• vom 07.08.2011, 13:39 Uhr

Filmfestival Locarno 2012

Update: 07.08.2011, 16:17 Uhr
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Furzende Pferde und ein Single Malt


Von Matthias Greuling aus Locarno

  • Worüber Weltstars wie Harrison Ford und Daniel Craig nach Dienstschluss reden, verrieten sie ausnahmsweise mal davor.

Daniel Craig und Harrison Ford in Locarno. - Copyright: Matthias Greuling

Daniel Craig und Harrison Ford in Locarno. Copyright: Matthias Greuling

Also was jetzt? Cowboys, wilde Schießereien, Machtgerangel im wilden Westen zwischen Outlaws, heißen Bar-Damen und miesepetrigen Colonels? Oder Alien-Invasion auf der Erde mit unbekannten Flugobjekten, die die Menschen unter Dauerbeschuss nehmen? Wie, bitte, kriegt man diese beiden Filmgenres unter einen Hut? Passt das in nur einen einzigen Film?

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Es geht, wie Regisseur Jon Favreau in seiner wüsten Genre-Mixtur "Cowboys & Aliens" vorexerziert.  Aber es tut weh. Da der namenlose Bandit mit Gedächtnisverlust (Daniel Craig), der sich in einem kleinen Dorf ausgerechnet mit dem großen Patron des gesamten Landstrichs (Harrison Ford) anlegt. Dort eine überirdische Macht, die mit spacigen Kampfjets ebenjenes Dorf bombardiert. Wenn der Bandit nicht so einen seltsamen Armreif tragen würde, der sich als extraterrestrische Schusswaffe entpuppt, wäre der Film nach dem Angriff der Aliens schon nach 30 Minuten vorüber (und das wäre vielleicht gut so).

Es hilft nichts, Hollywood ist ratlos, und verzweifelt auf der Suche nach originellen Geschichten. Warum also nicht zwei gewinnversprechende Genres einfach miteinander kombinieren, ein paar Stars dazu, und fertig? "Wer sich das Programm dieses Sommers ansieht, bekommt meistens Comicverfilmungen oder Sequels serviert", spricht Jon Favreau wahr. "Wir machen hingegen etwas ganz Neues". Und auch damit hat er irgendwie recht.
Favreau ist zur Zeit mit Daniel Craig und Harrison Ford auf Europa-Werbefeldzug für seinen Film, der in Österreich ab 26. August zu sehen sein wird.


Erster Halt: Die Europapremiere von "Cowboys & Aliens" in Locarno – mit verregneter Premiere auf der Piazza Grande. Da konnte einem Harrison Ford, dieser wortkarge, 69-jährige Kultfiguren-Darsteller, beinahe leidtun. Eine Ehrung fürs Lebenswerk zu bekommen, wie sie ihm das Festival an diesem Abend verlieh, ist doch nur der halbe Spaß, wenn es dermaßen schüttet. Oder waren das Freudentränen?
Aber vielleicht war Ford auch genervt, weil er schon den ganzen Tag über in einem Luxushotel im nahen Lugano Interviews geben musste. "Ich sehe das Schauspielen als einen Job, mehr nicht. Gebt mir Geld, und ich tu‘s", sagte er da zur "Wiener Zeitung". Ein Job kann aber passioniert, oder mit Frust ausgeübt werden, finden wir. "Bei mir ist es zu 90 Prozent Passion. Was ich wirklich an diesem Job nicht mag…". Ja, wir haben verstanden: Das sind Pressetermine und Interviews.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2011-08-07 13:40:58
Letzte Änderung am 2011-08-07 16:17:40


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