Februar 1934

Querschädel-Protokolle

Die Lücken des Februar4

  • Der Arbeiteraufstand des Jahres 1934 war einst ein international beachtetes Datum. Davon ist heute nicht mehr viel zu spüren.

Gewiss, für ein Jubiläum sind 100 Jahre ansehnlicher als 80, und ein Weltkrieg mit 17 Millionen Toten ist anders zu werten als ein Aufstand mit mehr als 300 Todesopfern. Trotzdem wirkt es erstaunlich, dass sich das Gedenken an den Februar 1934 heuer vor allem auf die Nacherzählung der Ereignisse erstreckte... weiter




Der Hirte und seine Schäfchen: Laurin Rosenberg führt zu den Kampfstätten. - © Luiza Puiu

Gedenkfeier

Wallfahrt der Genossen20

  • 400 Freunde und Sympathisanten bekamen historische Nachhilfe.

Wien. Was für den Katholiken Mariazell ist, ist für den Genossen der Gemeindebau. Hierher pilgert er, wenn große Gedenken anstehen. So auch am 12. Februar 2014, dem 80-jährigen Jubiläum an die Februarkämpfe von 1934. Artig haben sich die roten Pilger um 15 Uhr beim Friedrich Schmidt Platz hinter dem Rathaus versammelt... weiter




Gemeinsames Gedenken an die Februarkämpfe: Die Vertreter der Opferverbände Gerhard Kastelic (ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich), Johannes Schwantner (Vorsitzender der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer), Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger bei der Kranzniederlegung am Mahnmal der Stadt Wien am Zentralfriedhof (v. l. n. r.). - © apa/Neubauer

Fritz Plasser

Ein Trauma, das nachwirkt1

  • Politologe Plasser: Ressentiments bestehen noch, sind aber ungleich gedämpfter.

Wien. 80 Jahre nachdem der damalige Bundeskanzler Engelbert Dollfuß auf Arbeiter schießen ließ, legten Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger am Zentralfriedhof beim Mahnmal der Opfer für ein freies Österreich (1934 bis 1945) einen Kranz nieder. Bereits vor 50 Jahren gedachten Sozialdemokratie und Volkspartei des... weiter




So sah die "Ständestaat"-Propaganda aus: Gemeindebauten wurden damals zu Bollwerken stilisiert, obwohl die Wohnhäuser zur Verteidigung ungeeignet waren. Bild: Broschüre, hrsg. v. J. Schneider und C. Zell, Wien 1934

Februar 1934

Kaum Platz zwischen den Zeilen8

  • Unser Blatt war schon ab 1933 ein Sprachrohr der Dollfuß-Regierung.

In der Druckerei der "Wiener Zeitung" stand kurzzeitig die Rotationspresse still. Im nahen Stephansdom, wo die Regierung gerade einen Gottesdienst feierte, flackerte gegen halb 12 Uhr Mittag das elektrische Licht und fiel dann ganz aus. Auch im Zimmer des Jus-Studenten Bruno Kreisky, der für Prüfungen lernte, erlosch die Lampe... weiter





ANNO

12. Februar 1934






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