Dossier
Impulstanz Festival 2017

Dance, dance, dance: Einen Monat lang steht Wien wieder im Zeichen des Tanzes. Das heurige Impulstanzfestival zeigt 63 Produktionen, die zwischen Burgtheater, Mumok, Odeon und weiteren 30 Studios in Wien präsentiert werden. Doris Uhlich wird etwa die Außenhaut der Secession zum Schwingen bringen und in der Hofstallung wird Ivo Dimchev sechs Tage lang singen, malen und dichten. Ein Schwerpunkt ist dem belgischen Enfant terrible Jan Fabre gewidmet. Von 13. Juli bis 13. August. Alle Infos unter Impulstanz.com

Starke Bilder mit religiösen Zitaten. - © Danny Willems

Performance-Kritik

Du bist nicht alleine3

  • Wim Vandekeybus’ jüngste Performance als religiöser Diskurs.

Es ist wie Noahs Arche, nur ohne Schiff. Und Noah ist hier ein Kind, der zum Messias wird. Diesmal setzt der belgische Performance- und Filmemacher Wim Vandekeybus in Form einer fiktiven Dokumentation auf einen religiösen Diskurs, hinterfragt Gottgläubigkeit und Fanatismus: "Mockumentary Of A Contemporary Saviour"... weiter




Koffi Kôkô & Floros Floridis im Wiener Akademietheater. - © Dieter Hartwig

Tanzkritik

Zwei Männer, ein Schal und die Kunst1

Schweigend ins Gespräch vertieft betreten die beiden Männer die Bühne des Akademietheaters. Koffi Kôkô, Choreograf und Voodoo-Priester aus Benin, und Floros Floridis, Jazz-Musiker aus Griechenland, wechseln im Rahmen ihres gemeinsamen Abends "Think About . . ." vom Freundschaftlichen ins Angriffslustige und wieder zurück... weiter




Der Künstler, das ist der Choreograf und Tänzer Philipp Gehmacher. - © Eva Würdinger

Performance-Kritik

Gemurmelte Dinge, die die Welt ausmachen

Es gilt Regeln zu befolgen, ehe Einlass in den zweiten Stock des Mumok gewährt wird: Kommen und Gehen ist zwar erlaubt, die Taschen sind jedoch abzugeben, die Lifte nicht zu benutzen und unter keinen Umständen solle man die Wände berühren. Das sei alleine dem Künstler vorbehalten. Der Künstler, das ist der Choreograf und Tänzer Philipp Gehmacher... weiter




Hier wird Jazz zu Tanz, Tanz zu Jazz: Salva Sanchis und Anne Teresa de Keersmaeker/Rosas: A Love Supreme. - © Herman Sorgeloos

Performance-Kritik

De Keersmaeker bringt den Jazz zum Tanzen2

Typisch De Keersmaeker: Die Bühne ist leer, es gibt keine Gassen, keine Vorhänge, man sieht die Hinterbühne. Kaum Scheinwerferlicht, die Performer in schwarzer Hose mit Joggingjacke oder unförmigem Hemd. Reduktion auf das Notwendigste. Bei "A Love Supreme" - Anne Teresa De Keersmaeker und Salva Sanchis bringen eine überarbeitete Version des... weiter




Performance-Kritik

Alles Walzer im leeren Raum5

Liebevoller als mit Walzern bei seinem fünften Impulstanz-Gastspiel seit 1997 hätte sich der deutsche Performer Raimund Hoghe Wien nicht nähern können. Doch das Publikum behandelte ihn schofel. Mehr als halb leer das Akademietheater nach Pause des mit drei Stunden gewiss zu langen Programms. Sogar die Titelnummer "La valse" hieß bei Maurice Ravel... weiter




Performance-Kritik

Schnatternd in Schwarz2

  • Mathilde Monnier und La Ribot zeigen mit "Gustavia" humorigen Feminismus.

Mathilde Monnier und La Ribot schluchzen. Man weiß nicht warum, man weiß aber gleich, dass die Heulerei keinesfalls ernst zu nehmen ist: Ein verräterischer Seitenblick der einen auf die andere und ein bewusstes Sich-in- Szene-Setzen enttarnt die beiden als Schaustellerinnen: Das komisch-groteske gewinnt in "Gustavia"... weiter




Performance-Kritik

Der Ritt auf dem Beat

  • Doris Uhlich und Michael Turinsky rütteln ihr Fleisch.

Es ist der erste und der dritte Teil ihrer "Boom Bodies"-Trilogie, die Doris Uhlich zu einem Abend zusammenfasst. Im Rahmen des Impulstanz-Festivals wird "Seismic Night" im Odeon zur beat-lastigen Hommage an Mensch und Maschine - in Überlänge. Techno mit Rüttelmaschine Es soll eine Neubearbeitung von "Universal Dancer" (2014) und "Ravemaschine"... weiter




Eine mit Folklore gespickte Revue. - © Wonge Bergmann

Performance-Kritik

Identität aus der Museumslade7

  • Jan Fabre zeigt die Uraufführung von "Belgian Rules/Belgium Rules" beim Impulstanz-Festival.

Wer sich vor dem Gang zum Impulstanz im Leopold Museum auf die Konzepte und Relikte aus 40 Jahren dargestellter Kunst einlässt, weiß sich von Jan Fabre live enttäuscht. Die knapp vier Stunden lange, pausenlose Nummernrevue "Belgian Rules/Belgium Rules" zwingt den Zuschauer in eine mit Folklore gespickte, nationale Nabelschau... weiter




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