• vom 02.02.2013, 12:00 Uhr

Iran Hintergrund

Update: 03.01.2017, 16:31 Uhr

Hintergrund

Iran 2009: Das Wahlergebnis




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  • Beobachter sehen zahlreiche Belege für Wahlbetrug.

Das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen 2009 laut dem iranischen Innenministerium lautet:

Kandidaten
Stimmen
Anteil
Mahmoud Ahmadinejad 24.527.516 62,63 %
Mir Hussein Mussawi 13.216.411 33,75 %
Mohsen Rezai 678.240 1,73 %
Mehdi Karroubi 333.635 0,85 %
ungültige Stimmen 409.389 1,04 %
Gesamt 39.165.191 100 %
  • Der vormalige iranische Präsident Mohammed Khatami zog Mitte März 2009 seine Kandidatur zurück und erklärte seine Unterstützung für Mir Hussein Mussawi. Khatami hatte laut Umfragen zu diesem Zeitpunkt 51,7 % der Wähler hinter sich, für Mahmud Ahmadinejad wollten 15,1 % stimmen.
  • Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA sprach am 12. Juni, als noch einige Wahllokale geöffnet waren, von einem "erdrutschartigen Sieg" Ahmadinejads.
  • In der überwiegend von Aserbaidschanern bewohnten Provinz Ardabil erreichte Ahmadinejad bei den Präsidentschaftswahlen 2005 nur 7 % der Stimmen, 2009 lage er dort über 50 %. In Ost-Aserbaidschan (der Heimat Mussawis) soll sich Ahmadinejad von 10 % auf 56 % gesteigert haben, in Lorestan von 9 % auf 71 %.
  • Mohammed Ali Abtahi, der Wahlkampfleiter von Mehdi Karroubi rechnete in seinem Blog aus, die Zahl der für Karroubi abgegebenen Stimmen sei geringer als die Anzahl seiner registrierten Wahlhelfer.
  • - Mohsen Rezai beweist die Wahlmanipulation mit zwei Ausschnitten des staatlichen Fernsehens. Das erste Bild vom Samstag, 13. Juni, 09:47 Uhr, rechnet ihm 633.048 Stimmen zu, das zweite Bild, aufgenommen am selben Tag um 13:53 Uhr, verzeichnet 587.913 Stimmen für Rezai.
  • Einen mathematischen Beweis lieferten unabhängig voneinander der Astrophysiker Boudewijn F. Roukema von der Universität Torun, Polen, und Bernd Beber und Alexandra Scacco von der Columbia Universität. Sie analysierte die Ergebnisse und verglichen sie mit dem Benford'schen Gesetz über die Häufigkeit von Ziffern in Zahlen.





Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2009-07-08 19:40:00
Letzte ńnderung am 2017-01-03 16:31:08


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