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Donaufestival Krems

Update: 19.04.2013, 16:27 Uhr
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Nachlese 2012

Squarepusher: Zwischen Fleischwolf und Liederlichkeit


Von Christa Hager / WZ Online

  • Unberechenbarkeit, Wahnwitz, Humor und eine Form von digitalem Brechstangen-Jazz-Funk gehören zu den Werkzeugen des Engländers. Ein Porträt.

Tom Jenkinson bewahrte Mitte der 90er Jahre die sogenannte Intelligent Dance Music davor, gar zu intelligent zu werden:

Tom Jenkinson bewahrte Mitte der 90er Jahre die sogenannte Intelligent Dance Music davor, gar zu intelligent zu werden:Donald Milne Tom Jenkinson bewahrte Mitte der 90er Jahre die sogenannte Intelligent Dance Music davor, gar zu intelligent zu werden:Donald Milne

Wien/Krems. Für viele sind die Werke von Tom Jenkinson alias Squarepusher einfach Lärm, andere wiederum sehen in ihnen die Fortsetzung einer abstrakten und experimentellen Form von Drum'n'Bass - mit Sinn dahinter. Fest steht, dass der in Essex/England geborene Musiker seit dem Beginn seines musikalischen Schaffens 1996 Drum'n'Bass auf einer rhythmischen Hochgeschwindigkeitsachterbahn fahren lässt.

Aufgrund der Komplexität seiner musikalischen Ansätze ist es aber nahezu unmöglich, ihn in eine musikalische Schublade zu quetschen. Gemeinhin wird Squarepusher gerne in einem Atemzug genannt mit Aphex Twin, Boards Of Canada, Autechre, und Plaid. Meist bewegen sich seine Stücke rund um Melodien mit Hang zum Kitsch, um Atonalität sowie rythmische Feuerwerke, "Intelligent Techno", Afro-Jazz und Dance.

Information

Squarepusher, am 3.5., 0.00, Messegelände - Halle 1. ,

Binarität 

Spätestens seit seinem Album "Music Is Rotted One Note" (1998) driftet Squarepusher immer mehr ab von binären Sequenzern und Samples hin zu dem, was er ist: ein Musiker, mit zunehmendem Hang zu klassischen Instrumenten. Jenkinson, der als Kind Bassgitarre und Schlagzeug lernte, widmet sich immer mehr dem Auffinden von Brücken zwischen Jazz und elektronischer Musik. Sequenzer sind ihm zu eckig, zu digital. Ihn interessiert vielmehr die Unvorhersehbarkeit von Zufällen durch Improvisationen. Auch Maschinen sieht er nicht als pure Erfüllungsgehilfen des menschlichen Willens, er räumt ihnen auch Kreativität und Eigenständigkeit ein.

Fusion

Auf der Suche nach neuen Klang-Territorien fernab von gängigen Kategorien verharrt Squarepusher aber nicht in starren Positionen, sondern erneuert stets auf kompromisslose Art und Weise die Umsetzung seiner hybriden musikalischen Ansätze.  Manche seiner Tracks klingen wie ein durch den Fleischwolf gedrehtes Stück Musik, andere wiederum strotzen vor liederlichen Stimmungsmomenten, in denen Instrumente samt Melodien auftauchen und verschwinden und sich selten in den Vordergrund drängen.


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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-17 13:45:00
Letzte Änderung am 2013-04-19 16:27:24


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