AKW-Katastrophe Fukushima


EPA/KIMIMASA MAYAMA.
Das Erdbeben der Stärke 9,0 am 11.3.2011 und der verheerende Tsunami haben in Japan Tausende Menschen in den Tod gerissen und das Land in eine atomare Katastrophe gestürzt. Der Super-GAU in Fukushima ist die schwerste atomare Katastrophe seit Tschernobyl. Das Dossier hält Sie über die Folgen in Japan, über Entwicklungen in der Kernenergie weltweit und über mögliche Risiken der Atomenergie auf dem Laufenden.


Die unsichtbare Gefahr: Arbeiter in Schutzanzügen kämpfen im AKW Fukushima gegen austretendes radioaktives Wasser (Archivbild vom Oktober 2014).  - © APAweb/ AP, Koji Sasahara

Nach Fukushima

Viele Helfer bei Evakuierung verstrahlt

  • 38 Prozent waren über der jährlich zulässigen Dosis ausgesetz, weitere Atomreaktor soll gestartet werden.

Fukushima/Tokio. Viereinhalb Jahre nach dem Atomunglück von Fukushima hat die japanische Regierung Ergebnisse von Strahlenmessungen bei Evakuierungshelfern veröffentlicht. Demnach waren 38 Prozent der insgesamt knapp 3.000 Soldaten, Feuerwehrleute und Polizisten Strahlungswerten ausgesetzt, die über der jährlich zulässigen Dosis von ein... weiter




Ein Teil dieses Wassers wird vorsichtshalber abgepumpt, um eine Kontaminierung vorab zu verhindern. Dieses Wasser wurde schon seit dem vergangenen Jahr ins Meer geleitet. - © APAweb/EPA

Zwischenfall

AKW-Betreiber leitete dekontaminiertes Wasser ins Meer

  • Verseuchte Wassermengen auf 680.000 Tonnen angewachsen.

Tokio. Die Betreibergesellschaft des Atomkraftwerks im japanischen Fukushima hat Mitte September damit begonnen, große Mengen dekontaminiertes Wasser ins Meer zu leiten. Wie das Unternehmen Tepco mitteilte, sollten am ersten Tag 850 Tonnen aufgefangenes Grundwasser abgelassen werden. Es handelt sich den Angaben zufolge um Wasser... weiter




Ein Reaktor des Atomkraftwerks Sendai soll wieder hochgefahren werden. - © APAweb/EPA, Kyushu Electric Power Company

Japan

Erster Atomreaktor wird wieder in Betrieb genommen

  • Sendai 1 soll am Dienstag hochgefahren werden.

Tokio. Gegen breiten Widerstand in der Bevölkerung nimmt Japan gut vier Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima erstmals wieder einen Kernreaktor in Betrieb. Der Betreiberkonzern Kyushu Electric Power kündigte an, den ersten Block des Atomkraftwerks Sendai in der südwestlichen Provinz Kagoshima wieder anzuschalten... weiter




AKW Weltweit

Doel: Störungsanfälliges AKW in grüner Umgebung. - © Wwuyts - Creative Commons

Atomkraft

Das Pannenkraftwerk macht weiter Probleme2

  • Belgisches AKW Doel schaltet weiteren Block ab.

In Belgien ist abermals ein Reaktorblock des Atomkraftwerks Doel nach technischen Problemen abgeschaltet worden. Nach Angaben der Betreibergesellschaft Electrabel wurde der 433 Megawatt-Reaktor Doel 1 am Samstagabend wegen einer Störung an einem Generator im nicht-nuklearem Bereich stillgelegt... weiter




Luftaufnahme des Kernkraftwerks Doel in Belgien. - © Wikicommons, CC BY-SA 3.0

Belgien

Umstrittener Atomreaktor nach Panne vom Netz2

  • Reaktor Doel 3 musste nur kurz nach Hochfahren von Doel 2 wieder abgeschaltet werden.

Brüssel. In Belgien ist erneut ein umstrittener Atomreaktor wegen einer Panne vom Netz genommen worden. Wie der Betreiber Electrabel mitteilte, wurde im Reaktor Doel 3 bei Antwerpen ein Wasserleck an einem Generator im nicht-nuklearen Bereich der Anlage entdeckt... weiter




Der Reaktor 2 in Tihange wurde vergangene Woche wieder hochgefahren. 2014 war er wegen Haarrissen in der Hülle abgeschaltet worden. - © afp

Atomkraft

"Was ist denn schon passiert?"5

  • Umweltschützer laufen Sturm gegen Wiederinbetriebnahme der belgischen Atommeiler.

Huy. Die Aufregung ist mittlerweile schon über die Grenze nach Deutschland geschwappt. Und dort machen vor allem Umweltverbände und die Grünen keinen Hehl daraus, was sie von der Wiederinbetriebnahme der alternden und pannengeplagten belgischen Atommeiler halten... weiter




Atomkraft

Mehr Ausbauer als Aussteiger5

  • Trotz der Fukushima-Katastrophe erlebt die Atomkraft ein Hoch. Die Beschlüsse des Pariser Klimagipfels könnten diese Entwicklung weiter befeuern.

Wien. (rs) Beim vor knapp zehn Tagen zu Ende gegangenen Klimagipfel hat man die Sache zumindest formal völlig umschifft. Im Pariser Abkommen, das die Welt vor dem endgültigen Hitzekollaps bewahren soll, wird das Thema Kernenergie mit keinem einzigen Wort erwähnt... weiter





Fukushima






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Kernenergie

Radioaktive Stoffe

Kommt es zu einem Reaktorunfall, dann entweichen aus einem Atomkraftwerk unterschiedliche Stoffe. So werden etwa Edelgase wie Xenon oder Krypton freigesetzt. Diese sind auch bei Einatmen ungiftig. Gefährlich für den Menschen sind indes radioaktives Jod, Cäsium, Strontium und Plutonium...

Radioaktivität

Die tödlichen Gefahren der Strahlung

Das radioaktive Isotop Jod 131 ((8,02 Tage Halbwertszeit)) wird vor allem von der Schilddrüse aufgenommen. Diese braucht für ihre Hormonbildung enorm viel Jod, "wird radioaktives Jod angereichert, strahlt es lokal im Schilddrüsengewebe einige Millimeter oder Zentimeter und es kann sich...

Kernschmelze

Kernschmelze, GAU und Super-GAU

Der größte anzunehmende Unfall (GAU) in einem Kernkraftwerk bezeichnet den schwersten, unter Einsatz aller Sicherheitssysteme noch beherrschbaren Störfall. Die Umwelt wird dabei nicht über die zulässigen Grenzwerte hinaus mit Strahlen belastet...



Ein Japaner steht an einer Gedenktafel, die an die Opfer der Fukushima-Katastrophe erinnern soll.


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