• vom 05.05.2012, 16:51 Uhr

Frankreich 2012

Update: 05.05.2012, 17:19 Uhr
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Frankreichs Präsident beschließt Wahlkampffinale mit Rundumschlag

Sarkozy stemmt sich gegen drohende Niederlage



Frankreichs Ex-Präsident wurde voN Bettencourt nach eigener Aussage nicht mit Geld bedacht.

Frankreichs Ex-Präsident wurde voN Bettencourt nach eigener Aussage nicht mit Geld bedacht.APAweb/EPA/Christophe Karaba Frankreichs Ex-Präsident wurde voN Bettencourt nach eigener Aussage nicht mit Geld bedacht.APAweb/EPA/Christophe Karaba

Schützenhilfe erhält Hollande indes vom Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon, der im ersten Durchgang der Präsidentenwahl 11,11 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Mélenchon rief dazu auf, bei der Stichwahl für Hollande zu stimmen, um Sarkozy zu "verjagen". " Mélenchon wünschte sich eine "breite Niederlage" des konservativen Präsidenten. "Je tiefer die Niederlage sein wird, umso größer wird der Elan sein, der daraus entsteht", sagte der Europaparlamentarier.

Abkommen mit Bayrou?
Mit dem zentrumsbürgerlichen Chef des "Mouvement démocrate", Francois Bayrou, der ebenfalls angekündigt hatte, für den Sozialisten zu stimmen, soll es Hollande zufolge allerdings kein "Abkommen" geben. "Le Figaro" hatte berichtet, dass Bayrou der Vorsitz der Nationalversammlung versprochen worden sei, die im Juni neu gewählt wird.

Nicht zuletzt dank der Wahlempfehlungen darf sich Hollande weiterhin als Favorit wähnen - nicht unbedingt zur Begeisterung der deutschen CDU, deren Kanzlerin Angela Merkel sich im französischen Wahlkampf  deutlich für Euro-Partner Sarkozy ausgesprochen hatte. Der Fraktionschef von CDU/CSU im deutschen Bundestag, Volker Kauder, sprach nun bereits von einer schwierigeren Zusammenarbeit mit Frankreich im Falle eines Wahlsieges von Hollande. "Nur ein einiges Europa wird sich in der Zukunft in der Welt behaupten. Deutschland und Frankreich werden immer die Basis für diese Einigkeit schaffen müssen. Diese Verständigung könnte aber schwieriger werden, sagte Kauder der Zeitung "Welt am Sonntag".

Sozialisten versprechen konstruktive Zusammenarbeit
Gelassener sieht das die sozialistische Partei in Frankreich: Pierre Moscovici, Hollandes Wahlkampfleiter, hat Berlin auch im Fall eines linken Wahlsiegs eine konstruktive Zusammenarbeit versprochen. "Wir beabsichtigen nicht, eine Krise zu provozieren. Nach einem möglichen Machtwechsel bleibt die deutsch-französische Freundschaft ein wesentliches, ja ein strukturelles Element unserer Politik", sagte Moscovici der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ).

"Wir wissen, dassAngela Merkel einen Sieg Nicolas Sarkozys bevorzugt. Sollte Francois Hollande die Wahl gewinnen, wollen wir zeigen, dass die deutsch-französische Freundschaft alles übersteht. Auch Machtwechsel können ihr nichts anhaben", sagte Moscovici.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-05 17:08:09
Letzte Änderung am 2012-05-05 17:19:56


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