Fukushima & Atomenergie

Die unsichtbare Gefahr: Arbeiter in Schutzanzügen kämpfen im AKW Fukushima gegen austretendes radioaktives Wasser (Archivbild vom Oktober 2014).  - © APAweb/ AP, Koji Sasahara

Nach Fukushima

Viele Helfer bei Evakuierung verstrahlt

  • 38 Prozent waren über der jährlich zulässigen Dosis ausgesetz, weitere Atomreaktor soll gestartet werden.

Fukushima/Tokio. Viereinhalb Jahre nach dem Atomunglück von Fukushima hat die japanische Regierung Ergebnisse von Strahlenmessungen bei Evakuierungshelfern veröffentlicht. Demnach waren 38 Prozent der insgesamt knapp 3.000 Soldaten, Feuerwehrleute und Polizisten Strahlungswerten ausgesetzt, die über der jährlich zulässigen Dosis von ein... weiter




Ein Teil dieses Wassers wird vorsichtshalber abgepumpt, um eine Kontaminierung vorab zu verhindern. Dieses Wasser wurde schon seit dem vergangenen Jahr ins Meer geleitet. - © APAweb/EPA

Zwischenfall

AKW-Betreiber leitete dekontaminiertes Wasser ins Meer

  • Verseuchte Wassermengen auf 680.000 Tonnen angewachsen.

Tokio. Die Betreibergesellschaft des Atomkraftwerks im japanischen Fukushima hat Mitte September damit begonnen, große Mengen dekontaminiertes Wasser ins Meer zu leiten. Wie das Unternehmen Tepco mitteilte, sollten am ersten Tag 850 Tonnen aufgefangenes Grundwasser abgelassen werden. Es handelt sich den Angaben zufolge um Wasser... weiter




Ein Reaktor des Atomkraftwerks Sendai soll wieder hochgefahren werden. - © APAweb/EPA, Kyushu Electric Power Company

Japan

Erster Atomreaktor wird wieder in Betrieb genommen

  • Sendai 1 soll am Dienstag hochgefahren werden.

Tokio. Gegen breiten Widerstand in der Bevölkerung nimmt Japan gut vier Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima erstmals wieder einen Kernreaktor in Betrieb. Der Betreiberkonzern Kyushu Electric Power kündigte an, den ersten Block des Atomkraftwerks Sendai in der südwestlichen Provinz Kagoshima wieder anzuschalten... weiter




Fukushima

Atomkraftwerke sollen wieder ein Fünftel des Stroms in Japan liefern1

  • Industrieministerium legte Pläne für künftigen Energiemix vor.

Tokio. In Japan sollen Atomkraftwerke trotz großer Skepsis der Bevölkerung künftig wieder ein Fünftel der Stromversorgung des Landes decken. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, den das Industrieministerium in Tokio am Dienstag vorlegte. Bis 2030 sollen 20 bis 22 Prozent des Stroms aus Atomkraftwerken kommen... weiter




Fukushima

Erstmals radioaktive Spuren von Fukushima-Unfall in Amerika2

  • Geringe Konzentration von Cäsium 134 an Pazifik-Küste nachgewiesen.

Montreal/Fukushima. Vier Jahre nach dem Atomunfall im japanischen Fukushima sind erstmals vor der Küste Nordamerikas radioaktive Spuren des Vorfalls nachgewiesen worden. In zwei Proben, die im Februar im Pazifik vor der kanadischen Provinz British Columbia genommen wurden, wurde erstmals Cäsium 134 entdeckt... weiter




Ein Japaner steht an einer Gedenktafel, die an die Opfer der Fukushima-Katastrophe erinnern soll. - © APAweb/EPA, Kimmasa Mayama



Ein japanisches Paar betet für die Opfer. Die Folgen der Fukushima-Katastrophe: 19.000 Menschen starben oder werden bis heute vermisst. - © APAweb / AP, Kyodo News

Fukushima

Japan gedenkt der Opfer der Fukushima-Katastrophe1

  • Schweigeminute zum Zeitpunkt des Erdbebens am 11. März 2011 - 19.000 Menschen tot oder vermisst.

Tokio. Der japanische Kaiser Akihito hat am Mittwoch mit bewegenden Worten an die Opfer der Tsunami-Katastrophe von vor vier Jahren erinnert. "Viele Menschen, sowohl in den betroffenen Regionen wie auch den Orten, in die sie nach der Evakuierung gebracht wurden, leben bis zum heutigen Tag weiter unter schwierigen Bedingungen", sagte der 81-Jährige... weiter




Gedenken im Schutzanzug: Noch immer sind weite Landstriche um die AKW-Ruine radioaktiv kontaminiert. - © reuters/Toru Hanai

Japan

Leben in der Warteschleife

  • Vier Jahre nach dem Super-GAU von Fukushima wohnen 120.000 Menschen noch immer in Behelfsquartieren.

Fukushima. Jetzt würde der beste Teil ihres Lebens beginnen, dachte Frau Yamamoto. 40 Jahre lang hatte sie im Büro des nur wenige Kilometer entfernten Atomkraftwerks Fukushima Daiichi gearbeitet, das ihrer Heimat, der Kleinstadt Okuma, einen gewissen Wohlstand gebracht hatte. Im soeben angetretenen Ruhestand würde es nun endlich genug Zeit für ihre... weiter




Container-Siedlung für Fukushima-Flüchtlinge. - © APAweb / REUTERS, Toru Hanai

Japan

Tod auf der Flucht vor der Strahlung2

  • Viele Tote unter den Überlebenden der Fukushima-Katastrophe.

Fukushima. Der Tsunami riss vor vier Jahren 19.000 Menschen in den Tod und löste die Atomkatastrophe in Fukushima aus. Tausende mussten fliehen und sind bis heute Flüchtlinge im eigenen Land. Noch immer können rund 120.000 Menschen wegen der Strahlung nicht in ihre Heimat zurück. Viele sind an den gesundheitlichen Auswirkungen des harten Lebens in... weiter




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Fukushima






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Atomkraft

Das Pannenkraftwerk macht weiter Probleme

AKW Doel - © Wwuyts - Creative Commons In Belgien ist abermals ein Reaktorblock des Atomkraftwerks Doel nach technischen Problemen abgeschaltet worden. Nach Angaben der... weiter




Belgien

Umstrittener Atomreaktor nach Panne vom Netz

20151225doel - © Wikicommons, CC BY-SA 3.0 Brüssel. In Belgien ist erneut ein umstrittener Atomreaktor wegen einer Panne vom Netz genommen worden. Wie der Betreiber Electrabel mitteilte... weiter




Atomkraft

"Was ist denn schon passiert?"

Der Reaktor 2 in Tihange wurde vergangene Woche wieder hochgefahren. 2014 war er wegen Haarrissen in der Hülle abgeschaltet worden. - © afp Huy. Die Aufregung ist mittlerweile schon über die Grenze nach Deutschland geschwappt. Und dort machen vor allem Umweltverbände und die Grünen keinen... weiter






Kernenergie

Radioaktive Stoffe

Kommt es zu einem Reaktorunfall, dann entweichen aus einem Atomkraftwerk unterschiedliche Stoffe. So werden etwa Edelgase wie Xenon oder Krypton freigesetzt. Diese sind auch bei Einatmen ungiftig. Gefährlich für den Menschen sind indes radioaktives Jod, Cäsium, Strontium und Plutonium...

Radioaktivität

Die tödlichen Gefahren der Strahlung

Das radioaktive Isotop Jod 131 ((8,02 Tage Halbwertszeit)) wird vor allem von der Schilddrüse aufgenommen. Diese braucht für ihre Hormonbildung enorm viel Jod, "wird radioaktives Jod angereichert, strahlt es lokal im Schilddrüsengewebe einige Millimeter oder Zentimeter und es kann sich...

Kernschmelze

Kernschmelze, GAU und Super-GAU

Der größte anzunehmende Unfall (GAU) in einem Kernkraftwerk bezeichnet den schwersten, unter Einsatz aller Sicherheitssysteme noch beherrschbaren Störfall. Die Umwelt wird dabei nicht über die zulässigen Grenzwerte hinaus mit Strahlen belastet...



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