AKW-Katastrophe Fukushima


EPA/KIMIMASA MAYAMA.
Das Erdbeben der Stärke 9,0 am 11.3.2011 und der verheerende Tsunami haben in Japan Tausende Menschen in den Tod gerissen und das Land in eine atomare Katastrophe gestürzt. Der Super-GAU in Fukushima ist die schwerste atomare Katastrophe seit Tschernobyl. Das Dossier hält Sie über die Folgen der Atomkatastrophe in Japan und über mögliche Risiken der Atomenergie auf dem Laufenden.


Ein Reaktor des Atomkraftwerks Sendai soll wieder hochgefahren werden. - © APAweb/EPA, Kyushu Electric Power Company

Japan

Erster Atomreaktor wird wieder in Betrieb genommen

  • Sendai 1 soll am Dienstag hochgefahren werden.

Tokio. Gegen breiten Widerstand in der Bevölkerung nimmt Japan gut vier Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima erstmals wieder einen Kernreaktor in Betrieb. Der Betreiberkonzern Kyushu Electric Power kündigte am Montag an, den ersten Block des Atomkraftwerks Sendai in der südwestlichen Provinz Kagoshima an diesem Dienstag wieder anzuschalten... weiter




Fukushima

Atomkraftwerke sollen wieder ein Fünftel des Stroms in Japan liefern1

  • Industrieministerium legte Pläne für künftigen Energiemix vor.

Tokio. In Japan sollen Atomkraftwerke trotz großer Skepsis der Bevölkerung künftig wieder ein Fünftel der Stromversorgung des Landes decken. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, den das Industrieministerium in Tokio am Dienstag vorlegte. Bis 2030 sollen 20 bis 22 Prozent des Stroms aus Atomkraftwerken kommen... weiter




Fukushima

Erstmals radioaktive Spuren von Fukushima-Unfall in Amerika2

  • Geringe Konzentration von Cäsium 134 an Pazifik-Küste nachgewiesen.

Montreal/Fukushima. Vier Jahre nach dem Atomunfall im japanischen Fukushima sind erstmals vor der Küste Nordamerikas radioaktive Spuren des Vorfalls nachgewiesen worden. In zwei Proben, die im Februar im Pazifik vor der kanadischen Provinz British Columbia genommen wurden, wurde erstmals Cäsium 134 entdeckt... weiter




Ein Japaner steht an einer Gedenktafel, die an die Opfer der Fukushima-Katastrophe erinnern soll. - © APAweb/EPA, Kimmasa Mayama



Ein japanisches Paar betet für die Opfer. Die Folgen der Fukushima-Katastrophe: 19.000 Menschen starben oder werden bis heute vermisst. - © APAweb / AP, Kyodo News

Fukushima

Japan gedenkt der Opfer der Fukushima-Katastrophe1

  • Schweigeminute zum Zeitpunkt des Erdbebens am 11. März 2011 - 19.000 Menschen tot oder vermisst.

Tokio. Der japanische Kaiser Akihito hat am Mittwoch mit bewegenden Worten an die Opfer der Tsunami-Katastrophe von vor vier Jahren erinnert. "Viele Menschen, sowohl in den betroffenen Regionen wie auch den Orten, in die sie nach der Evakuierung gebracht wurden, leben bis zum heutigen Tag weiter unter schwierigen Bedingungen", sagte der 81-Jährige... weiter




Gedenken im Schutzanzug: Noch immer sind weite Landstriche um die AKW-Ruine radioaktiv kontaminiert. - © reuters/Toru Hanai

Japan

Leben in der Warteschleife

  • Vier Jahre nach dem Super-GAU von Fukushima wohnen 120.000 Menschen noch immer in Behelfsquartieren.

Fukushima. Jetzt würde der beste Teil ihres Lebens beginnen, dachte Frau Yamamoto. 40 Jahre lang hatte sie im Büro des nur wenige Kilometer entfernten Atomkraftwerks Fukushima Daiichi gearbeitet, das ihrer Heimat, der Kleinstadt Okuma, einen gewissen Wohlstand gebracht hatte. Im soeben angetretenen Ruhestand würde es nun endlich genug Zeit für ihre... weiter




Container-Siedlung für Fukushima-Flüchtlinge. - © APAweb / REUTERS, Toru Hanai

Japan

Tod auf der Flucht vor der Strahlung2

  • Viele Tote unter den Überlebenden der Fukushima-Katastrophe.

Fukushima. Der Tsunami riss vor vier Jahren 19.000 Menschen in den Tod und löste die Atomkatastrophe in Fukushima aus. Tausende mussten fliehen und sind bis heute Flüchtlinge im eigenen Land. Noch immer können rund 120.000 Menschen wegen der Strahlung nicht in ihre Heimat zurück. Viele sind an den gesundheitlichen Auswirkungen des harten Lebens in... weiter




AKW weltweit

Frankreich

Areva will chinesische Investoren an Bord holen3

  • Atomkonzern gehört zu 85 Prozent dem französischen Staat.

Paris. Der angeschlagene französische Atomkonzern Areva strebt Partnerschaften mit chinesischen Energieunternehmen an. China sei für Areva von zentraler Bedeutung, sagte Verwaltungsratschef Philippe Varin der französischen Zeitung "Journal de Dimanche". "Jetzt ist die Zeit, Allianzen zu schließen, weil der Atomsektor des Landes wächst und... weiter




Das Atomkraftwerk in Krsko soll um zwei Jahrzehnte länger betrieben werden. - © APAweb / Stringer / EPA / picturedesk.com

Atomenergie

Krsko soll bis 2043 laufen2

  • Slowenien und Kroatien einig über Weiterbetrieb bis 2043, Kritik aus Österreich und EU.

Wien. Slowenien und Kroatien haben sich auf eine Laufzeitverlängerung des gemeinsam betriebenen Atomkraftwerks Krsko geeinigt. Eigentlich sollte der Reaktor im Jahr 2023 stillgelegt werden - nun soll er bis 2043 Strom liefern. Aus Österreich und auch aus Brüssel gab es daran am Dienstag Kritik. Das Atomkraftwerk sei "sicher und wirtschaftlich"... weiter




Temelin

Aufsichtsbehörde stuft Zwischenfall als "Störung" ein

  • Undichte Stelle im Kühlsystem als Ursache für das Problem.

Temelin. Die tschechische Atomaufsicht hat den jüngsten Zwischenfall im umstrittenen AKW Temelin als "Störung" bewertet. Auf der internationalen Skala Ines entspreche der Vorfall der Stufe eins, teilte die Behörde in Prag mit. Grund für das Problem sei eine undichte Stelle im Kühlsystem mit einem Durchmesser von einem Zentimeter gewesen... weiter




Hinkley Point B in Somerset. - © Wikicommons, CC BY-SA 2.0, Robin Somes

Hinkley Point C

Österreich brachte Klage vor EU-Gericht ein4

  • Faymann: Subventionen nur für "moderne" Technologien.

Wien/London. Österreich hat am Montag beim Europäischen Gericht seine Klage gegen die Genehmigung staatlicher Beihilfen für den Bau des britischen Atomkraftwerks Hinkley Point C eingebracht. Subventionen sollen "moderne" Technologien unterstützen, die im "allgemeinen Interesse aller EU-Staaten" liegen... weiter





Fukushima






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Belgien

Schäden in Atomkraftwerken größer als bekannt

20150226belgiewnatom - © Wikicommons, Michielverbeek, CC BY-SA 3.0 Brüssel. Die Schäden in belgischen Atomreaktoren sind größer als bisher bekannt. Wie die Brüsseler Zeitung "Le Soir" berichtete... weiter




Störfall

Atomarer Kurzschluss

The Zaporizhzhya nuclear power plant is pictured in the town of Enerhodar - © reuters Kiew/Wien. Ein Kurzschluss war es, der den Störfall im ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja ausgelöst hat. In dem leistungsstärksten... weiter




Atomenergie

Der Strahlenschutz bröckelt

 - © apa/Andreas Troescher Wien/Prag. Die vier Reaktoren haben keine Schutzhülle. Bei den Stresstests nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima 2011 sind sie durchgefallen... weiter





Fukushima

"Eine Katastrophe ohne Ende"

Tokio. Vor knapp 900 Tagen hat sich der bisher größte Atom-Unfall in der Geschichte der Menschheit ereignet. Nach einem Tsunami... weiter






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