• vom 12.03.2011, 10:04 Uhr

Hintergrund

Update: 22.12.2015, 13:46 Uhr

Kernschmelze

Kernschmelze, GAU und Super-GAU




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Von WZ Online/APA,dpa


    Der größte anzunehmende Unfall (GAU) in einem Kernkraftwerk bezeichnet den schwersten, unter Einsatz aller Sicherheitssysteme noch beherrschbaren Störfall. Die Umwelt wird dabei nicht über die zulässigen Grenzwerte hinaus mit Strahlen belastet. Von einem "Super-GAU" spricht man hingegen, wenn ein Unfall nicht mehr beherrschbar ist, der Reaktorkern schmilzt oder der Druckbehälter birst.

    Bei einer Kernschmelze erhitzen sich die Brennstäbe so sehr, dass sie ihre feste Form verlieren. Im ummantelten Brennstab befindet sich der Stoff, der gespalten wird - also Uran oder Plutonium. Zur Kernschmelze kann es etwa kommen, wenn Kühl- und Sicherungssysteme gleichzeitig oder kurz nacheinander ausfallen.

    Wenn das Kühlwasser absinkt, überhitzt der Reaktorkern, und die Brennstäbe werden beschädigt. Der Kern wird so heiß, dass die Schmelzmasse sich durch die Stahlwände des Reaktorbehälters frisst. Damit wird eine große Menge Radioaktivität in dem Schutzgebäude rundherum freigesetzt.

    Im Endstadium frisst sich der geschmolzene Kern durch die Wände des Reaktors, so dass radioaktive Stoffe nach außen gelangen - wie bei dem bisher größten bekanntgewordenen Unfall in einem Atomkraftwerk 1986 in Tschernobyl. Mit einer Kernschmelze gehen häufig Dampf- und Wasserstoffexplosionen einher.

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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2011-03-12 10:04:00
    Letzte ─nderung am 2015-12-22 13:46:10



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