• vom 09.06.2017, 11:45 Uhr

Future Challenge

Update: 04.07.2017, 18:03 Uhr

Future Challenge

"Die Macht der Medien"




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Nina Flori

  • Die Redaktion der "Wiener Zeitung" vergab beim Schülerwettbewerb für einen satirischen Videobeitrag ihren Spezialpreis an eine Projektgruppe des Abteigymnasiums in Seckau.

Die Moderatorin des Abends, Mona Müller (W24), mit dem stellvertretenden Chefredakteur Walter Hämmerle bei der Übergabe des Redaktionspreises.

Die Moderatorin des Abends, Mona Müller (W24), mit dem stellvertretenden Chefredakteur Walter Hämmerle bei der Übergabe des Redaktionspreises.

Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klasse schlossen sich zu einem Filmteam zusammen und wurden mit ihrem Filmbeitrag erfolgreich. Er gefiel der Redaktionsjury der am besten.

Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klasse schlossen sich zu einem Filmteam zusammen und wurden mit ihrem Filmbeitrag erfolgreich. Er gefiel der Redaktionsjury der am besten.© Newald Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klasse schlossen sich zu einem Filmteam zusammen und wurden mit ihrem Filmbeitrag erfolgreich. Er gefiel der Redaktionsjury der am besten.© Newald

Wien. In ihrem Video "Die Macht der Medien" haben sich die Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klasse des Abteigymnasiums Seckau mit Vorurteilen gegenüber Flüchtlingen und Klischees befasst. Der satirische Beitrag zeigt den "typischen Österreicher" Hans-Peter, der mit einer Flasche Bier in der Hand mit seiner Familie vor dem Fernseher sitzt.

Von Flüchtlingen fühlt er sich bedroht, selbst Kontakt hatte er jedoch bisher zu keinem Einzigen von ihnen. Seine Meinung bildet er sich aufgrund der Fernsehnachrichten. Diese zeigen in der Satire, dass Flüchtlinge den Bauern die Äpfel wegessen, den Politikern die Haare vom Kopf fressen und dass junge Flüchtlinge schon die ersten Anschläge planen (im Bild dazu Kinderhände auf einer Klaviatur).

Werbung

Preiswürdige und
Prämiertes

Die Redaktion der "Wiener Zeitung" hatte all jene Beiträge, die aufgrund eines YouTube-Votings nicht unter die Top-10 gekommen sind, noch einmal durchgesehen. Sie fand dabei noch Preiswürdiges und prämierte schließlich den Beitrag des Abteigymnasiums Seckau, der im Rahmen des Wahlpflichtfachs "Die Macht der Medien" entstanden ist, mit dem Redaktionspreis.

"Er ist sehr aufwendig und kreativ gedreht, pointiert und satirisch und greift das Sensationsheischen der Medien auf. Er wirft einen zynischen Blick auf den ‚typischen Österreicher‘, befindet sich am Rande der Geschmacklosigkeit, aber sticht gerade dadurch heraus", heißt es in der Begründung der Redaktions-Jury. Gelobt wurde auch die gute schauspielerische Leistung der Darstellerinnen und Darsteller.

Fast übersehene Perlen
doch noch entdeckt

"Wir machen die Erfahrung, dass das Internet mitunter kleine Perlen übersieht. Deshalb haben wir alle Beiträge noch einmal durchgescannt und dabei diese Perle gefunden", sagt der stellvertretende Chefredakteur Walter Hämmerle. Bei den Schülerinnen und Schülern war die Freude über den Preis groß. "Wir waren aber schon auch überrascht. Denn wir haben uns auch die anderen Videos angeschaut und gemerkt, dass wir im Vergleich sehr satirisch und scharf unterwegs waren", sagt der 17-jährige Julian Kienzl, der das Filmen und den Schnitt bei der Schüler-Produktion übernahm. Scharf sei aber auch die Meinung gegenüber Flüchtlingen am Land, meint die 17-jährige Anna Marek. "Da wir recht wenige Flüchtlinge in der Schule und auch in unserer Gemeinde haben, besteht schon eine recht strenge Meinung. Das haben wir in unserem Video gezeigt", sagt sie nach der Preisverleihung. Dass ein derartiger Beitrag etwas ändern könne, glaubt sie nicht.

Aber die Arbeit könne sehr wohl zum Nachdenken und zum Schmunzeln anregen. Und die Dreharbeiten hätten auch allen ungemein viel Freude bereitet. "Wir sind auf den Videowettbewerb aufmerksam geworden und haben uns gefragt, ob man zu so einem ernsten Thema einen satirischen Beitrag machen kann", sagt der Lehrer Dominik Kandutsch. Zuerst habe man in Kleingruppen Vorurteile und Klischees zusammengesammelt, im Anschluss wurden dieses Grundmaterial schließlich in eine Rahmenhandlung verpackt. "Es ist eine gute Art, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen. Ein praktischer Zugang ist besser als Dinge nur theoretisch zu erarbeiten", sagt der Lehrer in einem Resümee über die gesamte Arbeit bei Produktion.

Die Schüler hätten jedenfalls viel dazugelernt. Das Preisgeld in Höhe von 500 Euro können sie gut gebrauchen. Es wird voraussichtlich in technisches Equipment für das Wahlpflichtfach "Die Macht der Medien" investiert. Vielleicht führt das sogar zu einem Beitrag bei der nächsten "Future Challenge".

Die Filmbeiträge aller Gewinner
gibt es unter:

www.wienerzeitung.at/futurechallenge




1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-06-09 11:50:08
Letzte ─nderung am 2017-07-04 18:03:06



Unser Partner


Werbung




Aus den 10 beliebtesten Videos der "Future Challenge - Flüchtlinge" hat eine Jury die vier Sieger-Videos ermittelt: http://www.wienerzeitung.at/youtube


Future Challenge




Sponsoren



Werbung


Werbung