Würdevoll im Müll: Platel zeigt Menschen am Rand der Gesellschaft. - © Julian Roeder/Ju-Ostkreuz

Performance-Kritik

Mitten ins Herz4

  • Impulstanz-Festival eröffnet mit Alain Platels Müllstudie "tauberbach".

Er wolle mit seinen Performances berühren, sagte Alain Platel kürzlich. Weniger die Gehirnwindungen zu Höchstleistungen antreiben, sondern die Herzen der Zuseher. Was vielleicht kitschig klingen mag, ist heute zu einem selten gewordenen künstlerischen Ziel im zeitgenössischen Tanz geworden. Und Platels "tauberbach" zeigt... weiter




Dada Masilo war Straßentänzerin und zählt heute zu den großen Jung-Choreografinnen. - © S. Bernstein

Dada Masilo

Der schwarze Schwan4

  • Das diesjährige Impulstanz-Festival zeigt bis 17. August neben Klassikern des zeitgenössischen Tanzes auch Shootingstars wie Dada Masilo, die mit ihrem furiosen "Swan Lake" die Tanzwelt aufmischt.

Wien. "Schwanensee" - das ist weiße Hochkultur schlechthin mit Kitsch und Glamour: ein Prinz, der sich in eine Schwanenprinzessin verliebt, mit zartem Getrippel auf eleganten Spitzenschuhen und mit Tschaikowskis Klängen in seiner ballettösen Reinkultur. Bei Dada Masilo ist aber alles anders. Wobei: Weiße Tutus und Spitzenschuhe gibt es auch... weiter




Zu Tisch: Chris Haring lädt zur frugalen Meditation. - © Haring

Chris Haring

Diffuser Glanz der Großaufnahme

(pat) Im Zentrum stehen nicht die Tänzer, sondern eine kleine Handkamera. Der von einem Performer live geführte Aufzeichnungsapparat filmt Arme und Beine, vorzugsweise jedoch das ebenfalls auf der Bühne platzierte Obst und Gemüse - das Durcheinander von Gliedmaßen und Essbarem ist in XXL-Format auf der raumhohen Leinwand im Bühnenhintergrund zu... weiter




Der belgische Choreograf und Regisseur Alain Platel. - © APAweb, HERBERT NEUBAUER

Impulstanz 2014

"Vermischung der Kulturen ist die Zukunft"

  • Der belgischer Choreograf Alain Platel eröffnet am 17. Juli mit "tauberbach" das Festival.

Wien. Das ImPulsTanz Festival 2014 eröffnet am 17. Juli auf der Müllhalde: Dort hat der belgische Choreograf Alain Platel seine Produktion "tauberbach" angesiedelt. Der irritierende Abend ist zwar "eine Metapher für vieles, was auf dieser Welt passiert", aber keineswegs bloß Künstler-Fantasie. Er hat seine Ursprünge in einer Doku über eine... weiter




Chris Haring / Liquid Loft: "Talking Head" - © Michael Loizenbauer

Ein wenig kleiner

"Ein wenig kleiner"

Wien. Auch mit enger geschnalltem Gürtel lässt es sich tanzen: Mit weniger Produktionen und ohne Open-Air-Eröffnung im Museumsquartier fällt das Wiener ImPulsTanz Festival nach dem 30. Geburtstag zwar "ein wenig kleiner aus", wie Intendant Karl Regensburger bei der Programm-Pressekonferenz am Donnerstag betonte... weiter




Strawinsky goes Impulstanz: Ismael Ivo in "No sacre" im Rahmen seines Projekts "Grupo Biblioteca do Corpo". - © Axl Jansen

Nachlese 2013

Wo Jung und Alt pulsieren4

  • 30 Jahre Impulstanz-Festival in Wien: Eine Bilanz zur Jubiläumsausgabe

Wien. Vorweg: Den ursprünglichen Begriff Tanz muss man an dieser Stelle universaler betrachten, sozusagen grenzüberschreitender. Man will ja nicht pingelig erscheinen, aber "Performance" trifft es genauer - auch wenn sich das heute größte europäische Tanzevent eben Impulstanz-Festival nennt. Denn geboten wird weit mehr als "nur" Tanz... weiter




Ko Murobushi gilt als einer der radikalsten Minimalisten der Butoh-Tanzkunst. - © Laurent Ziegler

Nachlese 2013

Kapazitäten für das Unbekannte20

  • Ko Murobushi, regelmäßiger Gast beim Wiener ImPulsTanz-Festival, im Interview

Wien. Als Kind lebte er an der japanischen Küste und machte dort zwei elementare Erfahrungen: Einige Male wäre er fast ertrunken. Und einige Male schwemmte das Wasser die Körper von Ertrunkenen an Land. "Im Versuch zu sterben", schreibt Ko Murobushi heute, "begann ich zu tanzen." Er ist heute einer der bedeutendsten Vertreter des Butoh... weiter




Ko Murobushi (1947) studierte im Alter von 21 Jahren bei Butoh-Mitbegründer Tatsumi Hijikata. - © Mirolto

Ko Murobushi

Tanz der Finsternis9

Wien . (cra) "Ankoku Butoh", der "Tanz der Finsternis" bezeichnet die japanische Tanzkunst, die sich seit den 1960er Jahren von Japan aus auf der ganzen Welt ausbreitete. Für die Kunstform steht der Körper als Schnittstelle zwischen dem Ich und der Gesellschaft im Mittelpunkt, durch ihn kann Unbekanntes, Unsichtbares ausgedrückt werden... weiter




Verkeilte Zweisamkeit: "Twin Paradox" erinnert an die US-Tanzkultur der 1920er Jahre. - © Marc Coudrais

Nachlese 2013

Tanz den Marathon!3

  • Mathilde Monnier lässt bis zum Umfallen tanzen und Laien erinnern.

Wien. "Was ist los mit uns?", forscht Mathilde Monnier beim Impulstanz-Festival, zu dessen Stammgästen sie seit vielen Jahren zählt. Ihr kompromissloser Stil lässt sich nicht schubladisieren: Er ist weder minimalistisch noch abstrakt. Die französische Choreografin und seit 1993 Leiterin das Centre Choreographique national in Montpellier ist bekannt... weiter






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