Also was jetzt? Cowboys, wilde Schießereien, Machtgerangel im wilden Westen zwischen Outlaws, heißen Bar-Damen und miesepetrigen Colonels? Oder Alien-Invasion auf der Erde mit unbekannten Flugobjekten, die die Menschen unter Dauerbeschuss nehmen? Wie, bitte, kriegt man diese beiden Filmgenres unter einen Hut? Passt das in nur einen einzigen Film?
Es geht, wie Regisseur Jon Favreau in seiner wüsten Genre-Mixtur "Cowboys & Aliens" vorexerziert. Aber es tut weh. Da der namenlose Bandit mit Gedächtnisverlust (Daniel Craig), der sich in einem kleinen Dorf ausgerechnet mit dem großen Patron des gesamten Landstrichs (Harrison Ford) anlegt. Dort eine überirdische Macht, die mit spacigen Kampfjets ebenjenes Dorf bombardiert. Wenn der Bandit nicht so einen seltsamen Armreif tragen würde, der sich als extraterrestrische Schusswaffe entpuppt, wäre der Film nach dem Angriff der Aliens schon nach 30 Minuten vorüber (und das wäre vielleicht gut so).
Es hilft nichts, Hollywood ist ratlos, und verzweifelt auf der Suche nach originellen Geschichten. Warum also nicht zwei gewinnversprechende Genres einfach miteinander kombinieren, ein paar Stars dazu, und fertig? "Wer sich das Programm dieses Sommers ansieht, bekommt meistens Comicverfilmungen oder Sequels serviert", spricht Jon Favreau wahr. "Wir machen hingegen etwas ganz Neues". Und auch damit hat er irgendwie recht.
Favreau ist zur Zeit mit Daniel Craig und Harrison Ford auf Europa-Werbefeldzug für seinen Film, der in Österreich ab 26. August zu sehen sein wird.
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