• vom 01.05.2015, 11:22 Uhr

Hintergrund - Nahostkonflikt

Update: 21.10.2015, 19:00 Uhr

Nahostkonflikt

1948-1967








Von WZ Online (ja)

  • Chronik des Konflikts (1)

Israel war auf den Krieg 1967 gut vorbereitet: Hier stehen Centurion-Panzer in der Negev-Wüste. - © Israel Defense Forces

Israel war auf den Krieg 1967 gut vorbereitet: Hier stehen Centurion-Panzer in der Negev-Wüste. © Israel Defense Forces

Voraussetzung für die Schaffung des Staates Israel war der Teilungsplan der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 29. November 1947. In dem Beschluss wird das Gebiet in einen jüdischen und einen arabischen Staat eingeteilt. Für Jerusalem ist eine internationale Kontrole vorgesehen.

1948

  • 14. Mai: Israel wird formal als Staat gegründet und von den USA und der Sowjetunion anerkannt. Die arabische Seite hat im Vorfeld mehrmals mit einem Vernichtungskrieg gedroht.
  • 15. Mai: Ägypten, Jordanien, Irak, Syrien und Libanon greifen den neuen Staat an und werden zurückgeschlagen. Israel erobert Gebiete, die für den Staat Palästina vorgesehen waren. Andere palästinensische Gebiete werden von Ägypten und Jordanien okkupiert.

1949

Waffenstillstand 1967

  • Bis Juli werden Waffenstillstandsabkommen geschlossen. Geschätzte 750.000 Araber fliehen aus israelisch kontrollierten Gebieten. Etwa die gleiche Zahl Juden wird aus den arabischen Ländern vertrieben und siedelt sich in Israel an.
  • Zwischen 1949 und 1956 kommt es zu zahlreichen Scharmützeln zwischen palästinensischen Gruppen, vor allem Fedayin ("die sich selbst opfern") und israelischen Einheiten in den Grenzgebieten, vor allem an der Grenze zu Gaza, in der Negev-Wüste und dem Westjordanland.

1952

  • 23.7.: Die ägyptischen Offiziere Gamal Abdel Nasser und Muhammad Nagib stürzen König Faruk I. 1954 übernimmt Nasser allein die Macht und lässt sich 1956 zum Präsidenten Ägyptens wählen. Nasser, bei dem sich Antikolonialismus und Antisemitismus verbinden, spricht sich mehrmals für die Vernichtung Israels aus.

1956

  • 29. Oktober – 5. November: Nachdem Ägypten den Suezkanal verstaatlicht und für Israel blockiert, kommt es zur Suezkrise. Englische und Französische Einheiten greifen gemeinsam mit Israel Ägypten an. Aufgrund des gemeinsamen Drucks der USA und der Sowjetunion werden die Kämpfe bald beendet.
  • In der Folge positionieren die Vereinten Nationen Truppen der U.N. Emergency Force (UNEF) am Golf von Akaba und in Gaza, um Israel vor Angriffen der palästinensischen Guerilla zu schützen.

1959

  • Jassir Arafat und andere gründen im Exil in Kuwait die Fatah als Guerillaorganisation .

1964

  • Gründung der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) in Kairo durch die Fatah und kleinere Gruppierungen auf Wunsch der Arabischen Liga und auf Betreiben Ägyptens. Zu den in der palästinensischen "Nationalcharta" festgeschriebenen Zielen gehört die Zerstörung Israels.
  • Syrien beginnt ein Bewässerungsprojekt am Jordan, das israelische Siedlungen völlig ausgetrocknet hätte. Nah israelischen Luftangriffen wird das Projekt aufgegeben.

1967

  • April: Nach Angriffen syrischer Flugzeuge schießt die israelische Luftwaffe sechs syrische MiGs ab.
  • 18. Mai: Auf Nassers Verlangen hin zieht die UNO ihre Truppen aus Gaza und dem Sinai ab. Ägyptische Einheiten rücken sofort nach.
  • Nasser blockiert die Straße von Tiran, Israels einzige Verbindung zum Meer über den Golf von Akaba. Israel hat stets klargemacht, dass dies einer Kriegserklärung gleichkommt. Jordanien und der Irak treten dem ägyptisch-syrischen Militärbündnis bei. Irakische Einheiten beziehen Stellungen in Jordanien.
  • 27. Mai: Nasser erklärt, das arabische Volk wolle kämpfen, und formuliert als Kriegsziel "die Vernichtung Israels". Ahmed Shukeiri von der PLO sagt: "Es wird praktisch keine jüdischen Überlebenden geben."
  • 30. Mai: Premier Levi Eschkol macht aufgrund des öffentlichen Drucks Moshe Dayan zum israelischen Verteidigungsminister, der sofort mit der Vorbereitung eines Präventivschlags beginnt.
  • 5. Juni 1967: Israels Luftwaffe zerstört in einem Überraschungsangriff 300 ägyptische, 50 syrische und 20 jordanische Flugzeuge und beraubt damit die arabischen Truppen jeder Luftunterstützung. Die Bodentruppen nehmen Gaza, die Sinaihalbinsel und das Westjordanland mit der Jerusalemer Altstadt ein. Schließlich gelingt israelischen Truppen die Eroberung des Golan.
  • 11. Juni 1967: Unterzeichnung der Waffenstillstandsabkommen.

Nach dem Sechstagekrieg 1967

  • Israel kann auf Jahre hinaus die Guerillatätigkeit aus Jordanien und Ägypten eindämmen.
  • Die strategisch wichtigen Golanhöhen stellen für Israel einen Schutz vor Angriffen aus Syrien dar.
  • Die Waffenstillstandslinien bleiben bis 1973 die Grenzen Israels.
  • Es kommt zu keinen Friedensverhandlungen, da sich die arabischen Staaten im September in der Khartum-Resolution auf "keinen Frieden mit Israel, keine Anerkennung Israels und keine Verhandlungen mit Israel" festlegen.

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Waffenstillstand 1967


Der Waffenstillstand 1967 in den Nachrichten.

Der Waffenstillstand 1967 in den Nachrichten.



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2011-09-26 11:27:42
Letzte ─nderung am 2015-10-21 19:00:03



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