Der 18. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas


Mao ist beim 18. Parteitag eher nur Dekoration.
Die Kommunistische Partei Chinas (中国共产党全国代表大会, KPCh) hat beim 18. Parteitag eine neue Führung gewählt. Xi Jinping folgt Hu Jintao als Staatspräsident nach, Li Keqiang wird Premier. Mit einer verjüngten Führungsriege will die KPCh sich dringenden Aufgaben stellen. Dazu gehören Reformen des Wahlsystems, die Sicherung einer unabhängigen Justiz und der Kampf gegen die weit verbreitete Korruption. Die Schattenseiten des Wirtschaftswachstums erfordern Strategien, die zu mehr sozialer Gerechtigkeit führen...



  • vom 18.12.2012, 18:14 Uhr

China 2012


Zhao Bin

Chinas Entwicklung wird vorangetrieben




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Von Zhao Bin

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  • Der 18. Parteitag der chinesischen Kommunistischen Partei hat vor kurzem die Aufmerksamkeit der Welt auf sich gelenkt.

Zhao Bin ist Botschafter der Volksrepublik China in Österreich.

Zhao Bin ist Botschafter der Volksrepublik China in Österreich. Zhao Bin ist Botschafter der Volksrepublik China in Österreich.

Die chinesische KP ist mit 82,6 Millionen Mitgliedern die größte Partei der Welt. Unter ihrer Führung hat China in den vergangenen drei Jahrzehnten durch Reform und Öffnung beträchtliche Leistungen erzielt.

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2011 betrug Chinas BIP 7,5 Billionen Dollar, damit liegt China weltweit an zweiter Stelle; das Pro-Kopf-BIP stieg auf 5432 US-Dollar, eine jährliche Zuwachsrate von 10,1 Prozent in den vergangenen zehn Jahren. Das Sozialnetz ist schon auf die ganze Bevölkerung ausgedehnt. In internationalen Angelegenheiten wird Chinas Rolle immer größere Bedeutung beigemessen. Aber der Regierung ist klar, dass China als Entwicklungsland immer noch vor vielen Herausforderungen steht. Die in den Entwicklungsländern üblichen Probleme, wie Umweltverschmutzung oder zunehmende Diskrepanz zwischen Arm und Reich, müssen ernsthaft bekämpft werden. Wird China die bisher erfolgreiche Entwicklung beibehalten können? Wie geht es mit anderen Ländern um? Der 18. Parteitag hat klare Antworten gegeben.

Im Arbeitsbericht des 17. Zentralkomitees werden die Leitgedanken und strategische Richtung der künftigen Entwicklung Chinas festgelegt. Es wird bekräftigt, dass China weiter an Reform, Öffnung und wissenschaftlicher Entwicklung festhalten sowie Demokratie und soziale Gerechtigkeit fördern wird. China wird das Leben der Bevölkerung weiter verbessern und den politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen und ökologischen Aufbau intensivieren. Da sich der Weg des Sozialismus chinesischer Prägung schon bewährt hat, wird ihn China entschlossen weitergehen und mit anderen Ländern weiterhin im Geist des Friedens, der Entwicklung, der Kooperation und des gemeinsamen Gewinns die freundschaftliche Zusammenarbeit entwickeln.

Chinas KP wird weitergehend den Parteiaufbau verbessern, um die Wurzeln in der Bevölkerung zu stärken und dem Volk besser zum Wohl zu gereichen. Gemeinsam mit dem Volk wird die Partei den Aufbau einer Gesellschaft mit bescheidenem Wohlstand, die sozialistische Modernisierung und den Wiederaufschwung der Nation verwirklichen.

Besonders erwähnenswert ist, dass der ökologische Aufbau zu den fünf Hauptaufgaben Chinas in der künftigen Entwicklung gehört. Das bietet österreichischen Unternehmen wichtige Chancen, denn bei Umweltschutz und neuen Energien verfügt gerade Österreich über fortschrittliche Technologien.

China steht an einem neuen historischen Ausgangspunkt. Die Wirtschaft wird durchschnittlich um 7,5 Prozent wachsen. Bis 2020 werden sich BIP und Einkommen der Bevölkerung im Vergleich zu 2010 verdoppeln, eine Gesellschaft mit bescheidenem Wohlstand wird entstehen. China wird ein modernes, demokratisches, harmonisches, sozialistisches Land.

Vor 100 Jahren war es noch arm und schwach, nun schreitet es zuversichtlich in die richtige Richtung voran. Chinas Zukunft ist vielversprechend. Ein entwickeltes China wird sicherlich einen größeren Beitrag zur Erhaltung des Weltfriedens und zur gemeinsamen Entwicklung leisten.




Schlagwörter

Zhao Bin, China, Gastkommentar

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Dokument erstellt am 2012-12-18 18:17:04


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