"Blut und Leben" schworen die ungarischen Magnaten der Habsburgerin. - © Bild: "Liebig"-Reklame, um 1900

Maria Theresia

Majestät auf hohem Ross: "Eljen!"2

  • Die Habsburgerin wurde 1741 in Preßburg gekrönt.
  • Ungarn als letzte Hoffnung der Regentin in Not.
  • Zu Frage 1 der Nro. 364.

2017 feiert Maria Theresia ihren 300. Geburtstag. Die Nuss Nro. 364 sollte die Gemeine mit einer vermeintlich einfachen Frage 1 darauf einstimmen: Wurde Maria Theresia in Preßburg zur Kaiserin oder Königin gekrönt? "Weder, noch!" schallte es dem Zeitreisenteam als Antwort entgegen - womit wieder einmal bewiesen wäre... weiter




Die Blattern (Patientin mit mildem Krankheitsverlauf r.), im 18. Jahrhundert wegen hoher Sterblichkeit und Entstellung gefürchtet; dank Impfung gilt die Seuche als ausgerottet. - © Bilder: L.-L. Boilly (1761-1845), Ausschn./wellcome images; r.: Archiv

Blattern

Kampf gegen die tödlichen Pusteln3

  • 1767 erkrankte Maria Theresia an den Pocken.
  • Sie erklärte der Seuche den Krieg und setzte sich für die Impfung ein.
  • Zu Frage 1 der Nro. 368.

Die Trauer in der Stadt ist unbeschreiblich. Das Volk läuft zu Hauf zur Burg, um zu erfahren, wie es der Kaiserin geht. Überall in den Straßen sieht man die Menschen erschüttert weinen." Was war geschehen? Im Mai 1767 hatte Maria Theresia eine schlimme Diagnose erhalten: Blattern. Zur Infektionskrankheit recherchierte die Gemeine anlässlich der 1... weiter




Die "Beschreibung" des freudigen Ereignisses erschien im "Wienerischen Diarium", wie unsere Zeitung einst hieß. Daneben die kleine Erzherzogin mit Eltern Karl VI., Elisabeth Christine. - © Bilder: Konvent d. Elisabethinen, Klagenfurt (M.)/Archiv/WZ-Faksimile. Repros: M. Ziegler

Exklusiv aus dem "Wienerischen Diarium"

Mit Pomp, Pauken und Trompeten6

  • Maria Theresia noch am Tag ihrer Geburt 1717 getauft.
  • Wie unser Blatt von der Entbindung und der pompösen Feier berichtete.

Ganze vier Seiten umfasste die Sonderbeilage, mit der das "Wienerische Diarium" seine Leserinnen und Leser über die Geburt Maria Theresias am 13. Mai 1717 informierte - für damalige Verhältnisse eine außergewöhnlich umfangreiche Schilderung. Unsere einst zweimal wöchentlich erscheinende Zeitung hatte ja insgesamt nur einige wenige Seiten im... weiter




Andrea Reisner, geboren 1982, ist Redakteurin der "Wiener Zeitung"-Geschichtsbeilage "Zeitreisen".

Glossen

Die Kommission geht um14

Was tun, wenn es ein heikles Problem zu lösen, einen vertrackten Sachverhalt zu klären gilt? Ganz einfach: Man setzt eine Kommission ein, gibt ihr einen schönen Titel und ernennt einen Vorsitzenden. Und wenn die Kommission zu keinem Ergebnis kommt? Dann setzt man eine weitere Kommission ein, die das Scheitern der ersten untersucht. Und so weiter... weiter




Barbara Ottawa, geboren 1977, lebt als freie Journalistin und Übersetzerin in Wien und ist ständige Mitarbeiterin der WZ-Beilage "Zeitreisen".

Glossen

Insel frisst Lettern11

Vielleicht ist es Rache oder Tradition, dass praktisch jede Sprache Herrschernamen aus anderen Ländern abändert, sodass sie der eigenen Phonetik oder Namensschreibung besser entsprechen: So muss Queen Elizabeth I. von Großbritannien im Deutschen meist ihr "z" gegen ein "s" tauschen. Im Gegenzug wird Maria Theresia im Englischen ein "i" weggenommen:... weiter




Expertin für weibliche Macht: Élisabeth Badinter. - © afp/VerhaegenInterview

Interview

"Sie war auch unserer Zeit voraus"15

  • Die französische Philosophin Élisabeth Badinter über Maria Theresia als geschickte Jongleurin zwischen ihren Rollen als Mutter, Geliebte und Staatsoberhaupt.

"Wiener Zeitung": Madame Badinter, wie ist die Idee zu diesem Buch entstanden? Warum ausgerechnet Maria Theresia, die ja in Frankreich kaum wer kennt Élisabeth Badinter: Jedenfalls lange nicht so gut, wie ihre Tochter Marie Antoinette. Ich wollte eigentlich mit einem Vorurteil aufräumen. Maria Theresia war nämlich viel mehr... weiter




Das Theresianum-Gebäude in einer Abbildung aus dem Jahr 1825. - © Anonym/imagno/picturedesk.com

Schulwesen

Das Schulwesen als Politikum7

  • Zu den wichtigen Reformen Maria Theresias gehörte eine Neuorganisation des gesamten Bildungssektors. Das Herzstück des kaiserlichen Konzepts war die heute noch bestehende Theresianische Akademie.

Die ersten Jahre ihrer Regierung waren fast ohne Unterbrechung Kriegsjahre, in denen Maria Theresia um Erhalt und Sicherung ihrer Länder kämpfen musste. Vor allem die aufgezwungenen Kriege gegen den Preußenkönig Friedrich II., den "bösen Nachbarn im Norden", die im Verlust Schle-siens mündeten, waren eine ungeheure Belastung... weiter




Maria Theresia

Politik bei offenem Fenster10

  • Von 33 Habsburgern, die Österreich regierten, war Maria Theresia die einzige Frau. Bis heute erfährt sie höchste Wertschätzung.

Am 20. Oktober 1740 starb mit Kaiser Karl VI. der letzte männliche Habsburger, 40 Jahre nach dem letzten spanischen. Erbin ist seine ältere Tochter Maria Theresia. Der 1703 vom Vater Leopold I. als Erbe Spaniens bestimmte Karl musste nach dem Tod seines älteren Bruders Joseph I., dem Erben der österreichischen Länder, diese 1711 rasch übernehmen... weiter




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