Rhythmusübungen benötigt jeder Musiker vom Geigenvirtuosen bis zum Triangelspieler. Als Hilfsmittel beim Üben hat das gute alte Ticktack-Metronom längst ausgedient. An seine Stelle sind elektronische Geräte und Programme getreten. Selbstverständlich gibt es auch dafür ein App.
Die Oberfläche von Tempo ist nicht nur hübsch anzusehen, sie ist auch weitgehend selbsterklärend. Sobald man auf eine Taktart klickt, erscheint eine Liste mit den verfügbaren Verhältnissen von 1/2 bis 12/8. Während für 5/8 und 7/8 die unterschiedlichen Zusammensetzungen wie etwa 2+3+2 bereitstehen, ist der 9/8 fix in Dreiergruppen geteilt. Das wäre also ein 9/8-Takt, der einem 3/4-Takt mit Achtel-Triolen entspricht. Andere Zusammensetzungen sind leider nicht möglich.
Dafür stehen bei den einfachen Taktarten 6 verschiedene Rhythmus und bei den zusammengesetzten drei Muster zur Verfügung, eine Möglichkeit, die man selbst in elektronischen Metronomen selten findet. Die Darstellung ist innovativ: Das Licht blinkt auf die Takteinheiten, akustisch werden die Schläge ausgegeben. Dafür stehen 13 Sounds zur Verfügung, darunter auch eine Stimme, die zählt. Weiters lassen sich Akzente verschieben und Takte stumm schalten.
Wer Musikstücke begleiten will, kann diese aus seiner Bibliothek laden und den Grundrhythmus durch Tippen aufs Display einstellen. Die Geschwindigkeit steuert man wahlweise über Schläge pro Minute (10 bis 800) oder mit Angaben von largamente bis prestissimo.
Ärgerlich ist freilich, dass der Hersteller nun ein besseres Metronom namens Tempo Advance mit der Möglichkeit der völlig freien Betonungsvergabe nur als eigenes App und nicht als (kostenpflichtiges) Update anbietet.
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