AKW-Katastrophe Fukushima


EPA/KIMIMASA MAYAMA.
Das Erdbeben der Stärke 9,0 am 11.3.2011 und der verheerende Tsunami haben in Japan Tausende Menschen in den Tod gerissen und das Land in eine atomare Katastrophe gestürzt. Der Super-GAU in Fukushima ist die schwerste atomare Katastrophe seit Tschernobyl. Das Dossier hält Sie über die Folgen der Atomkatastrophe in Japan und über mögliche Risiken der Atomenergie auf dem Laufenden.



Zwei tote Ratten in der Nähe von wichtigem Gerät waren angeblich der Grund für eine vorübergehende Abschaltung eines Systems zur Reaktorkühlung. - APAweb / Reuters / Tokyo Electric Power Co / Handout

Experten fordern Reparaturen an Atomanlage Fukushima

Tote Ratten führten zu Abschaltung

  • IAEA gibt Ratschläge nach Inspektion.

Wien. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat die Betreiberfirma der beschädigten japanischen Atomanlage Fukushima zu weiteren Reparaturarbeiten aufgefordert. Das Unternehmen Tepco solle "seine Bemühungen fortsetzen, die Zuverlässigkeit wichtiger Systeme zu verbessern... weiter




Das AKW Ohi in der Fukui Präfektur im Westen des Landes. - APAweb / REUTERS/Issei Kato/Files

Japan: Gericht weist Antrag auf AKW-Schließung zurück

  • Trotz Sicherheitsbedenken: Standort mit höherer Erdbebengefahr

Tokio. Ein japanisches Gericht hat die Schließung der beiden einzigen aktiven Kernkraftwerke im Land trotz Sicherheitsbedenken von Experten abgelehnt. Atomkraftgegner hatten die Abschaltung der Reaktoren in der Anlage Ohi des Energiekonzerns Kansai Electric Power beantragt... weiter




15 Stunden lang gab es kein frisches Kühlwasser. - APAweb / AP/Tokyo Electric Power Co

Kühlsysteme laufen wieder

Löste Ratte Kurzschluss im AKW Fukushima aus?

  • Temperatur in der Atomruine sinkt wieder.

Tokio. Eine Ratte hat möglicherweise den Stromausfall in Japans havariertem Atomkraftwerk Fukushima ausgelöst, durch den vorübergehend die Kühlsysteme mehrerer Abklingbecken lahmgelegt worden waren. An einer provisorischen Schaltanlage seien Brandspuren und in der Nähe ein totes Tier gefunden worden... weiter




Ein Stromausfall in Fukushima sorgte erneut für Aufregung. - APAweb/EPA/ISSEI KATO

Reaktor 4 als Risikofaktor

Stromausfall in Fukushima legte vorübergehend Kühlsysteme lahm

  • Stromausfall sorgte für Ausfälle und Aufregung

Fukushima. Ein Stromausfall im havarierten Atomkraftwerk Fukushima hat auf einen Schlag mehrere Kühlsysteme für Abklingbecken abgebrannter Brennstäbe lahmgelegt. Bis Mittwochfrüh (Ortszeit) sollte die Kühlung aller vier betroffenen Abklingbecken jedoch wieder funktionieren... weiter




Mit einer Schweigeminute  hat am Montag  Japan der Opfer der Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe vor zwei Jahren gedacht. Um 14.46 Uhr Ortszeit legten die Menschen in den Katastrophengebieten und anderen Orten eine Schweigeminute für die fast 19.000 Todesopfer des Tsunami ein - genau zu dem Zeitpunkt, als am 11. März 2011 ein Erdbeben der Stärke 9,0 Japan heimsuchte. (Im Bild: Schweigeminute im Tokio-Dome vor dem Baseball-Spiel Kuba gegen Niederlande. - APAweb / AP Photo/Koji Sasahara

In Bildern

Fukushima: Zum Gedenken Schweigen

  • Tausende gingen gegen den Atomkurs der neuen Regierung auf die Straße.

weiter




Ein Neutron schießt bei der Kernspaltung auf einen Urankern - und Barium- und Kryptonkerne entstehen. Drei schnelle Neutronen werden frei, die ihrerseits wieder Urankerne spalten. - fotolia

Atomenergie ohne Zukunft

  • Risikoforscher Kromp sieht Potenziale der Kernkraft eng begrenzt - bereits vor 2020 könnte es Engpässe bei den Uranvorkommen geben.

Wien. Die derzeit heftig diskutierte Energiewende in Europa ist freilich ein langfristiges Projekt. Ziel ist, bis 2030 einen bestimmten Anteil der Erneuerbaren Energien auf EU-Ebene festzuschreiben. Deutschland hat bereits angekündigt, aus der Kernenergie auszusteigen... weiter




Die letzten Trümmer von Fukushima sind noch nicht restlos beseitigt - und doch sollen bald neue Kernkraftwerke entstehen. - APAweb/REUTERS/Kyodo

"Mythos der atomaren Sicherheit"

Tepco verharmloste Tsunami-Gefahr in Fukushima

  • Energiebetreiber wollte Fukushima nicht schließen

Tokio. Mehr als anderthalb Jahre nach dem Atomunglück von Fukushima hat die Betreibergesellschaft Tepco erstmals die bewusste Verharmlosung der Gefahren eingeräumt. Das Unternehmen Tokyo Electric Power Company erklärte am Freitag in einem Bericht, das Risiko heruntergespielt zu haben... weiter




AKW weltweit

Neo-Präsident Milos Zeman (r.) bei Heinz Fischer. Österreich hat er als zweites Land nach der Slowakei besucht. - epa/Jäger

Temelin sorgte diesmal nicht für Zwietracht

  • Tschechiens Präsident Zeman traf Fischer - Einigkeit bei AKW-Sicherheit.

Wien. (klh) Es ist ein Thema, das nie ausgespart wird, wenn ein tschechisches Staatsoberhaupt Österreich besucht: das umstrittene Atomkraftwerk Temelin. Keine Ausnahme bildete da der Besuch des neuen tschechischen Präsidenten Milos Zeman am Dienstag in Wien bei seinem österreichischen Amtskollegen... weiter




Aufnahme des Kosloduj AKW - Wikicommons

Reaktor abgeschaltet

Panne im AKW Kosloduj

Wegen einer Panne ist ein Atomreaktor im bulgarischen Kernkraftwerk Kosloduj an der Donau abgeschaltet worden. Dazu sei es am Sonntagabend gekommen, nachdem Wasserstoff zur Abkühlung eines Generators ausgeflossen war, teilte das AKW an der Donau am Montag mit... weiter





Temelin sorgte diesmal nicht für Zwietracht

Neo-Präsident Milos Zeman (r.) bei Heinz Fischer. Österreich hat er als zweites Land nach der Slowakei besucht. - epa/Jäger Wien. (klh) Es ist ein Thema, das nie ausgespart wird, wenn ein tschechisches Staatsoberhaupt Österreich besucht: das umstrittene Atomkraftwerk... weiter




Reaktor abgeschaltet

Panne im AKW Kosloduj

20130415Kosloduj - Wikicommons Wegen einer Panne ist ein Atomreaktor im bulgarischen Kernkraftwerk Kosloduj an der Donau abgeschaltet worden. Dazu sei es am Sonntagabend gekommen... weiter




Ukraine

Schneemassen ließen Dach bei Atomruine Tschernobyl einstürzen

FILE UKRAINE CHERNOBYL NUCLEAR POWER PLANT - APA/ EPA/MYKOLA LAZARENKO Kiew. In der "Todeszone" um das 1986 havarierte ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl sorgt ein Dach-Einsturz an der hoch verstrahlten Ruine für... weiter



Werbung



Wissen: Radioaktive Stoffe

Wissen: Radioaktive Stoffe Gefahr durch radioaktives Jod, Cäsium, Strontium und Plutonium. (kats) Kommt es zu einem Reaktorunfall... weiter




Die tödlichen Gefahren der Strahlung

Das radioaktive Isotop Jod 131 ((8,02 Tage Halbwertszeit)) wird vor allem von der Schilddrüse aufgenommen. Diese braucht für ihre Hormonbildung enorm... weiter




Wissen: Kernschmelze, GAU und Super-GAU

Bei einer Kernschmelze erhitzen sich die Brennstäbe so sehr, dass sie ihre feste Form verlieren. Im ummantelten Brennstab befindet sich der Stoff... weiter




Atomenergie ohne Zukunft

Ein Neutron schießt bei der Kernspaltung auf einen Urankern - und Barium- und Kryptonkerne entstehen. Drei schnelle Neutronen werden frei, die ihrerseits wieder Urankerne spalten. - fotolia Wien. Die derzeit heftig diskutierte Energiewende in Europa ist freilich ein langfristiges Projekt. Ziel ist, bis 2030 einen bestimmten Anteil der... weiter




Weltweit künftig mehr Krebstote

Kindergarten children play near a geiger counter at a Douhou Kindergarten, Fukushima - REUTERS/Chris Meyers Stanford. Durch den Reaktorunfall von Fukushima könnten im Extremfall weltweit bis zu 1.300 Menschen mehr an Krebs sterben. Bis zu 2... weiter




Die Wahrheit hinter dem Super-GAU in Fukushima

Japan Nuclear - AP /Shizuo Kambayashi Wien. Die Zeit heilt alle Wunden, weiß ein altes Sprichwort. Außer in Japan, könnte man hinzufügen: Mindestens 250... weiter



Mit einer Schweigeminute  hat am Montag  Japan der Opfer der Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe vor zwei Jahren gedacht. Um 14.46 Uhr Ortszeit legten die Menschen in den Katastrophengebieten und anderen Orten eine Schweigeminute für die fast 19.000 Todesopfer des Tsunami ein - genau zu dem Zeitpunkt, als am 11. März 2011 ein Erdbeben der Stärke 9,0 Japan heimsuchte. (Im Bild: Schweigeminute im Tokio-Dome vor dem Baseball-Spiel Kuba gegen Niederlande.


Beliebte Inhalte



Inzucht macht Wölfe krankheitsanfällig. Forscher bauen Wildbrücken, damit die Raubtiere wandern und sich mischen können. - keystone
  • Zum Erhalt der Art benötigen die Raubtiere Partner mit anderem Blut.
  • weiter

Rekonstruktion der Überreste des wikingerzeitlichen Häuptlingssitzes in Borre. - LBI Arch Pro/Wallner
  • Österreichische Archäologen sind Weltspitze in der nicht-invasiven Erkundung aussichtsreicher Grabungsstätten.
  • weiter

1.088 PS aus einer selbst entwickelten und für 600 Kilometer ausreichenden Batterie beschleunigen das 1,65 Tonnen schwere Sportauto in 2,8 Sekunden von Null auf 100. - APAweb/ABTA.AT
  • Rimac begann 2007 in seiner Garage mit dem Bau seines ersten Elektroautos auf Basis eines alten BMW.
  • weiter

  • Neue Vogelgrippe H7N9 kann sich durch die Luft verbreiten - allerdings nicht sehr effektiv.
  • weiter

Wien. (gral) Immer wieder muss Frauen im gebärfähigen Alter die Gebärmutter entfernt werden. Oft sind sogenannte Myome...weiter

Der Satellit beherbergte zahlreiche Species. - Bild: Roskosmos
  • De Biosputnik ist zurück.
  • weiter

  • Neue Vogelgrippe H7N9 kann sich durch die Luft verbreiten - allerdings nicht sehr effektiv.
  • weiter

Angelina Jolie im Jahr 2001 mit ihrer sechs Jahre später im Alter von 56 Jahren verstorbenen Mutter Marcheline Bertrand. - reuters
  • Bei bestimmten Genmutationen ist das Brustkrebsrisiko um ein Vielfaches erhöht.
  • weiter

Dank und viel Beifall für Helmut Denk. - apa/Hochmuth
  • Scheidendes ÖAW-Präsidium zieht positive Bilanz und erhält Anerkennung.
  • weiter

Klonen kann gefährlich sein, wie Steven Spielbergs "Jurassic Park" zeigt. - apa/Universal/Amblin
  • Klonen ist ein zentrales Thema der Science Fiction in Film und Literatur.
  • weiter





Ein Farbenrausch während der Eröffnungszeremonie.

Gottfried Helnwein, Peinlich, 1971, Die Wolldecke eines Navajo-Häuptlings wurde bei Sothebys in New York für rund 221.000 US-Doller versteigert. Es war die erste Auktion aus dem Nachlass der Sammlung Andy Williams, des bekannten US-amerikanischen Popsängers und Fernsehentertainers.

Chondrocladia lyra, ein fleischfressender Schwamm, lebt über drei Kilometer tief im Pazifik vor der Küste von Kalifornien. Die Art wurde von der Universität von Arizona in Tempe (USA) für die Liste der skurrilsten Entdeckungen 2012 ausgewählt. 25.5.2013: Vier Tage nach dem Tornado in Oklahoma werden die Einwohner nur mühsam die Blechtrümmer los.

Werbung