• vom 03.11.2011, 12:16 Uhr

Digitale Wirtschaft

Update: 11.11.2011, 10:44 Uhr
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IT-Services der Sozialversicherungsträger auf heikler Mission

Computerkur auf Kasse


Von Stefan Meisterle

  • Geschäftsführer Erwin Fleischhacker im Interview.
  • 100-Prozent-Tochter der Sozialversicherungsträger setzt auf Vereinheitlichung und Kompetenzteams.
  • Datenschutz und Zugriffsberechtigung bei 14 Millionen Stammdaten von großer Bedeutung.

Wien. Investieren - und dabei Millionen sparen. Weil der Hauptverband der Sozialversicherungsträger bereits vor Jahren erkannte, dass eine moderne IT-Verwaltung Gold wert sein kann, wurde die IT-Services der Sozialversicherungen GmbH (ITSV) aus der Taufe gehoben. Mit Schaffung einer modernen IT-Infrastruktur sollte Ordnung in den Wildwuchs der einzelnen Gebietskrankenkassen von Wien bis Vorarlberg Einhalt gebracht - und den Sozialversicherungen Millionen eingesparen werden. Wie sich das Unternehmen dabei schlug, IT-Verwaltung, Datenpflege und Softwareentwicklung unter einen Hut zu bringen, und dabei auch noch Kosten einzusparen, erzählt ITSV-Geschäftsführer Erwin Fleischhacker der "Wiener Zeitung".

Erwin Fleischhacker, Geschäftsführer der ITSV, ist seit Gründung des Unternehmens an Bord.

Erwin Fleischhacker, Geschäftsführer der ITSV, ist seit Gründung des Unternehmens an Bord.ITSV GmbH Erwin Fleischhacker, Geschäftsführer der ITSV, ist seit Gründung des Unternehmens an Bord.ITSV GmbH

Wiener Zeitung Online: Welche Rolle spielt die ITSV?
Erwin Fleischhacker: Die ITSV-GmbH wurde 2005 als 100-Prozent-Tochter der österreichischen Sozialversicherung gegründet.  Wir sind als klassischer In-House-Provider aufgestellt und decken zwischenzeitlich die gesamte IT-Wertschöpfungskette ab. Demnach sind wir nicht gewinnorientiert, sondern kostendeckend,  und erbringen großteils unsere Leistungen nur für unsere Eigentümer.

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Ist das Einsparen von Kosten der Hauptauftrag, der Ihnen von den Sozialversicherungen vorgegeben wird?
Fleischhacker: Ja, natürlich gibt es auch den Auftrag, Kosteneffekte zu erzielen. Aber es gibt auch Projekte, wo man dies nicht, oder nicht sofort  im Fokus haben kann,  zum Beispiel wenn es neue gesetzliche Aufträge sind, wie Aufbau einer Pflegegeldinformationsdatenbank oder Einrichtung eines einheitlichen  Pensionskontos. In diesen Fällen sind das für uns zusätzliche Aufgaben und verursachen somit Add-on-Kosten.

Wie viele Millionen hat die ITSV zur Konsolidierung der Sozialversicherungen bisher beigetragen?
Fleischhacker: Wenn man sich die Gesamtkosten der IT der Sozialversicherung anschaut, so kann man sehen, dass wir bereits seit 2007 laufend Einsparungen erzielen: Vergleicht man die tatsächlichen Istkosten mit den indexierten Kosten Ende 2010 so sind das in Summe ca. 38 Millionen Euro an Einsparungen. Wir glauben, dass sich dieser Trend noch verstärken wird.



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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2011-09-05 13:27:05
Letzte Änderung am 2011-11-11 10:44:45


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