
In Japan bereiten sich die ersten Evakuierten aus der Gegend nahe des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Daiichi auf die Rückkehr vor. Mehr als ein Jahr nach der Sperre der Evakuierungszone rund um die Atomruine erklärte die Regierung drei Gemeinden für teilweise wieder zugänglich. Der Bürgermeister des am Rande der 20-Kilometer-Sperrzone... weiter
Tokio. Für einen Moment lang stand das Leben in Japan still: Mit einer Schweigeminute und Gebeten gedachten die Bewohner des Inselreichs der rund 19.000 Toten und Vermissten der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vor einem Jahr. Um 14.46 Uhr Ortszeit (6.46 Uhr MEZ) senkten die Menschen teils in Schnee und Kälte in den verwüsteten Küstenregionen... weiter
Fukushima/Tokio. Kenzo Sasaki trägt keine Atemmaske. Der 70-jährige Milchbauer hat auch keinen Geigerzähler. Mehrfach hat die Stadt hier die Strahlung gemessen. 0,3 Mikrosievert pro Stunde - das sei wenig für Fukushima-Stadt, erklärt er. Schließlich gehört die Präfekturhauptstadt zu den am schlimmsten betroffenen Regionen außerhalb der... weiter
Wien. Japan habe noch Glück gehabt, die wahren Folgen der Katastrophe von Fukushima werde man erst in einigen Jahren sehen können, die Kommunikation darüber seitens der Kraftwerk-Betreiber und Behörden sei eine Farce gewesen, und die Stresstests für europäische Kernkraftwerke seien nur eine Alibi-Aktion... weiter
" Wiener Zeitung": Herr Coulmas, Sie leben seit Jahren in Tokio und waren auch am 11. März 2011 in der japanischen Hauptstadt. Woran haben Sie gemerkt, dass es sich diesmal nicht um eines der alltäglichen Erdbeben handelt, von denen Japan mehr als tausend pro Jahr erlebt? Florian Coulmas: Es wurde sehr schnell klar... weiter
Wien. Die Zeit heilt alle Wunden, weiß ein altes Sprichwort. Außer in Japan, könnte man hinzufügen: Mindestens 250.000 Jahre wird das Plutonium in der Umwelt bleiben, das durch die Explosion in Fukushima in die Luft geschleudert wurde. Und die Auswirkungen für die Gesundheit der Bevölkerung werden sich erst in den nächsten zehn... weiter
Wissen: Radioaktive Stoffe Gefahr durch radioaktives Jod, Cäsium, Strontium und Plutonium. (kats) Kommt es zu einem Reaktorunfall, dann entweichen aus einem Atomkraftwerk unterschiedliche Stoffe. So werden etwa Edelgase wie Xenon oder Krypton freigesetzt. Diese sind auch bei Einatmen ungiftig. Gefährlich für den Menschen sind indes radioaktives... weiter
Tokio. Die japanische Regierung will in einigen Wochen zwei Atommeiler wieder in Betrieb nehmen. Industrieminister Yukio Edano sagte am Freitag, die Bevölkerung in der Umgebung von Oi, 100 Kilometer nördlich von Osaka, werde gegen Ende Juli vielleicht "Verständnis" für das Anfahren der dortigen Reaktoren 3 und 4 haben... weiter
Politisch war dieser Weg im ressourcenarmen Japan leichter durchzusetzen als im von Tschernobyl langfristig geschockten Mitteleuropa. Die Atomkraft wird nicht nur als klimafreundliche Alternative dargestellt, sie gilt auch als wesentlicher Faktor für die Unabhängigkeit des Landes, insbesonders vom instabilen Nahen Osten... weiter