• vom 15.11.2016, 16:19 Uhr

Netzpolitik


Fake

Twitter will stärker gegen Hasstiraden vorgehen




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, Reuters


    San Francisco. Facebook, Google und Twitter wollen angesichts zunehmender Kritik gegen die Verbreitung von Falschmeldungen und Hasstiraden vorgehen. Twitter versprach am Dienstag bessere interne Systeme, mit denen gegen hasserfüllte Äußerungen in dem Kurznachrichtendienst vorgegangen werden kann, die zuvor von Nutzern gemeldet wurden. Google wiederum will entsprechende Webseiten aus seinem Werbenetzwerk AdSense verbannen. Auch Facebook will aktiv werden. "Wir integrieren oder schalten keine Anzeigen in Apps oder auf Webseiten mit Inhalten, die illegal, irreführend oder trügerisch sind, wozu auch gefälschte Nachrichten zählen", erklärte Facebook.

    Facebook, Twitter und andere soziale Netzwerke sind wegen ihrer Rolle im US-Präsidentschaftswahlkampf in die Kritik geraten. Kritiker des künftigen US-Präsidenten Donald Trump werfen den Netzwerken vor, zur Verbreitung von Falschmeldungen beigetragen und so den Sieg des republikanischen Kandidaten erst ermöglicht zu haben.

    Gefälschte Nachrichten gegen Hillary Clinton

    Einem Bericht von BuzzFeed zufolge haben beispielsweise kleine Verlage in Mazedonien Webseiten mit gefälschten Nachrichten erstellt, in denen vor allem Trumps Gegenspielerin Hillary Clinton verunglimpft wurde. Diese Geschichten wurden häufig auf Facebook geteilt und fanden so ein großes Publikum. Die Anbieter in Mazedonien wiederum profitierten davon, dass auf diese Weise viele Besucher auf ihre Webseiten kamen und sie dadurch mehr Geld von Googles AdSense erhielten.


    Google will allerdings nicht gegen Falschmeldungen oder Scherze vorgehen, die in der Trefferliste der Suchmaschine auftauchen. Auch Facebook will gegen die Verbreitung von Falschmeldungen nicht direkt vorgehen.




    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2016-11-15 16:20:30



    Twitter Wall


    Werbung



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. "Kein Punkt oder Beistrich wird geändert"
    2. Selbstversuch im Bitcoin-Fieber
    3. Parlament erzwingt Veto-Recht über Brexit-Abkommen
    4. Dicke Luft bei den britischen Tories
    5. USA erkennen Jerusalem als Israels Hauptstadt an
    Meistkommentiert
    1. Nur Israel jubelt
    2. Finanzspielerei oder Währung der Zukunft?
    3. Selbstversuch im Bitcoin-Fieber
    4. Stabiles Börsen-Debüt von Bitcoin


    Werbung


    Werbung