Tokio.

Japan hat im Jänner ein Handelsdefizit von 1,5 Billionen Yen (14 Milliarden Euro) verzeichnet. Das ist das bisher höchste in einem Monat verzeichnete Defizit, wie die Regierung am Montag auf vorläufiger Basis mitteilte.
Gründe dafür sind einerseits die deutlich erhöhten Brennstoffeinfuhren in Folge des nuklearen Notstands in Fukushima und der daraufhin erfolgten Abschaltung fast aller Reaktoren zu Inspektionen. Andererseits macht auch der starke Yen den Exporten zu schaffen: Aufgrund der globalen Verunsicherung wird der Yen von vielen Anlegern als vergleichsweise sicherer Hafen gesehen.
Die Exporte schrumpften im Jänner im vierten Monat in Folge um 9,3 Prozent auf 4,5 Billionen Yen. Die Importe zogen um 9,8 Prozent auf 6 Billionen Yen an.
Japan hat die größte Schuldenlast unter den Industrienationen. Das Land ist bereits drei Stufen unter der Top-Bonitätsnote bei der Ratingagentur Standard & Poor’s (Japan hält bei "AA-"). S&P hat Japan am Montag vor einer weiteren Herabstufung gewarnt.
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