• vom 09.04.2013, 16:00 Uhr

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Update: 09.04.2013, 17:59 Uhr

Pensionsversicherung

Die wichtigsten Ergebnisse der EZB-Studie




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Von Gerald Jatzek (WZ Online)

  • Daten zur Vermögensverteilung im Euroraum

Die EZB hat einen tiefen Blick in die europäischen Haushalte geworfen.

Die EZB hat einen tiefen Blick in die europäischen Haushalte geworfen.© Grafik: Fotolia Die EZB hat einen tiefen Blick in die europäischen Haushalte geworfen.© Grafik: Fotolia

Die zentralen Ergebnisse der EZB-Studie zur Vermögensverteilung im Euroraum (Eurosystem Household Finance and Consumption Survey, HFCS) sind:

Information

Anmerkung: Der Median oder Mittelwert bezeichnet jenen Wert einer Menge, der exakt in der Mitte einer Verteilung steht. Das heißt, eine Hälfte der Werte ist höher, die andere Hälfte ist niedriger.

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Materieller Besitz

  • Das Wohneigentum privater Haushalte im Euroraum liegt bei 60.1%. 40.7% sind ausbezahlt, 19.4% sind mit Hypotheken belastet. Der  Mittelwert (Median) des Wertes der Wohnungen der Häuser liegt bei 180,300 Euro.
  • 23,1% der privaten Haushalte besitzen darüber hinaus Grund und Boden mit einem mittleren Wert von 103.400 Euro.
  • 11,1% besitzen ein Unternehmen, in dem mindestens ein Mitglied des Haushaltes tätig ist. Der Mittelwert der selbstständigen Unternehmen ist 30.000.
  • 75,7% besitzen ein Fahrzeug, der Mittelwert beträgt 7.000 Euro.

Anlageformen

  • 96,4% der Haushalte besitzen ein Bankkonto (Girokonto, Sparbuch), 33,0% besitzen eine freiwillige Pensionsversicherung oder eine Lebensversicherung, alle anderen Anlageformen werden von weniger als 15% der Haushalte genutzt.
  • Der Besitz von anderen Anlageformen als Sparbüchern ist stark einkommensabhängig. Im Fünftel mit dem höchsten Einkommen besitzen 26,5% Anteile an Wertpapierfonds und 24,4% Aktien.

Verschuldung

  • 43,7% der Haushalte im Euroraum haben Schulden: 23,1% zahlen Hypotheken, 29,3% andere Schulden oder Kredite. Der Mittelwert der Hypotheken liegt bei 68.400 Euro, während der Mittelwert der anderen Verbindlichkeiten 5.000 Euro beträgt.

Vermögensverteilung

  • Die zehn Prozent reichsten Haushalte besitzen die Hälfte des gesamten Vermögens.

Vermögen in bar oder als Haus

Haushaltseinkommen und Besitz

Haushaltseinkommen und Besitz© Grafik: EZB / Adaption: WZ Online Haushaltseinkommen und Besitz© Grafik: EZB / Adaption: WZ Online

In Krisenländern der Eurzone und in Steueroasen wie Luxemburg und Malta stehen den Haushalten im Mittel ein weit höheres Vermögen als den Österreichern und Deutschen zur Verfügung.

Den Daten zufolge besitzen Deutsche im Mittel 51.400 Euro, Österreicher 76.400 Euro. Im gerade erst vor der Staatspleite geretteten Zypern haben die Menschen im Mittel ein Vermögen von 266.900 Euro, in Italien von 173.500 Euro und in Spanien von 182.700 Euro. Ganz oben auf der Liste stehen die Luxemburger, die im Mittel auf fast 400.000 Euro kommen.

Grund für das auffallend niedrige mittlere Vermögen in Deutschland und Österreich ist die Zahl an Eigenheimbesitzern hierzulande und im Nachbarland. Sie liegt bei unter 50 Prozent und damit deutlich unter dem Niveau in vielen Ländern Südeuropas.

Basis der Untersuchung

Die Daten für die Untersuchung stammen von 62.000 Haushalten aus 15 der 17 Eurostaaten.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2013-04-09 15:57:09
Letzte Änderung am 2013-04-09 17:59:00


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