• vom 05.04.2012, 08:42 Uhr

Hintergrund

Update: 23.04.2012, 19:01 Uhr
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Die Kandidaten des ersten Wahlgangs



Von links nach rechts: Jean-Luc Mélenchon, François Hollande, Nicolas Sarkozy, François Bayrou, Marine Le Pen - Marie-Lan Nguyen, besoindegauche - Charles Hendelus, EPP, Antonin Borgeaud, Marie-Lan Nguyen - Creative Commons

Von links nach rechts: Jean-Luc Mélenchon, François Hollande, Nicolas Sarkozy, François Bayrou, Marine Le Pen Marie-Lan Nguyen, besoindegauche - Charles Hendelus, EPP, Antonin Borgeaud, Marie-Lan Nguyen - Creative Commons

Drei Kandidatinnen und sieben Kandidaten haben sich für die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahlen am 22. April 2012 qualifiziert:

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  • Nathalie Arthaud (Lutte ouvrière, Trotzkisten)
  • François Bayrou (Mouvement démocrate, Zentristen)
  • Jacques Cheminade (Solidarité et Progrès, Rechtspopulisten)
  • Nicolas Dupont-Aignan (Debout la République, Gaullisten / ehemalige UMP-Mitglieder)
  • François Hollande (Parti Socialiste, Sozialdemokraten)
  • Eva Joly (Europe Écologie-Les Verts, Europäische Grüne)
  • Marine Le Pen (Front National, Rechtsextreme)
  • Jean-Luc Mélenchon (Front de gauche, Sozialisten und Kommunisten)
  • Philippe Poutou (Nouveau parti anticapitaliste, Linksradikale)
  • Nicolas Sarkozy (Union pour un mouvement populaire, Konservative)

Nicolas Sarkozy François Hollande Jean-Luc Mélenchon
Geb. 28. Jänner 1955 in Paris, Sohn eines Ungarn und einer Französin; studierte Öff. Recht und Politikwissenschaft; 1983 bis 2002 Bürgermeister von Neuilly-sur-Seine bei Paris; 1993 bis 1995 Haushaltsminister; 1999 EU-Parlamentarier für zwei Monate; ab 2002 Innenminister, ab 2004 Wirtschafts-, Finanzen und Industrieminister; seit 2007 Präsident; heiratete 2008 Carla Bruni (3. Ehe), insgesamt vier Kinder. Geb. 12. August 1954 in Rouen, Seine-Maritime; studierte Rechtswissenschaften, Politikwissenschaften, Betriebswirtschaft und Verwaltung; ab 1981 Berater von Präsident François Mitterand; 1988 bis 1991 Professor für Ökonomie an der SciencesPo; 1997 bis 2008 Vorsitzender der PS; trennte sich 2007 nach fast 30 Jahren von seiner Parteikollegin Ségolène Royal, mit der er vier Kinder hat. Mitglied des französischen Senats; 2000 bis 2002 Minister für Berufsbildung unter Premier Lionel Jospin; vertrat in der Parti socialiste die linkssozialistische Strömung, verließ die Partei 2008 wegen Ségolène Royal und gründete in der Folge die Parti de Gauche (Linksfront); seit 2009 Parteichef und EU-Abgeordneter; hat eine erwachsene Tochter.
MarineLe Pen François Bayrou Eva Joly
Geb. 5. August 1968 in Neuilly-sur-Seine; Tochter des rechtsextremen Jean-Marie Le Pen; arbeitete 1992 bis 1998 als Rechtsanwältin; versucht die Front National zu modernisieren und distanziert sich offiziell von Rassismus und Antisemitismus, fordert aber härtere Gesetze für Einwanderer, tritt für die Todesstrafe ein; seit 2004 EU-Abgeordnete; war zweimal verheiratet und hat drei Kinder. Geb. 25. Mai 1951 in Bordères bei Pau als Sohn eines Kleinbauern; studierte Klassische Literatur; ab 1993 Minister für nationale Bildung, 1999 bis 2002 EU-Abgeordneter; derzeit Vorsitzender des Movement démocrate; kandidierte bereits 2002 und 2007 für die Präsidentschaft; praktizierender Katholik und Laizist; verheiratet und sechsfacher Vater. Geb. 5. Dezember 1943 in Grünerløkka, Oslo als Gro Eva Farseth; kam als 18-Jährige als Au-pair nach Paris, heiratete den Sohn der Gastfamilie († 2001), hat zwei Kinder; arbeitete als Juristin und deckte 1995 bis 2002 trotz Einschüchterungen, Einbrüchen und Morddrohungen die Elf-Aquitaine-Schmiergeldaffäre auf; seit 2009 EU-Abgeordnete, Vorsitzende des Entwicklungsausschusses im EU-Parlament.

Vorwahl der Sozialisten
Die Parti Socialiste hat ihren Kandidaten im Oktober 2011 bei Vorwahlen gekürt. Die Stichwahl gewann der frühere Parteivorsitzende François Hollande mit 56 zu 44 Prozent der Stimmen gegen die aktuelle Vorsitzende Martine Aubry.

Gescheiterte Kandidaten
Nicht geschafft hat es der frühere Premierminister Dominique de Villepin (République solidaire). Er bekam die notwendigen 500 Unterstützungserklärungen von gewählten Volksvertretern ebensowenig zusammen wie der National-Gaullist Nicolas Dupont-Aignan, die Christdemokratin Christine Boutin und Frédéric Nihous von der Partei der Jäger und Fischer.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-04-04 22:00:54
Letzte Änderung am 2012-04-23 19:01:43


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