Die iranischen Präsidentschaftswahlen 2013


Teheran.
Am 14. Juni 2013 finden die 11. Präsidentschaftswahlen im Iran statt. Mahmoud Ahmadinejad darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr kanditieren.


Heftige Kritik des ehemaligen Staatspräsidenten

Rafsanjani nennt iranische Führung inkompetent

  • Ali Khamenei schweigt - noch

Mit ungewohnter Offenheit wird derzeit im Iran ein Machtkampf ausgetragen:  Zwei Tage nach seiner Disqualifikation von der kommenden Präsidentschaftswahl am 14. Juni durch den Wächterrat schlug der mächtige iranische Ex-Präsident Ali Akbar Hashemi Rafsanjani zurück. Er beschuldigte die Führungsriege, "inkompetent und ignorant" zu sein... weiter




Nach Ausschluss Rafsanjanis liegt Spannung in der Luft

  • Im Iran werden vor Präsidentenwahl Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

Teheran/Wien. Die iranische Führung hat offenbar bemerkt, dass die Stimmung im Land nach dem Ausschluss von Ali Akbar Hashemi-Rafsanjani von der Präsidentenwahl angespannt ist. In der Hauptstadt Teheran wurden vorsorglich zusätzliche mobile Militär- und Kontrollposten installiert. Die Revolutionsgarden und die paramilitärischen Bassijmilizen sind... weiter




Der iranische Wächterrat hat Rafsanjani doch noch als Kandidat für die Präsidentenwahl ausgeschlossen. - APAweb / AP / Ebrahim Noroozi

Iranischer Wächterrat billigt acht Kandidaten

Rafsanjani darf nicht wieder iranischer Präsident werden

  • Rafsanjani und Ahmadinejad-Verbündeter von Wahl ausgeschlossen.

Teheran. Der frühere iranische Präsident Ali Akbar Hashemi Rafsanjani darf bei der bevorstehenden Präsidentenwahl in seinem Land nicht antreten. Eine entsprechende Erklärung des Innenministeriums zitierte das iranische Staatsfernsehen am Dienstag. Der als gemäßigt geltende Politiker, der das Präsidentenamt schon zwischen 1989 und 1997 inne hatte... weiter




Irans Präsident Ahmadinejad (rechts) und sein Vertrauter Mashei bei der Anmeldung der Kandidatur für das Präsidentenamt im Innenministerium. - APAweb / AP, Ebrahim Noroozi

Verstoß gegen das Wahlgesetz

Irans Wächerrat will Ahmadinejad anklagen

  • Der Vorstoß des Präsidenten sei "kriminell".

Teheran/Dubai. Der iranische Wächterrat will den scheidenden Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad wegen Verstoßes gegen das Wahlgesetz vor Gericht bringen. Der aus Geistlichen und Juristen bestehende Rat informierte die Justiz laut einem Sprecher am Montag darüber, dass Ahmadinejad seinen Vertrauten Esfandiar Rahim Mashei am Samstag bei Anmeldung seiner... weiter




Irans Ex-Präsident, Akbar Hashemi Rafsanjani, bewirbt sich doch um das Präsidentenamt. - APAweb / AP

Iran-Wahl

Rafsanjani will es noch einmal wissen

  • Offener Machtkampf mit Lager von Religionsführer Khamenei.

Teheran. In den Kampf um das Präsidentenamt im Iran ist Bewegung gekommen. Bei der Registrierung für die Wahl am 14. Juni reichte Ex-Präsident Akbar Hashemi Rafsanjani kurz vor Ablauf der Anmeldefrist seine Bewerbung ein. Die Kandidatur des charismatischen Klerikers könnte damit Hoffnungen des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Khamenei... weiter




Der Kandidat und die Eminenz im Hintergrund: Haddad-Adel  und Ayatollah Khamenei

Präsidentenwahl im Iran

Khamenei-Mann ließ sich registrieren

  • Vor der Wahl siebt der Wächterrat die Kandidaten

Im Iran ließ sich am Freitag der Abgeordnete und frühere Parlamentspräsident Gholam-Ali Haddad-Adel für die Präsidentenwahl registrieren. Er ist ein Vertrauter und Berater des obersten politischen und geistlichen Führers Ajatollah Ali Khamenei. Den scheidenden Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad  verteidigte Khamenei 2009 gegen den Vorwurf des... weiter




Zu den Wunschpräsidenten des Obersten Geistlichen Führers Khamenei (Mitte) zählen sie alle nicht: (v.l.n.r.) Rafsanjani und Khatami, die am Samstag ihre Kandidatur bekanntgeben könnten, genauso wenig wie der scheidende Amtsinhaber Ahmadinejad. - epa

Präsidentschaftswahlen sorgen in Irans oberster Führung für einige Nervosität

Schlammschlacht um die Macht

  • Registrierung der Kandidaten für die Wahl im Juni endet am Samstag.

Teheran/Wien. Vor der Wahl des siebenten Präsidenten brodelt es in der Islamischen Republik gewaltig. Die Frage, wer den scheidenden Amtsinhaber Mahmoud Ahmadinejad nach der Wahl am 14. Juni beerben wird, beschäftigt nicht nur die Bevölkerung, die in- und ausländischen Medienvertreter und politischen Beobachter, sondern auch den Führungszirkel... weiter




Widersprüchliche Meldungen aus dem Iran

Ahmadinejad angeblich festgenommen

Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad soll verschiedenen Medienberichten zufolge am 29. April für sieben Stunden verhaftet worden sollen sein. Das berichten unter anderem türkische Medien, die FOX-News und die Jerusalem Post. Der Iran- Experte Bahman Nirumand hält die Berichte für glaubwürdig. Sämtliche Medien berufen sich auf das... weiter




zurück zu Dossiers


Der Iran: Zahlen, Fakten und Probleme

Iran und Nachbarn - Karte: Perry-Castañeda Library of University of Texas Offizieller Name: Islamische Republik Iran (Dschomhūrī-ye Eslāmī-ye Īrān) Staatsform: Islamische Republik... weiter




Das politische System des Iran

Iran Institutionen - APA Das sogenannte Führungszentrum des Iran besteht aus dem Revolutionsführer (dem Obersten Rechtsgelehrten) dem Wächterrat der Regierung unter der... weiter




34 Probleme zum 34. Jahrestag der Islamischen Revolution

Teheran Basar - Foto: Ondřej Zváček - Creative Commons Teheran/Wien (APA) - Der heutige 34. Jahrestag der Islamischen Revolution sollte ein Tag voller Glanz, Pomp und Machtdemonstration werden... weiter




Iran 2009: Wahlergebnis und Belege für Wahlbetrug

Das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen 2009 laut dem iranischen Innenministerium lautet: Kandidaten Stimmen Anteil Mahmoud Ahmadinejad 24.527... weiter




In Kürze: Die Revolution von 1979

Ayatollah Khomeini - Creative Commons - نامعلوم Millionen iranischer Bürger säumten die Straßen Teherans, als Revolutionsführer Ayatollah Khomeini am 1. Februar 1979 aus dem Pariser Exil... weiter



Werbung



"Khamenei geht es um den Machterhalt"

"Wiener Zeitung": Der Iran wählt im Juni einen neuen Präsidenten, das letzte Wort in allen Belangen hat jedoch der Oberste Führer des Iran... weiter




Leitartikel

Der Ayatollah sagt "Nâh"

Seifert Die Experten sind nicht überrascht: Ayatollah Ali Khamenei, der oberste religiöse Führer des Iran, hat "Nâh" ("Nein") gesagt und Direkt-Gesprächen mit... weiter




Analyse

Eine neue Achse Kairo-Teheran?

Der Zeitpunkt war nicht zufällig gewählt: Im Endspurt des israelischen Wahlkampfes verkündete der Leiter der ägyptischen Interessenssektion in Teheran... weiter




Gastkommentar

Teheran in eine syrische Lösung einbinden

Thomas Schmidinger ist Lektor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien und der Fachhochschule Vorarlberg. Wie in anderen Staaten des sogenannten Arabischen Frühlings waren auch die zivilen Proteste in Syrien ursprünglich weitgehend von säkularen... weiter




Werbung