• Artikel vom 20.02.2012, 18:07 Uhr

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Fukushima dreht Handelsbilanz um


  • Japan schon 2011 mit Handelsdefizit, 2012 scheint sich Trend zu verfestigen.

Tokio.

Das Fahrrad liegt seit fast einem Jahr auf der Straße in Okuma. 11.000 Einwohner wurden im März evakuiert, nur Fotografen kommen nun vorbei.

Das Fahrrad liegt seit fast einem Jahr auf der Straße in Okuma. 11.000 Einwohner wurden im März evakuiert, nur Fotografen kommen nun vorbei.© REUTERS Das Fahrrad liegt seit fast einem Jahr auf der Straße in Okuma. 11.000 Einwohner wurden im März evakuiert, nur Fotografen kommen nun vorbei.© REUTERS

(wak) Früher war Japan eine exportorientierte Wirtschaft. Doch seit der Atomkatastrophe in Fukushima im März 2011 nimmt das Volumen der Importe zu - und überholt jenes der Exporte.

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Japan hat im Jänner ein Handelsdefizit von 1,5 Billionen Yen (14 Milliarden Euro) verzeichnet. Das ist das bisher höchste in einem Monat verzeichnete Defizit, wie die Regierung am Montag auf vorläufiger Basis mitteilte.

Gründe dafür sind einerseits die deutlich erhöhten Brennstoffeinfuhren in Folge des nuklearen Notstands in Fukushima und der daraufhin erfolgten Abschaltung fast aller Reaktoren zu Inspektionen. Andererseits macht auch der starke Yen den Exporten zu schaffen: Aufgrund der globalen Verunsicherung wird der Yen von vielen Anlegern als vergleichsweise sicherer Hafen gesehen.

Die Exporte schrumpften im Jänner im vierten Monat in Folge um 9,3 Prozent auf 4,5 Billionen Yen. Die Importe zogen um 9,8 Prozent auf 6 Billionen Yen an.

Japan hat die größte Schuldenlast unter den Industrienationen. Das Land ist bereits drei Stufen unter der Top-Bonitätsnote bei der Ratingagentur Standard & Poor’s (Japan hält bei "AA-"). S&P hat Japan am Montag vor einer weiteren Herabstufung gewarnt.




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Dokumenten Information
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Dokument erstellt am 2012-02-20 18:14:07


Tokio/Wien. (cra) Häufig war in Europa nach dem Erdbeben und der Atomkatastrophe in Fukushima die Rede von angeblich stoischen JapanerInnen, die die Katastrophen mit einer unglaublichen Ruhe ertragen würden. (Im Bild: eine Demonstration vor dem TEPCO Hauptquartier in Tokio, am 7. Juli 2011.)

Alles begann mit einem verheerenden Erdbeben der Stärke 8,9 und einem Tsunami. Die Folgen waren dementsprechend. Tokio/Wien. (cra) Erstmals seit dem Erdbeben im März durften im November Journalisten das Gelände des zerstörten Atommeilers Fukushima Daiichi besuchen.


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