Graz. Beim Filmfestival Diagonale sind am Freitag die Drehbuchpreise verliehen worden: Der Carl-Mayer-Hauptpreis der Stadt Graz zum Ausschreibungsthema "Empörung" ging dabei an die Wiener Christoph Brunner und Kevin Lutz für den geplanten Kinofilm "Constantin Nikolaus Bickermann". Mit dem Thomas-Pluch-Hauptpreis wurde Markus Schleinzer für sein Skript zu "Michael" ausgezeichnet. Beim Drehbuch von Brunner und Lutz würdigte die Jury den "spielerischen Umgang mit Figuren und Motiven."
In "Constantin Nikolaus Bickermann" erzählen die beiden Autoren, wie drei Menschen den Boden unter den Füßen verlieren: So belangt u.a. eine schwangere Schülerin ihren Religionslehrer wegen der Vaterschaft, einem Gesellschaftsreporter wird seine amtliche Identität gestohlen und eine Bühnenbildnerin erfährt beim Begräbnis ihres moldawischen Geliebten in dessen Heimat, dass der Tote Auslöser von allerhand Verstrickungen war, so die Jury. Brunner und Lutz erhielten den mit 14.500 Euro dotierten Hauptpreis; der Förderungspreis, der 7.200 Euro mit sich bringt, wurde an den Wiener Hüseyin Tabak für "Es war einmal in Wien" verliehen. Darin erzählt Tabak von Unruhen in Ottakring, die durch eine Schießerei an einer Tankstelle ausgelöst werden, bei der ein junger Türke und ein Polizist sterben.
Für den Thomas-Pluch-Hauptpreis gibt es 11.000 Euro, dieser ging an Schleinzer für "Michael", der zweigeteilte Thomas-Pluch-Würdigungspreis des Kulturministeriums ging mit je 5.500 Euro an Thomas Reider und Sebastian Meise für ihren verstörenden, Pädophilie thematisierenden Spielfilm "Stillleben" sowie an Stefanie Franz für "Papa".
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