Wien. (mei) Die österreichische IT-Branche hat ihren Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich steigern können. Mit 14,20 Milliarden Euro wurde ein Plus von 9,7 Prozent erwirtschaftet und auch der Ausblick stimmt optimistisch. Für das erste Quartal 2012 wird die Auftragslage bei 30,2 Prozent der Betriebe als "sehr gut" eingeschätzt.
Der durchschnittliche Jahresumsatz pro Kopf lag 2011 - ohne freie Mitarbeiter - in der IT-Branche bei 177,334 Euro, umgerechnet auf Vollzeitäquivalente errechnete die KMU Forschung Austria Durchschnittsumsätze von 198.921 Euro. Der Großteil davon wird mit Kunden im Inland erzielt, mit mehr als einem Drittel schlägt dabei "Entwicklung und Wartung von Individualsoftware" zu Buche, während "Entwicklung, Anpassung, Einführung und Wartung von Standardsoftware" für 17 Prozent und "IT-Beratun" mit 13 Prozent zum Gesamtumsatz beitrugen. Gewerbliche bzw. private Auftraggeber stellen nach wie vor die wichtigste Kundengruppe dar.
Sechs-prozentiger Beitrag zum BIP
Insgesamt erwirtschafteten die IT-Unternehmen im Verband mit den Unternehmensberatern und Buchhaltern 18,78 Milliarden Euro - ein Umsatzplus von 9,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Exporterlöse konnten um mehr als ein Drittel auf 4,47 Milliarden Euro angehoben werden. Die Zahl der unselbständig Beschäftigten stieg um 3,1 Prozent auf 66.525, wobei drei Viertel dieser Arbeitsplätze in einem Klein-oder Mittelbetrieb sind.
Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung und IT (UBIT) zieht in einer Aussendung Bilanz: "Unsere Mitglieder haben im letzten Jahr rund sechs Prozent am österreichischen Bruttoinlandsprodukt erwirtschaftet und sind mit erstmals mehr als 7.000 Arbeitgeberbetrieben entscheidender Konjunkturmotor und Wachstumstreiber für die österreichische Wirtschaft."
Nicht nur der Blick zurück stimmt zufrieden, auch der Ausblick ist zufriedenstellend: "Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch in der Personal- und Investitionsplanung unserer Mitglieder wieder: alle Berufsgruppen wollen den Personalstand aufstocken und rechnen für 2012 mit steigenden Investitionen", sagt Harl, der von weiterem Wachstum überzeugt ist: "Die Zeichen stehen weiterhin auf Wachstum und wie die aktuellen Zahlen belegen, sind wissensbasierte Dienstleistungen eine entscheidende Triebfeder für die Wirtschaftsleistung Österreichs."