Auf dem G8-Gipfel auf Hokkaido im Juni 2008 kündigte Japan an, die Emission von Treibhausgasen bis 2050 um 60 bis 80 Prozent zu reduzieren. Egal ob man dieses Ziel als realistisch oder als übertrieben ehrgeizig einschätzt, die Grundlage der japanischen Strategie ist die verstärkte Nutzung von Atomkraft... weiter
Die Bilder aus Japan sind erschütternd, sie stellen die Diskussion um die Atomenergie auf eine völlig neue Basis. Das Ende der AKW-Ära zeichnet sich in Deutschland unweigerlich ab. Das ist gut. Ob andere Industrienationen folgen, ist zweifelhaft. Beeindruckend sind die Disziplin und die Ruhe, mit der die Japaner angesichts des Erdbebens... weiter
Nach dem 26. April 1986 dauerte es drei Tage, bis sowjetische Quellen erstmals von einer Katastrophe sprachen. In Japan brauchte es hingegen nur einen halben Tag, bis erstmals von ernsthaften Problemen in Atomkraftwerken die Rede war. In einem Land mit entwickelter Medienlandschaft ist das bloße Verschweigen kein Rezept... weiter
Im Herbst wurde die Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke von der schwarz-gelben Koalition gegen breiten Widerstand beschlossen, angesichts der japanischen Katastrophe sprach Kanzlerin Angela Merkel aber von einem "Einschnitt", der keine Rückkehr zur Tagesordnung ermögliche. Tags darauf stellte sich heraus... weiter
Sie konzentriere sich permanent auf "die Parallelität der Kernkraftrisiken in Japan mit jenen in Deutschland", kritisiert Kepplinger. Was ist in seinen Augen ein angemesseneres journalistisches Handeln? Sollten Medien also nicht der Frage nachgehen, ob in Deutschland oder anderen Ländern aufgrund der gleichen Technologie ähnliche Risiken bestehen?... weiter
In Japan geht mit Leid auf "live-stream" die High-Tech-Society unter. In Libyen und Bahrain versinkt der Glaube an die Unveräußerlichkeit der Menschenrechte. Im einen Land werden außer Kontrolle geratene Kernreaktoren sich selbst überlassen, und mit der ursprünglichen Erdbeben-Tsunami-Katastrophe ist es heillos überfordert... weiter
Die Institution des europaweiten Volksbegehrens, das Grüne und SPÖ in schöner Eintracht anstreben, wird es freilich noch später geben, nämlich erst ab März 2012. Und dann beginnt zunächst ein endloser Fristenlauf, an dessen Ende erst wieder die EU-Kommission entscheidet, wie mit dem Begehren zu verfahren ist - ein Beweis übrigens dafür... weiter
Ein unauflöslicher Widerspruch: Kernenergie verlangt 100-prozentige Sicherheit. Die gibt es aber nicht. Nirgends. Dieses "Restrisiko" wird nun von Atomkraftwerks-Betreibern in Form von finanziellen Rücklagen "abgebildet", wie es so schön heißt. Bei dieser Kostenwahrheit wird allerdings gelogen, dass sich die Balken biegen. Sie sind viel zu niedrig... weiter
Während in Europa über die Qualität der Stresstests für Atomkraftwerke gestritten wird, fallen heimische Grüne auf, weil sie ein Gutachten über die Dissertation von EU-Kommissar Johannes Hahn veröffentlichen. Und vergreifen sich deutlich im Ton: Selbst wenn an den Plagiatsvorwürfen etwas dran sein sollte... weiter
Für die CDU ist es ein politischer Tsunami: Baden-Würtemberg zu verlieren ist von der Bedeutung wie für die ÖVP, Niederösterreich zu verlieren. Angela Merkel als CDU-Obfrau ist zwar unbestritten, aber die Chefin einer zutiefst verunsicherten Regierungspartei zu sein, ist auch nicht lustig. Aus auswärtiger Sicht ist anzumerken... weiter