AKW-Katastrophe Fukushima


EPA/KIMIMASA MAYAMA.
Das Erdbeben der Stärke 9,0 am 11.3.2011 und der verheerende Tsunami haben in Japan Tausende Menschen in den Tod gerissen und das Land in eine atomare Katastrophe gestürzt. Der Super-GAU in Fukushima ist die schwerste atomare Katastrophe seit Tschernobyl. Das Dossier hält Sie über die Folgen der Atomkatastrophe in Japan und über mögliche Risiken der Atomenergie auf dem Laufenden.


Ein Japaner steht an einer Gedenktafel, die an die Opfer der Fukushima-Katastrophe erinnern soll. - © APAweb/EPA, Kimmasa Mayama



Ein japanisches Paar betet für die Opfer. Die Folgen der Fukushima-Katastrophe: 19.000 Menschen starben oder werden bis heute vermisst. - © APAweb / AP, Kyodo News

Fukushima

Japan gedenkt der Opfer der Fukushima-Katastrophe1

  • Schweigeminute zum Zeitpunkt des Erdbebens am 11. März 2011 - 19.000 Menschen tot oder vermisst.

Tokio. Der japanische Kaiser Akihito hat am Mittwoch mit bewegenden Worten an die Opfer der Tsunami-Katastrophe von vor vier Jahren erinnert. "Viele Menschen, sowohl in den betroffenen Regionen wie auch den Orten, in die sie nach der Evakuierung gebracht wurden, leben bis zum heutigen Tag weiter unter schwierigen Bedingungen", sagte der 81-Jährige... weiter




Gedenken im Schutzanzug: Noch immer sind weite Landstriche um die AKW-Ruine radioaktiv kontaminiert. - © reuters/Toru Hanai

Japan

Leben in der Warteschleife

  • Vier Jahre nach dem Super-GAU von Fukushima wohnen 120.000 Menschen noch immer in Behelfsquartieren.

Fukushima. Jetzt würde der beste Teil ihres Lebens beginnen, dachte Frau Yamamoto. 40 Jahre lang hatte sie im Büro des nur wenige Kilometer entfernten Atomkraftwerks Fukushima Daiichi gearbeitet, das ihrer Heimat, der Kleinstadt Okuma, einen gewissen Wohlstand gebracht hatte. Im soeben angetretenen Ruhestand würde es nun endlich genug Zeit für ihre... weiter




Container-Siedlung für Fukushima-Flüchtlinge. - © APAweb / REUTERS, Toru Hanai

Japan

Tod auf der Flucht vor der Strahlung2

  • Viele Tote unter den Überlebenden der Fukushima-Katastrophe.

Fukushima. Der Tsunami riss vor vier Jahren 19.000 Menschen in den Tod und löste die Atomkatastrophe in Fukushima aus. Tausende mussten fliehen und sind bis heute Flüchtlinge im eigenen Land. Noch immer können rund 120.000 Menschen wegen der Strahlung nicht in ihre Heimat zurück. Viele sind an den gesundheitlichen Auswirkungen des harten Lebens in... weiter




Japan

Neues Leck in Fukushima entdeckt

  • Hochradioaktives Wasser gelangt in den Pazifik

Tokio. Am havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist ein neues Leck geortet worden, durch das hochradioaktives Wasser ins Meer ausgetreten ist. Sensoren hätten an der Stelle Werte gemessen, die bis zu 70 Prozent über den ohnehin hohen Belastungswerten des Komplexes gelegen hätten, teilte der Betreiber Tepco mit... weiter




Die letzten abgebrannten Brennstäbe aus dem Reaktorblock 4 konnten geborgen werden. Die Aufräumarbeiten sind allerdings noch lange nicht vorbei. - © APA web / epa

Fukushima

Brennstäbe aus Atomkraftwerk geborgen3

  • Global 2000 drängt auf IAEA-Reform hin zu "Notfalls-Hilfsorganisation".

Fukushima/Wien. Im havarierten Atomkraftwerk Fukushima in Japan sind laut dem Betreiber Tepco die letzten abgebrannten Brennstäbe aus dem Reaktorblock 4 geborgen worden. Abgeschlossen sind die Aufräumarbeiten in Folge der Atomkatastrophe vor mehr als dreieinhalb Jahren noch lange nicht. Österreichische Umweltschützer forderten ein Eingreifen der... weiter




Japan

Protest gegen neue Reaktoren

  • Tausende demonstrieren in Tokio gegen Atomkraft.

Tokio. Dreieinhalb Jahre nach dem Atomunglück von Fukushima haben am Dienstag rund 16.000 Menschen in der japanischen Hauptstadt Tokio gegen die Wiederinbetriebnahme von Atomreaktoren protestiert. Japan habe die Katastrophe noch immer nicht kritisch aufgearbeitet, sagte Literaturnobelpreisträger Kenzaburo Oe auf der Kundgebung laut dem Sender NHK... weiter




AKW weltweit

Erstmals seit Jahrzehnten sollen in Großbritannien neue AKW-Reaktoren in der Anlage Hinkley Point C entstehen. Schon bei Bekanntwerden der Pläne im Jahr 2012 gab es Proteste. - © Corbis/redorbital/Demotix

Atomenergie

Kernkraft spaltet die EU12

  • Atomenergie ist einer aktuellen Studie aus Österreich zufolge um vieles teurer als erneuerbare Energien. Dennoch hat die EU-Kommission zugestimmt, den Neubau zweier Atomreaktoren in Großbritannien zu fördern - Österreich will klagen.

Brüssel/Wien. Wenn es um die Stromproduktion geht, ist sich die EU nur in einem Punkt einig: Die verwendeten Technologien müssen CO2-arm sein, um die Klimaziele bis 2020 zu erreichen. Darüber, ob man bei den Alternativen zu fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien oder auf Kernenergie setzt, scheiden sich allerdings die Geister... weiter




Hinkley Point B in Somerset. - © Wikicommons, CC BY-SA 2.0, Robin Somes

Hinkley Point C

Schützenhilfe gegen britisches AKW

  • Greenpeace Energy klagt wegen genehmigter Beihilfen die EU-Kommission.

Berlin/Brüssel. Der deutsche Ökostromanbieter Greenpeace Energy wird die Europäische Kommission wegen der genehmigten Beihilfen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C verklagen. Einer juristischen Kooperation mit Österreich steht man offen gegenüber. Geht das geplante britische Kernkraftwerk Hinkley Point C mit seinen zwei AKW-Blöcken im... weiter




Frankreich

Reparaturen nach Leck im Akw Fessenheim dauern an

  • Atomkraftgegner rufen für Samstag zu Kundgebung in Straßburg auf.

Fessenheim. In dem seit Samstag wegen eines Lecks abgeschalteten Block 1 des französischen Atomkraftwerks Fessenheim am Oberrhein werden die Reparaturen fortgesetzt. Die Arbeiten würden voraussichtlich im Laufe der Woche abgeschlossen, sagte ein Sprecher des Stromkonzerns EdF. Unmittelbar danach werde der nahe der Grenze zu Deutschland gelegene... weiter




Blick auf das Kernkraftwerk Tihange mit seinen Kühltürmen. - © Wikicommons, Michielverbeek, CC BY-SA 3.0

Belgien

Schäden in Atomkraftwerken größer als bekannt6

  • Risse von 15 bis 18 Zentimeter in Tihange und Doel.

Brüssel. Die Schäden in belgischen Atomreaktoren sind größer als bisher bekannt. Wie die Brüsseler Zeitung "Le Soir" berichtete, weisen die Druckbehälter in den mittlerweile abgeschalteten Reaktoren Doel 3 und Tihange 2 Risse im Umfang von 17,9 bzw. 15,4 Zentimeter auf. Diese Zahlen habe der Betreiber "Electrabel" dem begischen Parlament genannt... weiter





Fukushima






Werbung



Atomenergie

Kernkraft spaltet die EU

Erstmals seit Jahrzehnten sollen in Großbritannien neue AKW-Reaktoren in der Anlage Hinkley Point C entstehen. Schon bei Bekanntwerden der Pläne im Jahr 2012 gab es Proteste. - © Corbis/redorbital/Demotix Brüssel/Wien... weiter




Hinkley Point C

Schützenhilfe gegen britisches AKW

20150304hiinkley - © Wikicommons, CC BY-SA 2.0, Robin Somes Berlin/Brüssel. Der deutsche Ökostromanbieter Greenpeace Energy wird die Europäische Kommission wegen der genehmigten Beihilfen für das britische... weiter




Belgien

Schäden in Atomkraftwerken größer als bekannt

20150226belgiewnatom - © Wikicommons, Michielverbeek, CC BY-SA 3.0 Brüssel. Die Schäden in belgischen Atomreaktoren sind größer als bisher bekannt. Wie die Brüsseler Zeitung "Le Soir" berichtete... weiter





Atomstrom

Atomenergie ohne Zukunft

Ein Neutron schießt bei der Kernspaltung auf einen Urankern - und Barium- und Kryptonkerne entstehen. Drei schnelle Neutronen werden frei, die ihrerseits wieder Urankerne spalten. - © fotolia Wien. Die derzeit heftig diskutierte Energiewende in Europa ist freilich ein langfristiges Projekt. Ziel ist, bis 2030 einen bestimmten Anteil der... weiter




Fukushima

Weltweit künftig mehr Krebstote

Kindergarten children play near a geiger counter at a Douhou Kindergarten, Fukushima - © REUTERS/Chris Meyers Stanford. Durch den Reaktorunfall von Fukushima könnten im Extremfall weltweit bis zu 1.300 Menschen mehr an Krebs sterben. Bis zu 2... weiter




Fukushima

"Eine Katastrophe ohne Ende"

Tokio. Vor knapp 900 Tagen hat sich der bisher größte Atom-Unfall in der Geschichte der Menschheit ereignet. Nach einem Tsunami... weiter





Ein Japaner steht an einer Gedenktafel, die an die Opfer der Fukushima-Katastrophe erinnern soll.


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Ein Weltkulturerbe erholt sich
  2. Das Gehirn verarbeitet neue Wörter zu Bildern
  3. Das Erbgut in der Petrischale
  4. Ein neues Grab für alte Gebeine
  5. Grenzen so weit wie möglich ausdehnen
Meistkommentiert
  1. "Unsere Zukunft liegt im All"
  2. Grenzen so weit wie möglich ausdehnen
  3. Klimawandel hat zu Desaster auf Vanuatu beigetragen
  4. Die Sonne hinter dem Mond
  5. Österreicher halten Burn-out nicht für "Modeerscheinung"

Werbung