Oscar in ebendieser Kategorie: Milena Canonero, 71 Jahre alt... weiter




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Filmkritik

Vorfahre auf Rachefeldzug

Jürgen Vogel ist Ötzi, dessen Körper 1991 in den Ötztaler Alpen gefunden wurde. - © Port au Prince Pictures Der Mensch hat im Allgemeinen ein enormes Einfühlungsvermögen. Dieses machen sich die Filmemacher von "Der Mann aus dem Eis" zunutze... weiter




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Diane Kruger verliert in Fatih Akins "Aus dem Nichts" ihren Ehemann und ihren Sohn. - © Warner Bros Wie aus dem Nichts steht Katja (Diane Kruger) vor der Ruine ihres Lebens: Ihr Ehemann Nuri (Numan Acar) und ihr kleiner Sohn Rocco (Rafael Santana)... weiter






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CHAMPIGNON, 1850, Sepia, Kohle, Fettstift, Gouache auf Papier, 47,4 x 60,8 cm, Maisons de Victor Hugo, Paris/Guernesey,

Edvard Munch beschäftigte sich in zahlreichen Werken mit dem Thema Melancholie, die er bevorzugt als einsame Person am Strand darstellte. Ein riesiges Medieninteresse begleitete den kurzen Auftritt des österreichischen Hollywood-Exports Christoph Waltz bei seinem Besuch der Viennale.

Viennale-Interimschef Franz Schwartz (links) mit dem Stargast der Eröffnung: Schauspieler John Carroll Lynch zeigte sein Regiedebüt "Lucky" als Eröffnungsfilm der Viennale. Durch den Abend begleitete der Moderator Stephen Colbert. "Was auch immer Sie für den Präsidenten empfinden, Sie können nicht leugnen, dass jede Sendung auf eine Weise von Donald Trump beeinflusst wurde", sagte er zur Eröffnung der Emmy-Verleihung und machte damit deutlich, dass der Rest des Abends ziemlich politisch zugehen werde. "Warum habt ihr Trump keinen Emmy gegeben?", fragte er das Publikum. "Wenn er einen gewonnen hätte, wäre er vielleicht nie in das Rennen um die Präsidentschaft gegangen." Trump war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show "Celebrity Apprentice" nominiert worden, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.


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