AKW-Katastrophe Fukushima


EPA/KIMIMASA MAYAMA.
Das Erdbeben der Stärke 9,0 am 11.3.2011 und der verheerende Tsunami haben in Japan Tausende Menschen in den Tod gerissen und das Land in eine atomare Katastrophe gestürzt. Der Super-GAU in Fukushima ist die schwerste atomare Katastrophe seit Tschernobyl. Das Dossier hält Sie über die Folgen der Atomkatastrophe in Japan und über mögliche Risiken der Atomenergie auf dem Laufenden.


Die letzten abgebrannten Brennstäbe aus dem Reaktorblock 4 konnten geborgen werden. Die Aufräumarbeiten sind allerdings noch lange nicht vorbei. - © APA web / epa

Fukushima

Brennstäbe aus Atomkraftwerk geborgen3

  • Global 2000 drängt auf IAEA-Reform hin zu "Notfalls-Hilfsorganisation".

Fukushima/Wien. Im havarierten Atomkraftwerk Fukushima in Japan sind laut dem Betreiber Tepco die letzten abgebrannten Brennstäbe aus dem Reaktorblock 4 geborgen worden. Abgeschlossen sind die Aufräumarbeiten in Folge der Atomkatastrophe vor mehr als dreieinhalb Jahren noch lange nicht. Österreichische Umweltschützer forderten ein Eingreifen der... weiter




Japan

Protest gegen neue Reaktoren

  • Tausende demonstrieren in Tokio gegen Atomkraft.

Tokio. Dreieinhalb Jahre nach dem Atomunglück von Fukushima haben am Dienstag rund 16.000 Menschen in der japanischen Hauptstadt Tokio gegen die Wiederinbetriebnahme von Atomreaktoren protestiert. Japan habe die Katastrophe noch immer nicht kritisch aufgearbeitet, sagte Literaturnobelpreisträger Kenzaburo Oe auf der Kundgebung laut dem Sender NHK... weiter




Dreieinhalb Jahre nach der Katastrophe gibt es noch immer Probleme in Fukushima. - © APAweb / EPA, Kimimasa Mayama

Fukushima

Atomarbeiter verklagen Fukushima-Betreiber Tepco

  • Auch dreieinhalb Jahre nach der Katastrophe sind dort weiter täglich Kolonnen im Einsatz.

Fukushima. Wegen Unterschlagung ihrer Gefahrenzulagen ziehen erstmals Arbeiter aus der japanischen Atomruine Fukushima gegen die Verantwortlichen vor Gericht. Die vier Kläger, von denen zwei derzeit weiter in der Atomanlage im Auftrag eines Subunternehmers beschäftigt sind, fordern rund 90 Millionen Yen (rund 657.000 Euro)... weiter




Der Witwer mit einem Foto seiner Frau.  - © APAweb/  REUTERS, Kyodo

Fukushima

Tepco muss nach Selbstmord zahlen3

  • Die Hinterbliebenen der Japanerin erhalten 356.000 Euro Entschädigung.

Fukushima. Wegen des Selbstmords einer Japanerin in Folge der Atomkatastrophe von Fukushima ist der Betreiber der Unglücksreaktoren erstmals zu einer Entschädigungszahlung verurteilt worden. Die Frau hatte sich im Alter von 58 Jahren aus Verzweiflung über ihre unsichere Zukunft mit Benzin übergossen und in Brand gesteckt... weiter




Insgesamt arbeiten heute rund 35.700Menschen bei Tepco. - © APAweb /  EPA, KIMIMASA MAYAMA/POOL

Japan

Sayonara Fukushima8

  • Tepco-Mitarbeiter verlassen in Scharen das havarierte Atomkraftwerk.

Stigmatisierung, Lohnkürzungen und Radioaktivität: das sind einige der Gründe, warum seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima vor drei Jahren viele Beschäftigte der Betreiberfirma Tepco gekündigt haben. Nun kommt ein weiterer Faktor hinzu: besser bezahlte Jobs in der Ökostrom-Industrie. Ein Vergleich zeigt: während 2010 nur 134 Mitarbeiter von... weiter




Fukushima

Unterirdischer Eiswall soll Wasserverseuchung eindämmen

  • Drei Jahre nach dem Unglück schon 435.000 Kubikmeter aufgefangen.

Tokio. An der havarierten japanischen Atomanlage Fukushima haben am Montag die Bauarbeiten für ein gigantisches Projekt zur Begrenzung der radioaktiven Verseuchung des Grundwassers begonnen. Die Betreibergesellschaft Tepco will mit 1.550 unterirdisch zu verlegenden Rohren einen 1,5 Kilometer langen Eiswall errichten... weiter




Atomenergie

Filtersystem in Fukushima erneut wegen Defekts abgeschaltet

  • Ungeklärter Leistungsabfall.

Fukushima. Der Betreiber der havarierten Atomanlage Fukushima hat erneut ein System zur Reinigung von radioaktiv verseuchtem Wasser heruntergefahren. Das Unternehmen Tepco teilte mit, dass die gesamte Filteranlage seit Dienstag früh stillstehe, nachdem auch das letzte ihrer drei Teilsysteme abgeschaltet worden sei... weiter




AKW weltweit

"Unfall" im Atomkraftwerk Saporischschja. Die AKW der Ukraine sind in desolatem Zustand. - © reuters

Störfall

Atomarer Kurzschluss1

  • Die Nuklearenergie der Ukraine ist hoffnungslos veraltet - Vorfall in AKW Saporischschja als Warnschuss.

Kiew/Wien. Ein Kurzschluss war es, der den Störfall im ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja ausgelöst hat. In dem leistungsstärksten Kernkraftwerk Europas ist nach der Panne der dritte Reaktorblock abgeschaltet worden. Der technische Defekt hat sich nach Angaben des Kraftwerksbetreibers bereits am vergangenen Freitag ereignet... weiter




 - © apa/Andreas Troescher

Atomenergie

Der Strahlenschutz bröckelt9

  • Grenznahes AKW Dukovany ging wieder in Volllast-Betrieb, Österreich macht mobil gegen geplantes Atommüll-Endlager in Tschechien.

Wien/Prag. Die vier Reaktoren haben keine Schutzhülle. Bei den Stresstests nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima 2011 sind sie durchgefallen. Das zwischen 1985 und 1987 in Betrieb genommene, tschechische Kernkraftwerk Dukovany, nur 35 Kilometer von der Grenze und 200 Kilometer von Wien entfernt, gilt als veraltet... weiter




Der erste Atomkraftwerksbau in Europa seit Katastrophe von Fukushima ist beschlossene Sache. - © APA / dpa, Emily Wabitsch

EU-Kommission

Österreich will gegen AKW-Neubau in Großbritannien klagen3

  • EU-Kommission gab grünes Licht für Staatsbeihilfen.

Brüssel. Die EU-Kommission hat am Mittwoch doch Grünes Licht für Staatsbeihilfen beim Neubau des britischen AKW Hinkley gegeben. Es gab eine Mehrheit unter den Kommissaren dafür, Österreichs Noch-Regionalkommissar Johannes Hahn votierte allerdings dagegen, hieß es in Kommissionskreisen in Brüssel. Es handelt sich bei Hinkley um den ersten Bau eines... weiter




Das AKW Fessenheim im Elsass in Frankreich. - © APA/webEPA, PATRICK SEEGER

Atomkraft

"In der Verantwortung jedes EU-Staates"

  • Designierte Vizepräsidenten der EU-Kommission für Energieunion über Atomkraft und AKW.

Brüssel. Die designierte Vizepräsidenten der EU-Kommission für die Energieunion, Alenka Bratusek, hat sich in der Frage der Atomkraftnutzung vorsichtig zurückhaltend gezeigt. Die Kernkraft liege in der nationalen Verantwortung jedes EU-Staates, der seinen Energiemix selber mache, sagte Bratusek bei der Anhörung im Europaparlament am Montag... weiter





Fukushima






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Störfall

Atomarer Kurzschluss

The Zaporizhzhya nuclear power plant is pictured in the town of Enerhodar - © reuters Kiew/Wien. Ein Kurzschluss war es, der den Störfall im ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja ausgelöst hat. In dem leistungsstärksten... weiter




Atomenergie

Der Strahlenschutz bröckelt

 - © apa/Andreas Troescher Wien/Prag. Die vier Reaktoren haben keine Schutzhülle. Bei den Stresstests nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima 2011 sind sie durchgefallen... weiter




EU-Kommission

Österreich will gegen AKW-Neubau in Großbritannien klagen

20141008Kernkraftwerk - © APA / dpa, Emily Wabitsch Brüssel. Die EU-Kommission hat am Mittwoch doch Grünes Licht für Staatsbeihilfen beim Neubau des britischen AKW Hinkley gegeben... weiter





Atomstrom

Atomenergie ohne Zukunft

Ein Neutron schießt bei der Kernspaltung auf einen Urankern - und Barium- und Kryptonkerne entstehen. Drei schnelle Neutronen werden frei, die ihrerseits wieder Urankerne spalten. - © fotolia Wien. Die derzeit heftig diskutierte Energiewende in Europa ist freilich ein langfristiges Projekt. Ziel ist, bis 2030 einen bestimmten Anteil der... weiter




Fukushima

Weltweit künftig mehr Krebstote

Kindergarten children play near a geiger counter at a Douhou Kindergarten, Fukushima - © REUTERS/Chris Meyers Stanford. Durch den Reaktorunfall von Fukushima könnten im Extremfall weltweit bis zu 1.300 Menschen mehr an Krebs sterben. Bis zu 2... weiter




Fukushima

"Eine Katastrophe ohne Ende"

Tokio. Vor knapp 900 Tagen hat sich der bisher größte Atom-Unfall in der Geschichte der Menschheit ereignet. Nach einem Tsunami... weiter





Zum dritten Jahrestag haben Menschen, zum Gedenken an die Opfer des Tsunamis und die Ereignisse in Fukushima, aus Kerzen die Botschaft  "Iwaki, Bande der Freundschaft, 2014" geformt. Iwaki liegt am Rande der Sperrzone um das Kraftwerk Fukushima Daichi. Früher umfasste die Stadt 350.000 Einwohner, nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima sind viele Menschen aus Angst vor radioaktiver Strahlung weggezogen.


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Platz 10: CLEVERE ÄFFCHEN. Weißbüschelaffen können mit Lehrvideos etwas anfangen - jedenfalls wenn es darum geht, Leckereien aus einer Kiste zu holen. Den meisten der in Südamerika heimischen Tiere gelang das, nachdem sie im brasilianischen Dschungel per Video Artgenossen zugesehen hatten, die den Kistentrick schon beherrschten.

Doch nicht für immer: Liebesschlösser an der Pont des Arts in Paris werden entfernt. Böse Zungen behaupten, Markus Lanz sei als Nachfolger von Thomas Gottschalk ein Griff in die Sch . . . okolade gewesen (hier badet er jedenfalls am 23. März 2013 darin).

 Der diesjährige Friedensnobelpreis ist am Mittwoch an Malala Yousafzai aus Pakistan und Kailash Satyarthi aus Indien verliehen worden. Nette Begrüßung: Der französische Finanzminister Michel Sapin (r.) und der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos zu Beginn der Verhandlungen beim Ecofin-Treffen in Brüssel.

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