Wien/ Sofia. Peter Hochegger steht dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss wieder zur Verfügung. Der Lobbyist hatte sich am Mittwoch wegen eines stationären Spitalsaufenthalts entschuldigen lassen, kann aber am Donnerstag Nachmittag das Krankenhaus wieder verlassen, teilte sein Büro auf Anfrage der APA mit. Das Parlament sei auch bereits informiert worden, dass Hochegger ab morgen wieder als Auskunftsperson bereitstehe.
Hochegger gilt als zentraler Player in der Buwog-Affäre, die gerade vom U-Ausschuss thematisiert wird. Er soll den letztlich erfolgreichen Bieter Immofinanz über die Höhe des Angebots des Konkurrenten CA Immo informiert und dafür eine Provision kassiert haben.
Bulgarische Verträge: Übersetzungen aus dem Englischen fehlen
Der außerordentliche U-Ausschuss des bulgarischen Parlaments, der Verträge zwischen dem österreichischen Lobbyisten Peter Hochegger und dem bulgarischen Staat untersuchen soll, hat seine Frist bis Ende Juni verlängert. Es würden momentan Übersetzungen aus dem Englischen fehlen, berichtete die Tageszeitung "Novinar". Der Ausschuss soll die Vorgänge um die Lobbying-Verträge Hocheggers mit der Regierung des früheren Premiers Sergej Stanischews im Wert von über 1,5 Millionen Euro prüfen.
Das Gremium muss Daten - 400 Seiten, gesammelt in 13 Mappen und Ordnern - untersuchen, davon seien aber lediglich 30 Seiten in Bulgarisch. Alles andere sei auf Englisch, erklärte der Vorsitzende des Ausschusses, Dimitar Glawtschew, gegenüber der Zeitung. Nun müsse auch festgestellt werden, wie die Gelder verbucht und ausgegeben worden sind.
Momentan sei nur klar, dass Hochegger gewisse Bildungsseminare abhielt, die genaue Teilnehmeranzahl bzw. der Seminarort seien jedoch nicht bekannt, so Glawtschew. Bulgarien werde deshalb auch Österreich um Hilfe ersuchen, um zu vergleichen, wie Hochegger die Ausgaben in Österreich verbuchte.
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