• vom 18.05.2012, 08:54 Uhr

Facebook

Update: 18.05.2012, 08:56 Uhr
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Facebook-Börsengang: Die Abräumer



Der Börsengang von Facebook macht Gründer Mark Zuckerberg sowie frühe Investoren und Mitarbeiter steinreich. Manche können sich auf eine fast schon wundersame Geldvermehrung freuen.

MARK ZUCKERBERG: Der Facebook-Gründer hielt bisher 533,8 Mio. Aktien, wird sich aber von 30 Mio. trennen, um Steuern zu bezahlen. Sein verbliebener Anteil ist zum Startpreis von 38 Dollar (30,0 Euro) je Aktie rund 19,1 Mrd. Dollar wert. Zudem wird er auch nach dem Börsengang fast 60 Prozent der Stimmrechte kontrollieren.

ACCEL PARTNERS: Die Investmentfirma war durch ihren Partner James Breyer unter den ganz frühen Facebook-Geldgebern - und das zahlt sich jetzt aus. 2005 steckte Accel 12,7 Mio. Dollar in das damals noch winzige Online-Netzwerk. Zuletzt hielten Breyer und Accel knapp 201,38 Mio. Aktien, die zum Börsenstart 7,65 Mrd. Dollar wert sind. Davon versilbern sie 49 Mio. Aktien beim Börsengang - das sind immerhin 1,86 Mrd. Dollar.

DUSTIN MOSKOVITZ: Dieser junge Mann hatte das Glück, sich das Zimmer im Harvard-Studentenwohnheim mit Mark Zuckerberg zu teilen. Er wurde zu einem Mitstreiter in der Anfangszeit von Facebook. 2008 verließ er das Unternehmen, behielt aber seinen Anteil und will sich auch beim Börsengang nicht davon trennen. Die 133,7 Mio. Aktien sind zum Börsenstart knapp 5,1 Mrd. Dollar wert.

JURI MILNER: Der russische Internet-Investor kam mit seiner Firma DST relativ spät bei Facebook an Bord und musste entsprechend einige hundert Mio. Dollar lockermachen. Er kann sich trotzdem auf einen fetten Gewinn freuen. Seine 131,3 Mio. Aktien sind knapp 5 Mrd. Dollar wert. Der Russe macht beim Börsengang ordentlich Kasse: Über 45,6 Mio. Aktien im Wert von 1,73 Mrd. Dollar werden verkauft - fast 20 Mio. Papiere mehr als Milner zunächst loswerden wollte. In einem Jahr darf er weitere Aktien abstoßen.

SEAN PARKER: Einst war er an der Musiktauschbörse Napster beteiligt und galt als "Bad Boy" des Silicon Valley. Doch Parker bewies ein ums andere Mal ein Gespür für gute Internet-Geschäftsideen, was ihn zum Milliardär machte. Bei Facebook war er der erste Präsident und half Zuckerberg, aus der Netzwerk-Idee ein Geschäft zu machen. Seine gut 69,6 Mio. Aktien sind zum Börsengang über 2,6 Mrd. Dollar wert. Er behält sie alle.

PETER THIEL: Der in Deutschland geborene Internet-Investor war unter den ersten, die ihr Geld auf Mark Zuckerberg setzten. Im Jahr 2004 gaben ihm 500.000 Dollar einen damaligen Anteil von gut zehn Prozent. Zum Börsengang sind seine 44,7 Mio. Aktien rund 1,7 Mrd. Dollar wert. Einen Teil macht er zu Geld: 16,8 Mio. Papiere im Wert von 640 Mio. Dollar. Thiel war einst Mitgründer des Bezahldienstes PayPal, dessen Verkauf an Ebay ihm mehrere Dutzend Mio. Dollar brachte. Durch geschickte Investitionen brachte er es danach zu einem Milliarden-Vermögen.

SHERYL SANDBERG: Die Managerin, die von Zuckerberg persönlich bei Google abgeworben wurde, gilt als die Architektin von Facebooks Milliardenumsätzen. Der Börsengang wird sie zur Milliardärin machen: Zusammen mit bald fällig werdenden Optionen kommt sie auf rund 41,2 Mio. Aktien im Wert von über 1,56 Mrd. Dollar allein zum Ausgabepreis.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-18 08:55:30
Letzte Änderung am 2012-05-18 08:56:10


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