• vom 23.04.2012, 12:48 Uhr

Frankreich 2012

Update: 24.04.2012, 08:24 Uhr
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Offizielles Endergebnis der ersten Runde

Frankreich-Wahl: Hollande gewann mit 28,63 Prozent



  • Stichwahl am 6. Mai.

Paris. Der Sozialist Francois Hollande hat die erste Runde der Präsidentenwahl in Frankreich 28,63 Prozent der Stimmen gewonnen. Dies teilte das Innenministerium am Montag in Paris mit. Amtsinhaber Nicolas Sarkozy erreichte laut offiziellem Endergebnis 27,18 Prozent. Die beiden bestreiten die Stichwahl am 6. Mai.

Die Vorsitzende der rechtsextremen Front National (FN), Marine Le Pen, wurde mit 17,9 Prozent dritte. Sie scheidet zwar aus dem Rennen aus, erzielte aber das beste Ergebnis, das ihre Partei jemals bei einer Präsidentenwahl erzielen konnte. Ihr Vater, Jean-Marie Le Pen war 2002 mit 16,86 Prozent gegen Jacques Chirac in die Stichwahl eingezogen.

Auf den vierten Platz kam der Linke Jean-Luc Melenchon mit 11,11 Prozent, fünfter wurde der Zentrist Francois Bayrou mit 9,13 Prozent.  Insgesamt hatten sich zehn Kandidaten für das höchste Staatsamt beworben.

Die Wahlbeteiligung lag bei 79,47 Prozent. Das entspricht etwa dem Durchschnittswert der vorherigen Präsidentenwahlen.

Das Ergebnis

Kandidat und Partei Stimmen Prozent
François Hollande - Parti socialiste 10.273.582 28,63 %
Nicolas Sarkozy- Union pour un mouvement populaire 9.753.844 27,18 %
Marine Le Pen - Front National 6.421.773 17,90 %
Jean-Luc Mélenchon - Front de gauche 3.985.298 11,11 %
François Bayrou - Mouvement démocrate 3.275.349 9,13 %
Eva Joly - Europe Écologie-Les Verts 828.451 2,31 %
Nicolas Dupont-Aignan - Debout la République 644.086 1,79 %
Philippe Poutou - Nouveau parti anticapitaliste 411.178 1,15 %
Nathalie Arthaud - Lutte ouvrière 202.562 0,56 %
Jacques Cheminade - Solidarité et Progrès 89.572 0,25 %

Platz zwei für Le Pen in mehreren Regionen
Die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen hat in der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl nicht nur landesweit das drittbeste Ergebnis erzielt, sondern in einigen Regionen sogar den zweiten Platz erreicht. Das gilt insbesondere für das Elsass, das sich als Hochburg der Rechtsextremen bestätigte, wie aus dem am Montag vorliegenden vorläufigen amtlichen Endergebnis hervorgeht.

Le Pen kam in der Grenzregion zu Deutschland mit gut 22 Prozent der Stimmen auf Platz zwei nach dem konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy mit 33 Prozent und dem sozialistischen Herausforderer Francois Hollande mit gut 19 Prozent, der landesweit Erster wurde. Am besten schnitt die Chefin der Front National (FN) im südfranzösischen Departement Gard ab, wo sie vor allen anderen Kandidaten landete. Die 43-Jährige erhielt dort fast 26 Prozent der Stimmen und überholte damit Sarkozy, der unter 25 Prozent blieb.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-23 12:52:25
Letzte Änderung am 2012-04-24 08:24:49


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