• vom 23.04.2012, 10:57 Uhr

Insolvenzen

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Konkurs

Bei insolventer L & P Personalbereitstellung wackeln 221 Jobs


Von Kid Möchel

  • Rund 3,576 Millionen Euro Schulden wurden angehäuft – Personalüberlasser soll fortgeführt werden.

Krems. Die L & P Personalbereitstellung Ges.m.b.H. ist mit 221 Leiharbeitern in den Konkurs geschlittert, das bestätigen die Gläubigerschutzverbände Creditreform und KSV1870 der "Wiener Zeitung". Die renommierte Sanierungsanwältin Ulla Reisch wurde zur Masseverwalterin bestellt.

"Die Gründe liegen laut Insolvenzantrag in den Jahren der Wirtschaftskrise, da in Krisenzeiten Leihpersonal erstrangig abgebaut wird und Unternehmen dieser Branche naturgemäß auch weniger Aufträge erhalten", sagt KSV1870-Expertin Brigitte Dostal. " Das Unternehmen hat versucht, durch Ausweitung der Geschäftstätigkeit dem Geschäftsrückgang entgegenzuwirken, jedoch haben einige Aufträge nicht die erforderliche Bonität aufgewiesen und kam es im Zuge dessen zu erheblichen Forderungsausfällen und hohen Verlusten."

Die Schulden
Das Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen hat 3,576 Millionen Euro Schulden angehäuft, davon entfallen 3,097 Millionen Euro auf Kredite bei der Bank Austria, 213.000 Euro auf offene Gehälter und rund 120.000 Euro auf die Gebietskrankenkasse Niederösterreich (GKK NÖ).

Das Vermögen
Die Aktiva werden mit 1,5 Millionen Euro beziffert. Das freie Vermögen wird mit 708.000 Euro angegeben, davon entfallen rund 254.000 Euro liquide Mittel auf ein Konto der örtlichen Raiffeisenbank.

Die Insolvenzursachen
Die Insolvenzursachen werden auf die Wirtschaftskrise zurückgeführt, "da in Krisenzeiten Leihpersonal erstrangig abgebaut wird und Unternehmen dieser Branche naturgemäß auch weniger Aufträge erhalten", wie im Insolvenzantrag bekundet wird. Der Versuch, dem Geschäftsrückgang entgegenzuwirken und die Geschäftstätigkeit auszuweiten, soll jedoch laut KSV1870 "zu erheblichen Forderungsausfällen und hohen Verlusten" geführt haben. Von der Insolvenz sind 221 Dienstnehmer betroffen.

Das Unternehmen plant einen Fortbetrieb. Von Februar bis jetzt wurde operativ positiv gewirtschaftet. Abzuwarten bleibt aber laut Insolvenzantrag, wie die Auftraggeber auf die Konkurseröffnung reagieren. Den Gläubigern sollen 20 Prozent Quote geboten werden.




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Dokument erstellt am 2012-04-23 10:58:04


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