Fukushima & Atomenergie

Japan

"Das ist Tsunami-Gebiet"1

  • Nach der Flutwelle 2011 beschlossen viele Gemeinden in Ostjapan, noch höhere Schutzmauern hochzuziehen als zuvor. Dabei hielten die meisten damals den Wasserwänden nicht stand.

Tokio. Nach dem heftigen Erdbeben hatte Hiroko Otsukas Mutter ihre beiden Enkel, vier und sieben Jahre alt, von der Schule abgeholt und nach Hause gebracht. Die Bucht von Kesennuma war erfüllt vom Geheul der Sirenen und vom Schneetreiben an einem kalten Wintertag im März vor fünf Jahren. Lautsprecherdurchsagen warnten die Bewohner... weiter




Fukushima

Zum Herumsitzen verdammt

  • Nicht die Strahlenbelastung nach der Fukushima-Katastrophe macht viele Menschen in der Region krank, sondern die Apathie der Überlebenden.

Tokio. Manchmal werde sie gefragt, ob man in Fukushima weiter unbesorgt in die Berge gehen könne, um wildes Gemüse zum Verzehr zu sammeln. "Wenn die Person über 70 Jahre alt ist, antworte ich: ‚Gehen Sie, so oft Sie wollen‘", sagt Dr. Sae Ochi. Sie weiß zwar, dass anders als Supermarktgemüse, das kontrolliert wird... weiter




Richtung Meeresufer beten Menschen für die Opfer des Erdbebens und Tsunamis von 2011 in Fukushima. - © APAweb / Reuters, Kyodo

Fukushima

Aufgeben oder zurückgehen3

  • Am 11. März 2011 führte ein starkes Seebeben zum Tsunami und einer Havarie im AKW Fukushima Daiichi. Viele fühlen sich vom Staat übergangen.

Tokio. Kenichi Hasegawa ist eine Seltenheit in Japan. Der frühere Milchbauer aus der 6000 Seelen-Gemeinde Iitate in Fukushima scheut sich nicht davor, deutliche Worte zu finden, wenn er über den Umgang des Staates mit den Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima spricht: "Es ist ganz klar geworden, dass die Regierung die Sache so schnell wie... weiter




Fukushima

Japan gedachte der Opfer der Tsunami-Katastrophe

  • Bewohner der Region beteten für fast 19.000 Opfer - Wiederaufbau nur schleppend.

Fukushima. Japan hat der Opfer der von einem Erdbeben ausgelösten Tsunami- und Atomkatastrophe vor fünf Jahren gedacht. Bewohner der von der Flutwelle überschwemmten Region Tohoku im Nordosten des Inselstaats beteten am Freitag für die fast 19.000 Todesopfer. Im Atomkraftwerk Fukushima war es kurz nach dem Beben zu Kernschmelzen gekommen... weiter




Fukushima

Die Bekehrung des Naoto Kan

Tokio. (sb) Ohne viel Trara betritt Naoto Kan die Bühne im deutschen Kulturzentrum Tokio. Vor dem Ex-Premier liegt zwar ein Manuskript, aber er verwendet es nicht. In seiner wiedergefundenen Rolle als Aktivist fühlt sich der 69-Jährige, in dessen Amtszeit die Fukushima-Katatstrophe fiel, sichtlich wohl... weiter




Die unsichtbare Gefahr: Arbeiter in Schutzanzügen kämpfen im AKW Fukushima gegen austretendes radioaktives Wasser (Archivbild vom Oktober 2014).  - © APAweb/ AP, Koji Sasahara

Nach Fukushima

Viele Helfer bei Evakuierung verstrahlt

  • 38 Prozent waren über der jährlich zulässigen Dosis ausgesetz, weitere Atomreaktor soll gestartet werden.

Fukushima/Tokio. Viereinhalb Jahre nach dem Atomunglück von Fukushima hat die japanische Regierung Ergebnisse von Strahlenmessungen bei Evakuierungshelfern veröffentlicht. Demnach waren 38 Prozent der insgesamt knapp 3.000 Soldaten, Feuerwehrleute und Polizisten Strahlungswerten ausgesetzt, die über der jährlich zulässigen Dosis von ein... weiter




Ein Teil dieses Wassers wird vorsichtshalber abgepumpt, um eine Kontaminierung vorab zu verhindern. Dieses Wasser wurde schon seit dem vergangenen Jahr ins Meer geleitet. - © APAweb/EPA

Zwischenfall

AKW-Betreiber leitete dekontaminiertes Wasser ins Meer

  • Verseuchte Wassermengen auf 680.000 Tonnen angewachsen.

Tokio. Die Betreibergesellschaft des Atomkraftwerks im japanischen Fukushima hat Mitte September damit begonnen, große Mengen dekontaminiertes Wasser ins Meer zu leiten. Wie das Unternehmen Tepco mitteilte, sollten am ersten Tag 850 Tonnen aufgefangenes Grundwasser abgelassen werden. Es handelt sich den Angaben zufolge um Wasser... weiter




Ein Reaktor des Atomkraftwerks Sendai soll wieder hochgefahren werden. - © APAweb/EPA, Kyushu Electric Power Company

Japan

Erster Atomreaktor wird wieder in Betrieb genommen

  • Sendai 1 soll am Dienstag hochgefahren werden.

Tokio. Gegen breiten Widerstand in der Bevölkerung nimmt Japan gut vier Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima erstmals wieder einen Kernreaktor in Betrieb. Der Betreiberkonzern Kyushu Electric Power kündigte an, den ersten Block des Atomkraftwerks Sendai in der südwestlichen Provinz Kagoshima wieder anzuschalten... weiter




Fukushima

Atomkraftwerke sollen wieder ein Fünftel des Stroms in Japan liefern2

  • Industrieministerium legte Pläne für künftigen Energiemix vor.

Tokio. In Japan sollen Atomkraftwerke trotz großer Skepsis der Bevölkerung künftig wieder ein Fünftel der Stromversorgung des Landes decken. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, den das Industrieministerium in Tokio am Dienstag vorlegte. Bis 2030 sollen 20 bis 22 Prozent des Stroms aus Atomkraftwerken kommen... weiter




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Fukushima






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Atomkraftwerk

Wird Hinkley Point doch nicht gebaut?

Der Plan von EDF für das Atomkraftwerk. - © afp/EDF Energy London. Im Juli des Vorjahres hat Österreich gegen die Subvention des Baus des britischen Atomreaktors Hinkley Point C durch die Europäische Union... weiter




Tschernobyl

Tschernobyls Schatten

Wien. (apa/dpa/afp) Auch 30 Jahre nach dem schweren Atomunfall in Tschernobyl - in der heutigen Ukraine - sind die Auswirkungen noch immer nicht... weiter




Atomkraft

AKW Fessenheim soll doch 2016 schließen

AKW Fessenheim - © Michael Schmalenstroer - Creative Commons Nach neuer Kritik aus Deutschland hat die französische Ministerin Emmanuelle Cosse bekräftigt, dass das Atomkraftwerk Fessenheim noch heuer... weiter






Kernenergie

Radioaktive Stoffe

Kommt es zu einem Reaktorunfall, dann entweichen aus einem Atomkraftwerk unterschiedliche Stoffe. So werden etwa Edelgase wie Xenon oder Krypton freigesetzt. Diese sind auch bei Einatmen ungiftig. Gefährlich für den Menschen sind indes radioaktives Jod, Cäsium, Strontium und Plutonium...

Radioaktivität

Die tödlichen Gefahren der Strahlung

Das radioaktive Isotop Jod 131 ((8,02 Tage Halbwertszeit)) wird vor allem von der Schilddrüse aufgenommen. Diese braucht für ihre Hormonbildung enorm viel Jod, "wird radioaktives Jod angereichert, strahlt es lokal im Schilddrüsengewebe einige Millimeter oder Zentimeter und es kann sich...

Kernschmelze

Kernschmelze, GAU und Super-GAU

Der größte anzunehmende Unfall (GAU) in einem Kernkraftwerk bezeichnet den schwersten, unter Einsatz aller Sicherheitssysteme noch beherrschbaren Störfall. Die Umwelt wird dabei nicht über die zulässigen Grenzwerte hinaus mit Strahlen belastet...