Brüssel/Athen. Die Debatte über den Euro-Ausstieg Griechenlands droht zur selbsterfüllenden Prophezeiung zu werden: Je öfter darüber spekuliert wird, umso mehr verfestigt sich die Überzeugung , dass es machbar wäre. Was wohl nur als Polit-Bluff gedacht war, um die Verhandlungsposition zu verbessern... weiter
Madrid/Rom. (reu/wak) Das kam unerwartet. Der distinguierte Mario Monti, der in Italien in Personalunion das Amt des Premiers, Finanz- und Wirtschaftsministers ausübt, schiebt die Schuld schon wieder auf Madrid. Schon Ende März hatte Monti die spanische Regierung angepatzt, sie habe die Staatsfinanzen bei ihren Reformbemühungen außer Acht gelassen... weiter
Madrid. Spanien rückt in der europäischen Finanzkrise immer stärker in den Mittelpunkt. Die Regierung des von Schulden geplagten Landes verkündet ein Sparvorhaben nach dem anderen, aber die Nervosität und die Sorgen auf den Finanzmärkten halten unvermindert an. Die viertgrößte Wirtschaftsmacht der Euro-Zone wird das Gespenst einer möglichen... weiter
Wien. Es war einmal, vor gar nicht allzu langer Zeit, dass Staatsanleihen als Richtschnur für sichere Veranlagung galten. Die Umschuldung Griechenlands, die erste Staatspleite in Westeuropa seit 60 Jahren, hat das als Märchen entlarvt. Was heißt das für den Staatsanleihen-Markt? Die Frage birgt Sprengstoff... weiter
Madrid. (hes/czar) Es sind gespenstische Szenen: In der "Semana santa", der Heiligen Woche, prozessieren die tiefgläubigen Bruderschaften durch die Städte. Barfuß, in Kutten und Spitzhauben, mit Peitschen zur Selbstgeißelung. Heuer haben die Bilder Symbolwert: Den Spaniern wird Buße abverlangt - für die geplatzte Immobilienblase und die... weiter
Athen. Es wird eine Zitterpartie bis zur letzten Minute. Heute, Donnerstag, um 21 Uhr wird das "Buch der Willigen" geschlossen: Dort müssen sich Griechenlands private Gläubiger eintragen, die am freiwilligen Anleihentausch teilnehmen. Sie verzichten damit auf 53,5 Prozent des Nennwertes ihrer Anleihen und akzeptieren niedrigere Zinsen - insgesamt... weiter