Wien. Der Wiener IT-Dienstleister S&T will im kommenden Jahr ein Nettoergebnis von 2 Mio. Euro erreichen und damit wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Der Umsatz soll 2012 bei 220 Mio. Euro liegen. "Die Firma war ein Sanierungsfall, jetzt starten wir mit neuem Management durch", so S&T-Chef Hannes Niederhauser. Zuletzt hatte sich das Betriebsergebnis (EBIT) im Vorjahresvergleich der ersten neun Monate von minus 7,6 Mio. Euro auf minus 13,5 Mio. Euro weiter verschlechtert.
Auf die Gewinnstraße will S&T mit einem Drei-Phasen-Plan zurück kommen. Die erste Phase sei gerade am Laufen, nämlich die Rückkehr zum Normalbetrieb. So muss der in Wien börsenotierte IT-Dienstleister seit gestern; Dienstag, beim Partner Microsoft nicht mehr in Vorkassa gehen. In der zweiten Phase sollen Prozesse und Strukturen optimiert werden. Hierbei gehe es weg vom Hardwareanbieter hin zum "Innovationsentwickler", betonte Niederhauser.
Fokus auf Osteuropa
Ab dem Jahr 2013 soll die dritte Phase umgesetzt werden, in der sich alles um Technologie drehen soll. Geografisch konzentriert sich S&T künftig auf Osteuropa. China oder die USA "interessieren uns nicht", erklärte der neue S&T-Chef. Sehr gut entwickle sich das Geschäft in Polen, während Rumänien ein Problemfall sei. Aber das größte Problem habe S&T am Heimatmarkt in Österreich, sagte der Firmenchef.
Aktionäre der S&T sind die Quanmax mit 34,5 Prozent, an der wiederum Niederhauser nach Eigenangaben "großer Aktionär" ist. Ebenfalls 34,5 Prozent gehörten der grossoholding des Sanierers Erhard Grossnigg. Mit 3,7 Prozent ist die notverstaatlichte Hypo Alpe Adria-Bank beteiligt. S&T wird in der Bilanz der Quanmax konsolidiert, S&T bleibt aber als eigens Unternehmen bestehen, versicherte Niederhauser.