AKW-Katastrophe Fukushima


EPA/KIMIMASA MAYAMA.
Das Erdbeben der Stärke 9,0 am 11.3.2011 und der verheerende Tsunami haben in Japan Tausende Menschen in den Tod gerissen und das Land in eine atomare Katastrophe gestürzt. Der Super-GAU in Fukushima ist die schwerste atomare Katastrophe seit Tschernobyl. Das Dossier hält Sie über die Folgen in Japan, über Entwicklungen in der Kernenergie weltweit und über mögliche Risiken der Atomenergie auf dem Laufenden.


Das neuerliche Erdbeben in Nordost-Japan hatte laut dem japanischen Wetterdienst eine Stärke von 7,4, das Epizentrum lag unter dem Meeresboden vor Fukushima. - © APAweb / Reuters, Toru Hanai

Japan

Schwacher Tsunami nach Erdbeben in Fukushima2

  • Keine größeren Schäden an Atomkraftwerken - Flutwellen deutlich kleiner als 2011.

Tokio. Ein starkes Erdbeben hat am Dienstag im Gebiet des japanischen Katastrophenreaktors Fukushima eine neue Tsunami-Flutwelle ausgelöst. Die Flutwellen hätten die Küste vor dem Kraftwerksgelände mit einer Höhe von rund einem Meter erreicht und offenbar keine größeren Schäden angerichtet, teilte der Reaktorbetreiber Tepco mit... weiter




Die Bewohner der Küstenstadt Iwaki am Rande der Sperrzone von Fukushima suchen nach der Tsunami-Warnung das Weite. - © APAweb/REUTERS/Kyodo

Japan

Flutwellen nach schwerem Beben an Nordost-Küste13

  • Erdbeben der Stärke 7,4 mit Epizentrum vor der Küste, bis zu drei Meter hohe Flutwelle erwartet.
  • Tsunami-Warnung unter anderem auch für Region Fukushima, Regierung richtet Krisenstab ein, laut Behörden keine erhöhte Radioaktivität gemessen.

Tokio. In Japan haben die Behörden am Dienstag nach einem schweren Erdbeben vor einer bis zu drei Meter hohen Flutwelle gewarnt. Nach Angaben der Meteorologiebehörde hatte das Beben am frühen Morgen (Ortszeit) eine Stärke von 7,4 und ist eine Gefahr für die Gebiete, die schon 2011 bei der Atomkatastrophe von Fukushima betroffen waren... weiter




Japan

"Das ist Tsunami-Gebiet"1

  • Nach der Flutwelle 2011 beschlossen viele Gemeinden in Ostjapan, noch höhere Schutzmauern hochzuziehen als zuvor. Dabei hielten die meisten damals den Wasserwänden nicht stand.

Tokio. Nach dem heftigen Erdbeben hatte Hiroko Otsukas Mutter ihre beiden Enkel, vier und sieben Jahre alt, von der Schule abgeholt und nach Hause gebracht. Die Bucht von Kesennuma war erfüllt vom Geheul der Sirenen und vom Schneetreiben an einem kalten Wintertag im März vor fünf Jahren. Lautsprecherdurchsagen warnten die Bewohner... weiter




AKW Weltweit

Österreich blickt ausgesprochen skeptisch auf das Atomkraftwerk Paks. - © Creative Commons - Barna Rovács (Rovibroni)

Russland

Mehr Geld für Orbáns AKW-Pläne

  • Russland ist bereit, den Ausbau des Kernkraftwerk Paks zu 100 Prozent zu finanzieren.

Budapest. Mit gleich drei Flugzeugen ist am Donnerstag die russische Delegation mit Präsident Wladimir Putin an der Spitze in Budapest gelandet - zu einem Besuch, von dem ein noch engerer Schulterschluss mit seinem Gastgeber Viktor Orbán gegen die EU ausgehen dürfte... weiter




Die beiden Reaktorblöcke am Rheinseitenkanal. - © Creative Commons - Florival fr

Fessenheim

Kommunisten für Atomkraft4

  • Die französische Gewerkschaft CGT unterstützt den staatlichen Energiekonzern.

Etwa 400  Mitarbeiter des Atomkraftwerks Fessenheim haben mit einem Streik gegen dessen Schließung protestiert. Sie versammelten sich am Montagmorgen, nachdem die kommunistische Gewerkschaft CGT zu einem "unbegrenzten Streik" ab 06.00 Uhr aufgerufen hatte... weiter




Zwei Wochen dauerte es, den neuen Sicherheitsmantel über den explodierten Reaktor zu schieben. - © APAweb/Reuters, Gleb Garanich

Tschernobyl

Riesige neue Schutzhülle erreichte Atomruine2

  • Größtes bewegliches Bauwerk der Welt über alten Betonsarkophag geschoben.

Tschernobyl. Eine neue Schutzhülle für den 1986 explodierten Reaktor in Tschernobyl hat die ukrainische Atomruine erreicht. Bei Schneefall und bedecktem Himmel bereiteten Arbeiter und Experten die Präsentation des Stahlmantels vor. Zu der Zeremonie wurden am Dienstag unter anderen der ukrainische... weiter




Das Schweizer AKW Gösgen ging 1979 ans Netz. - © apa

Atomenergie

Schweizer stimmen über Atomausstieg ab5

  • Eidgenössische AKW sind bis zu 45 Jahre alt. Ausgang des Votums ist völlig ungewiss.

Bern. (ag.) Am kommenden Sonntag ist es so weit, dann stimmen die Eidgenossen über die Abschaltung ihrer Atomkraftwerke ab. 45 Jahre sind diese bereits in Betrieb und das Rennen um die "Atomausstiegsinitiative" ist äußerst spannend. Der Ausgang ist völlig ungewiss... weiter





Fukushima






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Kernenergie

Radioaktive Stoffe

Kommt es zu einem Reaktorunfall, dann entweichen aus einem Atomkraftwerk unterschiedliche Stoffe. So werden etwa Edelgase wie Xenon oder Krypton freigesetzt. Diese sind auch bei Einatmen ungiftig. Gefährlich für den Menschen sind indes radioaktives Jod, Cäsium, Strontium und Plutonium...

Radioaktivität

Die tödlichen Gefahren der Strahlung

Das radioaktive Isotop Jod 131 ((8,02 Tage Halbwertszeit)) wird vor allem von der Schilddrüse aufgenommen. Diese braucht für ihre Hormonbildung enorm viel Jod, "wird radioaktives Jod angereichert, strahlt es lokal im Schilddrüsengewebe einige Millimeter oder Zentimeter und es kann sich...

Kernschmelze

Kernschmelze, GAU und Super-GAU

Der größte anzunehmende Unfall (GAU) in einem Kernkraftwerk bezeichnet den schwersten, unter Einsatz aller Sicherheitssysteme noch beherrschbaren Störfall. Die Umwelt wird dabei nicht über die zulässigen Grenzwerte hinaus mit Strahlen belastet...




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