• vom 06.05.2014, 12:32 Uhr

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Update: 06.05.2014, 12:35 Uhr

Bewegungsmangel

Experten: 150 Minuten Sport pro Woche, um gesund zu leben




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  • Gesellschaft wird jedoch bewegungsärmer, dies führt zu schlechtem Allgemeinzustand und steigert Kosten.

Wien. "Es hat keinen Sinn, alt zu werden, wenn man nicht fit ist", sagte Sportmediziner Jürgen Weineck bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Wien. Laut WHO sollten sich Erwachsene mindestens 150 Minuten pro Woche bewegen. Viele Krankheiten könnte man mit Sport nämlich bekämpfen, Nebenwirkungen gebe es keine. In der Praxis aber werde die Gesellschaft bewegungsärmer, kritisierte er.

In Deutschland etwa bewegen sich rund 52 Prozent der Menschen laut Weineck gar nicht, was bedeutet, dass sie nur 500 Schritte am Tag machen. Das Gesundheitsminimum aber liegt bei etwa 7.000. Dem Bewegungsmangel in Österreich entgegenwirken will unter anderem die ASKÖ (Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur in Österreich). Vizepräsidentin Petra Huber blickte auf 20 Jahre "Hopsi Hopper" zurück. Der Frosch sei zum beliebten Maskottchen in Kindergärten und Volksschulen geworden und bewege Kinder dazu, sich zu bewegen.

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Bewegungsmangelerkrankungen
Weineck bezeichnete den Frosch als einen genialen Wurf, denn "bewegte Kinder haben eine bewegte Zukunft." Es gebe kein einziges Organ, das durch Bewegung nicht beeinflusst wird. Auch einer depressiven Stimmung könne man im wahrsten Sinne entlaufen. Außerdem gebe es "keine Osteoporose, die nicht selbst verschuldet ist", nannte der Mediziner ein weiteres Beispiel. Da ein einziger Sturz Kosten in der Höhe von rund 20.000 Euro verursache, sei es auch eine soziale Verpflichtung, gesund zu leben. In Österreich werden die Kosten von Bewegungsmangelkrankheiten auf rund 3,1 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

Dass ihre Kunden gesund bleiben, ist auch für die Wiener Städtische, Qualitätssponsor der ASKÖ, von Bedeutung. "Dann müssen wir auch ein bisschen weniger Leistungen zahlen", brachte es Generaldirektor-Stellvertreterin Judit Havasi auf den Punkt, und der Wiener Landesdirektor Hermann Fried erklärte, wie er auch selbst innerhalb des Teams mit gutem Beispiel vorangehe. Einmal in der Woche fahre er mit dem Fahrrad ins Büro, in diesem herrsche "striktes Liftverbot".




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Dokument erstellt am 2014-05-06 12:32:52
Letzte ─nderung am 2014-05-06 12:35:42



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