Paris. Eine Überzeugung eint Carla Bruni-Sarkozy und Valérie Trierweiler: dass ihr Mann der Beste ist für das höchste Staatsamt Frankreichs. Das Land brauche einen Präsidenten wie Nicolas Sarkozy: so energiegeladen und aufopferungsvoll, dass sie um sein Leben fürchte, erklärt Carla Bruni-Sarkozy. Während Valérie Trierweiler, die Lebensgefährtin des sozialistischen Kandidaten François Hollande, versichert, sie sei schon lange überzeugte "Hollandistin".

Elegant ist die eine wie die andere. Sowohl das 44-jährige Ex-Model Bruni als auch die 47-jährige Trierweiler ziehen die Blicke und Kameras auf sich, wenn sie bei Wahlkampfauftritten ihrer Männer als "Premier Fan" in der ersten Reihe stehen. Beide unterstützen ihre Partner auf ähnliche Weise: im Hintergrund, aber präsent in Schlüsselmomenten wie der Stimmabgabe, ihr eigenes Bild in der Öffentlichkeit sorgfältig pflegend. Bruni ist mediales Interesse gewohnt, nachdem sie als Mannequin Erfolge feierte, bevor sie eine Karriere als Chanson-Sängerin einschlug und schließlich den französischen Präsidenten heiratete. Trierweiler tut sich noch schwer damit, plötzlich Gegenstand von Berichterstattung zu sein und nur noch Artikel für die Kultur-Rubrik zu schreiben. Vorher berichtete sie selbst als politische Journalistin beim Magazin "Paris Match", zuständig für die sozialistische Partei.
Indem sie Sarkozy als liebenden Familienvater darstellt, kehrt Bruni die menschliche Seite des machtbewusst auftretenden Präsidenten heraus. Ihre Aussage, sie seien "einfache Leute", sorgte aber doch für Lacher. Tatsächlich kommt sie selbst aus einer reichen italienischen Industriellenfamilie, während Trierweiler in einfachen Verhältnissen bei Angers aufgewachsen ist. Die Journalistin hat den gegenteiligen Effekt auf Hollande, der lange als zu weich für ein so verantwortungsvolles Amt galt - innerlich wie äußerlich. Unter ihrem Einfluss nahm er ab und legte sich ein dynamischeres Auftreten zu.
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