Dossier
Impulstanz Festival 2017

Dance, dance, dance: Einen Monat lang steht Wien wieder im Zeichen des Tanzes. Das heurige Impulstanzfestival zeigt 63 Produktionen, die zwischen Burgtheater, Mumok, Odeon und weiteren 30 Studios in Wien präsentiert werden. Doris Uhlich wird etwa die Außenhaut der Secession zum Schwingen bringen und in der Hofstallung wird Ivo Dimchev sechs Tage lang singen, malen und dichten. Ein Schwerpunkt ist dem belgischen Enfant terrible Jan Fabre gewidmet. Von 13. Juli bis 13. August. Alle Infos unter Impulstanz.com

Ismael Ivo und seine Biblioteca do Corpo tanzt in "Oxygen" die Atemnot.  - © Karolina Miernik

ImPulsTanz

Uns geht die Luft aus4

  • Ismael Ivo denkt mit jungen Tänzern darüber nach, was mit dem Körper passiert, wenn er keinen Sauerstoff bekommt.

Wien. Zwei junge Performer stehen eng umschlungen, eingehüllt von einer Latexhülle. Sie klebt fest an ihnen, lässt keinen Bewegungsspielraum zu. Selbst dem Zuschauer bleibt die Luft weg. Erst nach und nach gelingt es ihnen, sich voneinander zu lösen. Die beiden schnappen nach Luft. "Oxygen", Sauerstoff, nennt Ismael Ivo die Performance... weiter




Impulstanz-Bilanz 2017

Freude und Bangen

  • Impulstanz-Chef Karl Regensburger zieht positive Bilanz.

Wien. (vf) Eine erfreuliche Zwischenbilanz zog Karl Regensburger am Mittwoch, vier Tage vor dem Festivalende von Impulstanz. Dennoch sieht der Intendant einmal mehr mit skeptischem Blick in die Zukunft des Festivals: Für 2018 sei es schwer, den budgetären Rahmen einzuhalten. Jedoch hofft Regensburger auf produktive Gespräche mit den zuständigen... weiter




Performance-Kritik

Giselle, der peitschende Racheengel6

  • Dada Masilo transformiert den Ballettklassiker zu einem feurigen Spektakel.

Keine in weißem Langtutu grazil leidenden Jungfrauen, die an gebrochenen Herzen verstorben sind und als Waldgeister fast schwebend über die Bühne trippeln. Vielmehr sind es bodenständige in Purpur gewandete, stampfende Racheengel, die ihre Peiniger malträtieren, bis sie tot umfallen. "Giselle" der südafrikanischen Choreografin und Tänzerin Dada... weiter




Kommentar

Ein Schwamm namens Performance9

Die Wiener Festwochen geizten heuer nicht damit und beim Impulstanz-Festival ist es sowieso die Stückbezeichnung schlechthin: die Performance. Tanz? Theater? Tanztheater? Oder Installation? So genau weiß man das nicht. Vielleicht ist sich der Veranstalter selbst bis zuletzt nicht im Klaren, was denn da auf die Bühne gehievt werden wird... weiter




In "Pontifex" wollen Marta Navaridas und Alexander Deutinger die verschiedenen Rollen des Pop-Papstes ausloten. - © Kati Gottfried

Performance-Kritik

Der Papst als Experiment

  • Das Duo Navaridas-Deutinger performt effektreich.

Ein Twitter-Account mit 32 Millionen Followern, ein Musikalbum mit dem Titel "Wake Up!" und ein Konterfei auf dem Cover des "Rolling Stone": Für viele ist Papst Franziskus - neben dem Oberhaupt der katholischen Kirche - eine Art klerikaler Rockstar. Aktuell ist er deshalb auch zentrale Figur der Performance von Marta Navaridas und Alexander... weiter




Performance-Kritik

Eine beruhigende Monotonie

  • Ian Kaler versucht mit seiner Performance "Livfe" ein Lebensporträt.

Das diesjährige Impulstanz-Festival geht in die vierte Woche. Noch bis zum 13. August finden Workshops statt, gibt es Performances zu sehen. Dieses Wochenende wurde das Akademietheater für diesen Sommer zum letzten Mal bespielt. Ohne Fächer geht da gar nichts. So heiß, so stickig und das Geschehen auf der Bühne so hermetisch... weiter




Reinszenierung vergangener Gräueltaten. - © Karolina Miernik

Perforamance-Kritik

Mit der Wucht des Hasses

  • Christine Gaigg reflektiert über Homophobie.

Zwei Performances von Christine Gaigg/2nd nature sind heuer bei Impulstanz programmiert. Die Uraufführung von "fickt euch doch ins knie" findet am Sonntag im Mumok statt. Vorher schon, am Donnerstag, wurde "Clash", das im Dezember 2016 Premiere im Tanzquartier Wien hatte, im Odeon gezeigt. Zusammengenommen fügen sich die beiden Produktionen zu... weiter




Starke Bilder mit religiösen Zitaten. - © Danny Willems

Performance-Kritik

Du bist nicht alleine3

  • Wim Vandekeybus’ jüngste Performance als religiöser Diskurs.

Es ist wie Noahs Arche, nur ohne Schiff. Und Noah ist hier ein Kind, der zum Messias wird. Diesmal setzt der belgische Performance- und Filmemacher Wim Vandekeybus in Form einer fiktiven Dokumentation auf einen religiösen Diskurs, hinterfragt Gottgläubigkeit und Fanatismus: "Mockumentary Of A Contemporary Saviour"... weiter




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