
Krems/Wien. Das Kino im Kesselhaus widmet sich gemeinsam mit dem Donaufestival dem Zusammenspiel von Film und Musik. Eröffnet wird diese Festivalschiene mit einer Auswahl an künstlerischen Arbeiten aus den Bereichen Animation, Experimentalfilm und digitale Medien.
Außerdem stehen live-Aufführungen am Programm: Robert Seidels improvisierte "Motion Paintings" (04.05.) verschmelzen auf der Leinwand zu feinfaserigen Wahrnehmungsexperimenten. Seine in Sao Paulo uraufgeführte Show Meander verspricht mit einem Live-DJSet ein ekstatisches Kino-Ereignis zu werden. Der Aktionskünstler John Bock lädt neben seiner Installation in der Kunsthalle auch zu Interventionen in den Kinosaal – mit einer Aufführung von "Im Schatten der Made" und dem Live- Pianisten Richard Siedhoff (29.04.).
Mit dem Dokumentarfilm "Sound It Out" der Regisseurin Jeanie Finlay (30.04.) kommt wiederum eine nostalgische Liebeserklärung an einen unabhängigen Plattenladen im Norden Englands auf die Leinwand.
"The Ballad of Genesis and Lady Jaye" von Marie Loisier (05.05.) zeigt außerdem eine radikale Verschmelzung, an Hand von Super-8-Aufnahmen, Stop-Motion-Animationen, nachgestellten Kindheitserinnerungen und artifiziellen Settings. Protagonist: Frontmann/frau der Industrial Band Throbbing Gristle. Losier schildert in ihrem Film die Beziehung zwischen Genesis P-Orridge und seiner Lebens- und Arbeitsgefährtin Jacqueline Breyer alias Lady Jaye, deren gemeinsam unternommenes Projekt darin bestand, durch physische Transformationen eins zu werden, ein Drittes, ein Pandrogyn.
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