• vom 24.01.2017, 16:27 Uhr

Künstliche Intelligenz

Update: 24.01.2017, 16:32 Uhr

Maschinelles Lernen

"Chefs werden nicht von Robotern ersetzt"




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Von WZ Online, APA, sda, Reuters

  • Google-Infrastrukturchef hält menschliche Kommunikation noch für zu kompliziert.

Menschliche Kommunikation zu verstehen, sei für Computer ziemlich schwierig. Management und Führung habe viel mit Interaktionen von Menschen zu tun, mit Motivation und Kommunikation. - © APAweb/REUTERS, Thomas Peter

Menschliche Kommunikation zu verstehen, sei für Computer ziemlich schwierig. Management und Führung habe viel mit Interaktionen von Menschen zu tun, mit Motivation und Kommunikation. © APAweb/REUTERS, Thomas Peter

Zürich. Firmenchefs droht noch lange keine Gefahr, durch Roboter ersetzt zu werden. "Ich denke, es ist hart, Management und Führung zu automatisieren", sagte Google-IT-Infrastrukturchef Urs Hölzle am Dienstag auf dem fünften Worldwebforum vor rund 2.000 Geladenen in Zürich.

Denn es gebe viele Aspekte menschlicher Interaktion, die für uns Menschen offensichtlich seien, aber maschinelles Lernen absolut nicht beherrsche. "Da besteht noch eine große Kluft", sagte der Baselbieter, der nach den Google-Gründern Sergey Brin und Larry Page der dienstälteste Mitarbeiter des Suchmaschinenkonzerns ist.

Menschliche Kommunikation versus Logik

Menschliche Kommunikation zu verstehen, sei für Computer ziemlich schwierig. Management und Führung habe viel mit Interaktionen von Menschen zu tun, mit Motivation und Kommunikation.

Dies dürfte maschinelles Lernen in dieser Dekade nicht ersetzen können, sagte Hölzle. Heute beherrsche maschinelles Lernen beispielsweise, ob ein Foto einen Strand zeige und ermögliche die Suche danach im Fotoverzeichnis.

Chancen biete maschinelles Lernen bei der Verbesserung der Zusammenarbeit in Firmen. Wenn ein Angestellter an einem bestimmten Thema arbeite, könne der Computer Vorschläge machen, welche Dokumente als nächste benötigt würden.

Oder es könne einen E-Mail-Schreiber daran erinnern, wenn er jemanden aus einer bestimmten Gruppe vergessen habe, ins Adressfeld einzutragen, sagte Hölzle. Durch maschinelles Lernen werde die Zusammenarbeit in großen Organisationen verbessert.

Am fünften Worldwebforum soll am Nachmittag der Erfinder des öffentlichen Internets, Tim Berners-Lee, für sein Lebenswerk ausgezeichnet werden. Der Preis soll dem Briten von Bundesrat Johann Schneider-Ammann überreicht werden.

Der Physiker und Informatiker stellte vor einem Vierteljahrhundert die erste öffentlich zugängliche Webseite der Welt am CERN in Genf vor. Auf ihn geht die gemeinsame "Sprache" zurück, mit der am Internet angeschlossene Rechner kommunizieren und Daten austauschen können. Diese Sprache wurde Hypertext Transfer Protocol, kurz HTTP, genannt. Zudem legte Berners-Lee die Grundlagen für das Surfen im Internet von einer Webseite zur anderen.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-01-24 16:28:32
Letzte nderung am 2017-01-24 16:32:01


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