Die Medizin folgt dem Geld


Ein seltener Anblick: Das Wartezimmer ist leer, man kommt gleich dran.

Fällt es leicht oder schwer, im eigenen Bezirk einen Arzt zu finden? Die "Wiener Zeitung" hat frei verfügbare Daten wie Bevölkerungszahl, Einkommen, Durchschnittsalter gesammelt und mit dem Praxisangebot in Wien korreliert.

Das in seiner simplen Eindeutigkeit doch überraschende Ergebnis: Je ärmer oder bevölkerungsreicher ein Bezirk ist, umso weniger niedergelassene Ärzte stehen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt mit interaktiver Grafik, Artikel und Interviews.

Gesundheitspolitik

Immer häufiger brauchen die Patienten Fürsprecher, um ausreichend behandelt zu werden. - © apa/HDS

Gesundheitsreform

Hausärzte warnen vor Zwei-Klassen-Medizin7

  • Bisher gibt es in Österreich nur ein Primärversorgungszentrum.

Wien. "Im Gesundheitssystem wurde vieles zerstört, aber dafür bislang kein Ersatz geboten. Die, die jetzt im System arbeiten, arbeiten auf einem Trümmerfeld." So niederschmetternd fällt das Urteil zur Gesundheitsreform von Christian Euler, Präsident des Hausärzteverbandes, aus... weiter




Gesundheitspolitik

Ärztekammer fordert Gesundheitsgipfel2

  • Vizepräsident Steinhart stellt Zahlen über "höchste Ärztedichte weltweit" in Abrede.

Wien. Die Ärztekammer fordert einen Gipfel zur Zukunft des österreichischen Gesundheitssystems. Alle relevanten Entscheidungsträger sollten teilnehmen, forderte Vizepräsident Johannes Steinhart am Dienstag in einer Aussendung. Der Vorsitzende des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger Peter... weiter




Innenpolitik-Redakteure Jan Michael Marchart und Clemens Neuhold im Gespräch mit Peter McDonald. - © Luiza Puiu

Sozialversicherung

Hälfte des Krankengeldes entfällt auf Arbeitslose15

  • Der Vorstand der Sozialversicherungsträger, Peter McDonald, über Arztproteste, Sozialmissbrauch und Kostenbremsen.

"Wiener Zeitung" : In den Spitälern kommt es zu langen Wartezeiten bei Operationen, Ambulanzen gehen über, die Ärzte gehen auf die Straße. Steckt das Gesundheitswesen in seiner größten Krise? Peter McDonald: Ich verwehre mich gegen die Behauptung, das Gesundheitswesen müsse gerettet werden... weiter




Wie es dazu kam, dass aus Gesund­heit eine Ware wurde wird unter anderem  in diesem Buch der Taschenbuch-Reihe "Attac-Basis-Texte" des VSA-Verlags beschrieben. - © VSA-Verlag

Rezension

Der Patient als Kunde4

  • Gesundheitspolitik im neoliberalen Zeitalter: Attac-Büchlein fasst die Eckpfeiler zusammen.

"Es mag hart klingen, aber es ist wahrscheinlich im Interesse aller, dass in einem freiheitlichen System die voll Erwerbstätigen oft schnell von einer vorübergehenden und nicht gefährdeten Erkrankung geheilt werden, um den Preis einer gewissen Vernachlässigung der Alten und Sterbenskranken... weiter




Dr. Beatrix Patzak (49) übernahm 1993 als erste weibliche Direktorin die Leitung des Museums in der Spitalgasse (Narrenturm).  Seit Mitte 2013 ist sie als Kassenärztin im 20. Bezirk tätig. Aktuelles Buch: Beatrix Patzak, Faszination und Ekel. Das Pathologisch-anatomische Bundesmuseum im Wiener Narrenturm (2009). - © Privat

Interview

"Medizin war immer dynamisch"5

  • Die praktische Ärztin Beatrix Patzak über Primärversorgungszentren, Elga und medizinische Ausbildung.

"Wiener Zeitung:" Sie haben lange als Wahlärztin gearbeitet. Was war der Grund, nach zehn Jahren zum Kassensystem zu wechseln? Beatrix Patzak: Für mich war die Frequenz ausschlaggebend. Diese ist bei Kassenärzten wesentlich höher. Durch den Kassenvertrag hat man eine gewisse wirtschaftliche... weiter




Bernadette Grohmann-Németh ist Ärztin, Autorin und Journalistin in Wien.

Gastkommentar

Ärzteprotest: Geldgier oder Schweigen im Walde?138

  • Kommenden Montag demonstrieren die Wiener Spitalsärzte auf der Ringstraße, um bei Arbeitszeitgesetz und Gehälter den Druck auf die Politik zu erhöhen. Dies stößt nicht überall auf Verständnis.

Endlich dürfen sie weniger arbeiten, nun können unsere Patienten auf ausgeschlafene Ärzte hoffen. Nun sollten endlich alle zufrieden sein. Alle? Nein: Die Mediziner sind immer noch nicht zufrieden - sie fordern mehr Geld. So klingen die meisten Artikel... weiter




- © apa/Herbert Pfarrhofer

Spitalsärzte

"Ein Kollaps ist wahrscheinlich"21

  • Thomas Szekeres, Präsident der Wiener Ärztekammer, über die Probleme in Österreichs Spitälern.

Wien. Derzeit kommt es in den Spitälern Österreichs zu längeren Wartezeiten bei geplanten Operationen oder in den Ambulanzen. Letztere werden auch zeitweise geschlossen. Grund ist die seit Jahresbeginn wirkende Arbeitszeitregelung. Eine EU-Vorgabe von 2003... weiter




Ab der Jahresmitte 2014 seien wirtschaftlich "düstere Wolken" aufgezogen. In der zweiten Jahreshälfte seien die Medikamentenkosten wieder um 8 Prozent gestiegen, vor allem aber führe das geringe Wirtschaftswachstum und die steigende Arbeitslosigkeit zu "geringeren Erwartungen" bei den Beitragseinnahmen. - © APA/dpa

Gesundheitspolitik

"Düstere Wolken": Krankenkassen drohen rote Zahlen2

  • Hoffnung in Steuerreform, eine Probleme durch neues Ärzte-Arbeitszeitgesetz.

Wien. Die gerade erst sanierten Krankenkassen werden voraussichtlich wieder ins Minus rutschen. Der Vorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Peter McDonald, erwartet für 2015 und 2016 rote Zahlen. "Über den Konjunkturzyklus" rechne er aber mit ausgeglichenen Finanzen... weiter




Krankenakte

Kranke Akte "Elga"12

  • Hausärzteverband warnt vor Elektronischer Gesundheitsakte.

Wien. Der Österreichische Hausärzteverband (ÖHV) hält seine Kritik an der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) aufrecht. Es handle sich um eine "kranke Akte", sagte Präsident Christian Euler am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Nach dem Fehlstart im Vorjahr drohe nun das Chaos... weiter




Grafik zum Vergrößern bitte anklicken.

Gesundheitsreform

Angst vor Leistungskürzungen6

  • Ein Drittel der Bevölkerung traut den Versprechungen der Gesundheitsreform nicht.

Wien. Oberstes Ziel der Gesundheitsreform ist eine qualitätsgesicherte, effektive und vor allem effiziente Gesundheitsversorgung für die gesamte Bevölkerung. So hieß es zumindest von Bund, Ländern und Sozialversicherung, als sie sich 2013 auf ein partnerschaftliches Zielsteuerungssystem einigten... weiter




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