Hintergrund

Radioaktivität

Die tödlichen Gefahren der Strahlung

Wenn bei einem Unfall in einem Atomkaftwerk radioaktive Substanzen freigesetzt werden, handelt es vor allem um Jod, Cäsium, Strontium und Plutonium. Die Aufnahme in den menschlichen Körper erfolgt in erster Linie durch die Atmung, aber auch durch die Haut und über die Nahrung können diese Substanzen in den Körper gelangen... weiter




Kernenergie

Radioaktive Stoffe1

  • Gefahr durch radioaktives Jod, Cäsium, Strontium und Plutonium.

Kommt es zu einem Reaktorunfall, dann entweichen aus einem Atomkraftwerk unterschiedliche Stoffe. So werden etwa Edelgase wie Xenon oder Krypton freigesetzt. Diese sind auch bei Einatmen ungiftig. Gefährlich für den Menschen sind indes radioaktives Jod, Cäsium, Strontium und Plutonium, weil der Körper sie mit natürlichen Stoffen verwechselt... weiter




Kernschmelze

Kernschmelze, GAU und Super-GAU

Der größte anzunehmende Unfall (GAU) in einem Kernkraftwerk bezeichnet den schwersten, unter Einsatz aller Sicherheitssysteme noch beherrschbaren Störfall. Die Umwelt wird dabei nicht über die zulässigen Grenzwerte hinaus mit Strahlen belastet. Von einem "Super-GAU" spricht man hingegen, wenn ein Unfall nicht mehr beherrschbar ist... weiter




Man müsse den Bewohnern helfen, die Gesundheitsrisiken zu verstehen. Zudem müssten mentale Erkrankungen von Bewohnern, die ihre Häuser verlassen mussten, beobachtet und behandelt werden, heißt es in der Studie.  - © APAweb / EPA, Stephen Morrison

Studie

Atomkatastrophen haben schwere psychische Folgen1

  • Bessere Aufklärung der Bevölkerung gefordert - Chaotische Zustände bei Evakuierungen ebenfalls verantwortlich.

Tokio. Zum 70. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki fordern Forscher der Fukushima Medical University im Medizinjournal "The Lancet", die betroffene Bevölkerung über die tatsächlichen Gesundheitsrisiken durch Atomunfälle besser aufzuklären. Atomkatastrophen haben einer entsprechenden Studie zufolge für die Opfer gravierende... weiter




Fukushima

"Eine Katastrophe ohne Ende"3

Tokio. Vor knapp 900 Tagen hat sich der bisher größte Atom-Unfall in der Geschichte der Menschheit ereignet. Nach einem Tsunami, ausgelöst von einem gigantischen Erdbeben, explodierten im japanischen AKW Fukushima drei Reaktorblöcke. Bis heute, rund zweieinhalb Jahre nach der Katastrophe am 11. März 2011, reißen die Horrormeldungen nicht ab... weiter




Solarenergie ist gut, aber nicht überall: Auch erneuerbare Energien haben ihre Grenzen. Foto: corbis

Umweltforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker zu dem Folgen der Kernkraft-Katastrophe von Fukushima

"Signal zum Ende des Atomzeitalters"

  • Ausstieg aus Kernkraft, erneuerbare Energien auf allen Ebenen zu forcieren.
  • Energie muss effizienter gewonnen und teurer werden.

"Wiener Zeitung": Die Gefahr eines GAUs in Fukushima ist nach wie vor nicht gebannt. 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl diskutiert nun Europa über einen Ausstieg aus der Kernkraft. Eine Utopie oder sehen wir tatsächlich das Ende des Atomzeitalters? Ernst-Ulrich von Weizsäcker: Ja, es könnte sein, dass wir in 100 Jahren sagen... weiter




Keinen Zutritt haben Zivilisten in die Umgebung des Unglücksmeilers Fukushima Dai-ichi. - © AP /Shizuo Kambayashi

Fukushima

Die Wahrheit hinter dem Super-GAU in Fukushima10

  • Dokumentation auf Arte zeigt das Atomunglück ohne Beschwichtigung und Verschleierung.

Wien. Die Zeit heilt alle Wunden, weiß ein altes Sprichwort. Außer in Japan, könnte man hinzufügen: Mindestens 250.000 Jahre wird das Plutonium in der Umwelt bleiben, das durch die Explosion in Fukushima in die Luft geschleudert wurde. Und die Auswirkungen für die Gesundheit der Bevölkerung werden sich erst in den nächsten zehn... weiter




Ein Neutron schießt bei der Kernspaltung auf einen Urankern - und Barium- und Kryptonkerne entstehen. Drei schnelle Neutronen werden frei, die ihrerseits wieder Urankerne spalten. - © fotolia

Atomstrom

Atomenergie ohne Zukunft1

  • Risikoforscher Kromp sieht Potenziale der Kernkraft eng begrenzt - bereits vor 2020 könnte es Engpässe bei den Uranvorkommen geben.

Wien. Die derzeit heftig diskutierte Energiewende in Europa ist freilich ein langfristiges Projekt. Ziel ist, bis 2030 einen bestimmten Anteil der Erneuerbaren Energien auf EU-Ebene festzuschreiben. Deutschland hat bereits angekündigt, aus der Kernenergie auszusteigen, 2022 soll der letzte Reaktor vom Netz gehen... weiter




Kinderspielplatz mit Geigerzähler in Nihonmatsu, in der Präfektur Fukushima (Foto aufgenommen am 25. Farbuar 2013) - © REUTERS/Chris Meyers

Fukushima

Weltweit künftig mehr Krebstote

  • Erstmals weltweite Gesundheitsfolgen des Reaktorunfalls berechnet

Stanford. Durch den Reaktorunfall von Fukushima könnten im Extremfall weltweit bis zu 1.300 Menschen mehr an Krebs sterben. Bis zu 2.500 weitere könnten neu an Krebs erkranken - die meisten von ihnen in Japan. Dies haben US-amerikanische Forscher mit einem Computermodell errechnet. Die Zahlen liefern erstmals eine Einschätzung dazu... weiter





Fukushima






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Ein Japaner steht an einer Gedenktafel, die an die Opfer der Fukushima-Katastrophe erinnern soll.


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