• vom 10.08.2017, 07:02 Uhr

Missstände beim Bundesheer

Update: 10.08.2017, 13:57 Uhr

Toter Rekrut

Doskozil stärkt Heer den Rücken




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Von WZ Online, APA

  • Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil verspricht erneut Aufklärung. Staatsanwaltschaft Krems befragt Vielzahl an Zeugen.

Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil verspricht Aufklärung.

Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil verspricht Aufklärung.© APA, Hans Klaus Techt Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil verspricht Aufklärung.© APA, Hans Klaus Techt

Wien. In den Ermittlungen nach dem Tod eines Rekruten der Garde in Horn steht der Staatsanwaltschaft Krems zufolge eine Vielzahl von Zeugenbefragungen an. Quantifizieren könne er nicht, sagte Franz Hütter, Sprecher der Anklagebehörde, am Donnerstag.

Die Klärung der Sachlage werde jedenfalls einige Zeit in Anspruch nehmen.Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen. Derzeit noch gegen unbekannt.

Doskozil verspricht Aufklärung

Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil (SPÖ) hat nach dem Tod eines Rekruten, der im Zuge eines Marsches der Garde in Horn verstarb, am Mittwochabend in der ORF-"ZiB 2" erneut volle Aufklärung und entsprechende Konsequenzen angekündigt. Gleichzeitig stellte er sich grundsätzlich hinter die Heeres-Mitarbeiter: Es dürfe nun nicht zu einer "pauschalen Verurteilung" des Heeres kommen, so Doskozil.

Er verwehre sich dagegen, dass das Bundesheer "als Ganzes in ein schiefes Licht gestellt wird", sagte der Verteidigungsminister. Beim Bundesheer gebe es rund 2.000 Ausbildner, einige davon würden Fehlleistungen erbringen, dagegen müsse man klar eintreten, sagte Doskozil, der von einem "sehr tragischen Fall" sprach.




Marsch wäre nicht nötig gewesen

Man müsse sich nun die internen Ausbildungsvorschriften genau ansehen und mögliche Interpretationsspielräume gegebenenfalls genauer definieren. Dazu seien ja auch die beiden Untersuchungskommissionen eingesetzt worden. Seiner Meinung nach wird es wohl nicht notwendig gewesen sein, den Marsch zu diesem Zeitpunkt - bei großer Hitze - abzuhalten, sagte er auf eine entsprechende Frage.

Auch Berichte, wonach bei einem Marsch am Vortag mehr als 20 Rekruten ohnmächtig geworden seien, seien bereits an die Kommission weitergegeben worden, sagte der Minister. Er verlasse sich auf die unabhängige Beurteilung der eingerichteten Stelle.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2017-08-10 07:03:42
Letzte nderung am 2017-08-10 13:57:40



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