Dossier
Kriegsende 1945


Kriegsende 1945 - Zeitzeugen erzählen

"Mama, der Krieg ist aus": Der Fotograf Arnold Samuel (1911 – 1990) dokumentiert im Mai 1945 die Zerstörungen in Wien. Auf dem Bild schaut sein Sohn aus dem Fenster. - © Arnold Samuel

Zeitzeugen

Erinnerungen an das Kriegsende 19455

  • 70 Jahre sind eine lange Zeit. Trotzdem ist bei vielen die Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 sehr lebendig.

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg. Zumindest offiziell. Freilich kapitulierten einerseits verschiedene deutsche Truppenteile schon früher vor den Alliierten. Andererseits war auch noch danach nicht überall Frieden. Und genauso divergent sind auch die Erinnerungen der verschiedenen... weiter




Otti Neumeier: Kindheit und Jugend in Österreich: Wir vom Jahrgang 1936. Kindheit und Jugend in Österreich. Wartbert Verlag; 14,90 Euro

Kriegsende 1945

Buchtipps

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Erinnerungen

"Die jüdischen Aufseher waren nicht rachsüchtig"6

  • Zeitzeuge Walter Cerveny über das Kriegsende 1945 in Italien

Ich habe das Kriegsende in Italien miterlebt. Nach dem Durchbruch der Alliierten bei Montecassino wurden wir als Abwehrlinie nach Rom verlegt. Kurz vor dem Kriegsende hätte mich aber eine Befehlsverweigerung womöglich das Leben gekostet, wenn nicht der NSFO... weiter




Erinnerungen

"Sie haben ein deutsches Baby aus dem Fenster geworfen"1

  • Zeitzeugin Ulrike Prodinger über das Kriegsende 1945 im Sudetenland.

Mein Vater war Berufsgeiger. 1944 war er bereits 49 Jahre alt, wurde aber trotzdem noch eingezogen und zur Beaufsichtigung französischer Gefangener in der Flugzeugfabrik in Wiener Neustadt eingesetzt. Da sind täglich ein bis zwei Franzosen verschwunden, meinem Vater ist aber nichts passiert... weiter




Erinnerungen

"Dass ich überlebt habe, war ein Betriebsunfall"5

  • Zeitzeuge Rudolf Gelbard über das Kriegsende 1945 im KZ Theresienstadt.

In diesen letzten Kriegstagen bis zur Übergabe des Lagers am 5. Mai waren wir in Erwartung der Befreiung. Denn am hektischen Treiben der SS-Leute konnte man erkennen, dass sie nicht mehr lange da sein würden. Wir haben nur gefürchtet, dass sie uns noch umbringen könnten... weiter




Erinnerungen

"Ein junger Nazi hat das ganze Haus gefährdet"2

  • Zeitzeugin Otti Neumeier über das Kriegsende 1945 in Wien.

Wir haben in den letzten zwei Kriegswochen im Keller gewohnt, gekocht und geschlafen. Wir waren damals, nachdem unsere Wohnung in Ottakring 1944 ausgebombt worden war, Untermieter einer hochgradigen Nationalsozialistin, deren Bruder Obersturmbannführer war... weiter




Zeitzeugen im Video-Interview

"Ein paar Minuten früher, und alle wären tot gewesen"

  • Zeitzeugin Irmgard Schiel über das Kriegsende 1945 in Salzburg.

Wir hatten damals in Salzburg einen sicheren Platz, das war ein Stollen in den Mönchsberg, mit 30 Metern Naturstein darüber. Da saßen die alten Leute immer schon davor, dann immer am Vormittag kamen die Bomber, und sind mit ihrem Stockerl gleich hinein geflüchtet... weiter




Ingeborg Steyer als junges Mädchen.

Zeitzeugen im Video-Interview

"Als die Tiefflieger kamen, legte ich mich ganz flach hin"4

  • Zeitzeugin Ingeborg Steyer über das Kriegsende 1945 in Schlesien.

Als der Krieg schon fast zu Ende war, hieß es, die Russen würden kommen. Da gab es zum Beispiel in einem Haushalt Sitzkissen mit eingewebtem Hakenkreuz, die wurden zunächst umgedreht, dann hieß es, es gebe Hausdurchsuchungen, da wurden die Kissen verbrannt. Gewehre wurden in der Erde vergraben... weiter




Erinnerungen

"Ich habe mich im tiefen Schnee durchgeschlagen"

  • Zeitzeuge Günther Doubek über das Kriegsende 1945 in Tirol und den Fußmarsch nach Wien.

Das Kriegsende war schon Anfang 1945 abzusehen, die Frage war nur, ob und wie wir es erleben würden. Ich war damals 16 Jahre alt, aber schon länger als ein Jahr als Luftwaffenhelfer beim Militär. Kurz vor dem Kriegsende war ich in Wien im Lazarett, und der Oberstabsarzt schickte mich ins... weiter




Erinnerungen

"Selbst nach dem offiziellen Kriegsende hat die SS noch Leute ermordet"1

  • Zeitzeugin Erika Schöffauer über das Kriegsende 1945 in Kärnten.

Ich war vor dem Kriegsende bei der SS in Klagenfurt dienstverpflichtet, und als klar war, dass der Krieg vorbei war, hat mein Vorgesetzter – gegen den Willen seines Chefs – veranlasst, dass die noch vorhandenen Vorräte und Kleidung an die Bediensteten verteilt wurden... weiter





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