• vom 10.02.2012, 12:13 Uhr

Berlinale

Update: 04.03.2013, 21:07 Uhr
  • Artikel
  • Video
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Video-Interview: Anja Salomonowitz über ihr Spielfilmdebüt "Spanien"

Eintauchen in ein Universum in Braun-Tönen



  • Streifen der Wienerin wird auf der Berlinale uraufgeführt.

Anja Salomonowitz im Interview

Mit ihrem Spielfilmdebüt "Spanien" hat es die Wienerin Anja Salomonowitz gleich auf die Berlinale geschafft. Der Film ist einer der beiden österreichischen Beiträge in der Programmsektion "Forum".

Information

Am Samstag (11.2.) feiert "Spanien" seine Weltpremiere im Rahmen des Berlinale-Forums. In Österreich eröffnet der Film am 20. März die Diagonale in Graz. Der österreichweite Kinostart ist für 23. März vorgesehen.

http://www.anjasalomonowitz.com

WZ-Dossier: Berlinale

Werbung

Die Idee für den Film kam Salomonowitz im Zuge von Recherchen für eine Dokumentation über binationale Paare. "Ich habe  es als so brutal empfunden, dass die Fremdenpolizei einfach Familien zerstört", erzählt sie im Video-Interview mit der "Wiener Zeitung".

Im Mittelpunkt der Liebesgeschichte stehen ein Flüchtling, der auf seinem Weg nach Spanien in Österreich hängenbleibt, und eine Ikonenmalerin, die sich nach und nach ineinander verlieben. Nicht zuletzt die Farbwelt hinterlässt einen bleibenden Eindruck, ein eigenes Universum in den unterschiedlichsten Braun-Tönen. "Ich möchte, dass man in meine Filme richtig eintauchen kann", sagt Salomonowitz, die jedem ihrer Streifen eine Farbe zuordnet.

Trotz der scheinbaren Künstlichkeit bleibt "Spanien" stets in der Realität verankert und in Wien verortet, mit einem verzweifelten Fremdenpolizisten als Antagonisten und einem spielsüchtigen Kranfahrer, der die Schicksale aller Beteiligten auf ungewöhnliche Weise miteinander verknüpft. In den Hauptrollen agieren für das österreichische Kino vergleichsweise unbekannte Gesichter, etwa Cornelius Obonya und Lukas Miko oder Tatjana Alexander. Mit dem Franzosen Gregoire Colin, einer sehr präsenten Figur, konnte zudem ein Darsteller aus dem engeren Umfeld von Claire Denis gewonnen werden.

Salomonowitz hat sich bisher als Dokumentaristin einen Namen gemacht, nicht zuletzt mit ihren Arbeiten "Das wirst du nie verstehen" und "Kurz davor ist es passiert". Für das Drehbuch arbeitete sie mit dem Autor Dimitre Dinev zusammen, der auch autobiografische Fluchterlebnisse einfließen ließ.

Anja Salomonowitz im Interview


Die Wiener Regisseurin Anja Salomonowitz über ihren ersten Spielfilm "Spanien", der auf der Berlinale uraufgeführt wird.

zurück zum Artikel


Die Wiener Regisseurin Anja Salomonowitz über ihren ersten Spielfilm "Spanien", der auf der Berlinale uraufgeführt wird.



Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-02-09 12:51:33
Letzte Änderung am 2013-03-04 21:07:31


Beliebte Inhalte



Irmgard Vilsmaier (l.) als "Brünnhilde" und Caroline Melzer als "Sieglinde" während einer Probe für "Der Ring der Nibelungen" - APAweb/HERBERT PFARRHOFER Ein Entkommen gibt es nicht, schon gar nicht für Veranstalter: Ein jedes Opernhaus, so scheint’s, steht im 200...weiter

Unvorstellbare Grausamkeit sollen Gottfried Helnweins Arbeiten oft erklären. - Julia Stix
  • Der Künstler über Mangel an Charisma, Kunst als Trophäe und ordinäres Wienerisch.
  • weiter

Es geht bergab: Sandro Botticellis Illustration von Dantes Vorstellung der Hölle verrät Robert Langdon ein Geheimnis. - wikipedia/Vatican Library
  • Gaststar und Stichwortgeber ist diesmal Dante mit der "Göttlichen Komödie".
  • weiter

Ein Plakat zeigt Mohammed Assaf, der Star der Talentshow "Arab Idol" in West Bank bei Ramallah. - Reuters / Mohamad Torokman
  • Sänger Assaf feiert Erfolge in gesamtarabischer Castingshow
  • weiter

Das Duo Daft Punk findet sein Glück in der Disco-Ära: "Lose yourself to dance!" - David Black
  • Auf "Random Access Memories" regiert der Disco-Sound von seinerzeit.
  • weiter

Chaim Miller bereut die Morde der Gruppe nicht, jedoch, "dass wir nicht mehr gemacht haben". - 3sat
  • TV-Dokumentation zeichnet das Leben des 92-jährigen Chaim Miller nach.
  • weiter

Nachdem sich mehrere Zuschauer, von den drastischen Bühnenvorgängen geschockt, sogar in ärztliche Behandlung begeben hatten, ersuchte Meyer den Regisseur, seine Inszenierung zu modifizieren. Kosminski lehnte ab. - Foto: APAweb/Deutsche Oper am Rhein
  • Bühnenvereins-Präsident Zehelein kritisiert scharf die Düsseldorfer Oper.
  • weiter

Unvorstellbare Grausamkeit sollen Gottfried Helnweins Arbeiten oft erklären. - Julia Stix
  • Der Künstler über Mangel an Charisma, Kunst als Trophäe und ordinäres Wienerisch.
  • weiter

Das Duo Daft Punk findet sein Glück in der Disco-Ära: "Lose yourself to dance!" - David Black
  • Auf "Random Access Memories" regiert der Disco-Sound von seinerzeit.
  • weiter

Am 22. Mai jährt sich der Geburtstag von Richard Wagner zum 200. Mal. Hier die Büste von Arno Breker in der Nähe des Festspielhauses in Bayreuth. - Foto: epa/Daniel Karmann
  • Auseinandersetzung mit Themen wie Individualismus, Außenseitertum und Aufarbeitung von Geschichte.
  • weiter




Werbung



Schulden G.m.b.H.

Jeder Einzelfall ist Routine

Schuldnerschicksale: Eva Eckerts Doku handelt von jenen, die davon leben, dass andere nicht mehr zahlen können. - Stadtkino Es ist immer das Gleiche: Ein Schuldner bezahlt seine Handyrechnung, seine auf Pump gekauften Möbel oder seine Leasingraten nicht... weiter




"Mutter und Sohn"

Eine Frage des Geldes

Nüchternes Gesellschaftsporträt: Netzers preisgekrönter Film zeigt eine überbesorgte Mutter (im Bild: Luminita Gheorghiu) und stellt das korrupte Milieu der Superreichen an den Pranger. - Filmladen Es ist die Realität, aber es wirkt wie ein Zerrbild. Das, was der rumänische Regisseur Cãlin Peter Netzer in seinem Film "Mutter und Sohn" vorführt... weiter




Shortcuts

Neu im Kino

 - © Principal - Fotolia Mit Kraft und Geist(az) Als der Phobiker Martín von seiner Freundin verlassen wird, vergräbt er sich in seiner Einzimmerwohnung... weiter



Die Bildmontage steuert Blick und Gefühle des Zusehers

Ohne Schnitt kein Film

Mit Engagement und Einfühlungsvermögen zum Erfolg: Niki Mossböck. - privat Wenn Niki Mossböck von ihrer Profession spricht, dann nennt sie diese den "unsichtbaren Beruf". Tatsächlich nimmt der Konsument den Anteil ihrer... weiter




In Cannes eröffnen die 66. Filmfestspiele mit "Der große Gatsby"

Es fließt, was brodeln sollte

Omnipräsente Festspiele: Poster des Eröffnungsfilms "The Great Gatsby" am Carlton Hotel. - reuters Cannes. Ein wenig irritierend wirkt es immer noch: Das prestigeträchtigste Festival der Welt eröffnet heute tatsächlich nicht mit einer Weltpremiere... weiter




Stammgast beim Life Ball: Bill Clinton.

Gottfried Helnwein, Peinlich, 1971, Die Wolldecke eines Navajo-Häuptlings wurde bei Sothebys in New York für rund 221.000 US-Doller versteigert. Es war die erste Auktion aus dem Nachlass der Sammlung Andy Williams, des bekannten US-amerikanischen Popsängers und Fernsehentertainers.

Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. "Erstbegehung" des Wiener Wahrzeichens:  Slackliner Christian Waldner arbeitete sich in 60 Metern über dem Boden Schritt für Schritt vom großen Steffl-Turm (Südturm) bis zum südlichen Heidenturm vor und tänzelte nach kurzer Verschnaufpause wieder retour. Der Drahtseilakt dauerte rund zehn Minuten.

Werbung