Bundesheer


Die Österreicher und Österreicherinnen hatten die Wahl, sie durften über die Zukunft des Bundesheers entscheiden. Bei der ersten österreichweiten Volksbefragung am 20. Jänner 2013 entschied sich die Mehrheit der Bevölkerung für die Beibehaltung der Wehrpflicht und gegen die Einführung eines Berufsheeres. Das Dossier liefert Hintergrundinfos zur Befragung und zum Bundesheer in Österreich.

Bundesheer

Verteidigungsminister Klug (rechts im Bild) im April beim Besuch der Truppen des österreichischen Kontingents der internationalen Schutztruppe Kosovo Force (KFOR) im Kosovo. - © APAweb / BUNDESHEER

Bundesheer

Weniger Kasernen, Kapellen, schwere Waffen5

  • Viele Artilleriegeschütze, Panzer und Panzerabwehrlenkwaffen werden verwertet, Dienstgradreform und Verringerung von 1.400 Arbeitsplätzen vorgesehen.

Wien. Insgesamt 13 Kasernen weniger, nur mehr vier Musikkapellen und eine massive Reduktion der schweren Waffen - jedes Bundesland ist in irgendeiner Form von den Umstrukturierungen im Bundesheer betroffen, die Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) am Freitag der Öffentlichkeit präsentiert hat. Der verlangte auch gleichzeitig mehr Geld für... weiter




Bundesheer

Die Maßnahmen im Detail

  • Strukturanpassung beim Bundesheer: Rund 200 Millionen Euro im Jahr sollen eingespart werden.

Wien. Die Struktur des Bundesheeres wird an das geringere Budget angepasst. In jedem Bundesland soll es weiterhin ein Militärkommando geben, allerdings sollen laut dem Reformkonzept, das Verteidigungsminister Klug präsentierte, 13 Kasernen geschlossen werden. Verbände werden "gestrafft", die schweren Waffen massiv reduziert... weiter




Bundesheer

Reaktionen: Wenig Begeisterung bei der Opposition1

  • Fischer: Heer benötigt Investitionen, Voves stärkt Klug den Rücken, Freud und Leid in Oberösterreich

Wien/Linz. Die Oppositionsparteien kommentieren die Bundesheer-Sparpläne überwiegend ablehnend. Die FPÖ sieht ein Bundesheer-Begräbnis, das Team Stronach ortet "Sparen am falschen Platz". Die NEOS können den Maßnahmen auch Positives abgewinnen, vermissen aber echte Reformen. FPÖ-Wehrsprecher Mario Kunasek warnte vor dem "Verlust der... weiter




 "Es gibt keine Bundesheer-Reform", bilanzierte Pilz, das Heer sei "derzeit in der Situation der Dinosaurier kurz vorm Aussterben". Die Reform der Wehrpflicht bestehe derzeit aus WLAN in einigen Kasernen, gratis T-Shirts und Schlapfen bei der Stellung sowie einer geringfügigen Anhebung der Schießübungen. - © Foto: Wiener Zeitung, Daniel Novotny

"Bundesheer abschaffen oder groß reformieren"2

  • Grüner Abgeordneter Pilz will "vernünftiges" Sparpaket

Wien. Der Grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz hat am Dienstag anlässlich der Wehrpflicht-Volksbefragung vor rund einem Jahr einmal mehr eine große Reform des Bundesheers gefordert. Andernfalls müsse man das Bundesheer zusperren, bekräftigte Pilz bei einer Pressekonferenz.    "Es gibt keine Bundesheer-Reform", bilanzierte Pilz... weiter




Firma Kapsch erhielt Zuschlag

Bundesheer kauft Drohnen4

  • Bis Jahresende sollen zwei Drohnensysteme geliefert werden

Wien. Für den bereits länger angekündigten Kauf von Drohnen - also unbemannten Miniaturflugzeugen - für Aufklärungszwecke des Bundesheers ist nun der Zuschlag erteilt worden: Aus elf Anbietern wurde die Firma Kapsch mit Sitz in Wien ausgewählt, berichtete die "Presse" (Samstagausgabe). Bis Jahresende sollen zwei der insgesamt sechs Drohnensysteme ... weiter




Die Factbox der Bundesheerreform mit den wichtigsten Reformvorschlägen. - © Grafik: APA

Wehrpflicht

Wehrpflichtreform steht3

  • Klug und Mikl-Leitner legten 180 Maßnahmen zur Reform vor, deren Finanzierung durch Umschichtungen im Ressort erfolgt.

Wien. Fünf Monate nach der Wehrpflicht-Volksbefragung hat die Regierung am Donnerstag die versprochene Reform der Wehrpflicht vorgelegt. Das von Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) präsentierte 90-seitige Reformpapier enthält 180 Einzelmaßnahmen, die Verbesserungen in allen Bereichen vorsehen... weiter