• vom 23.11.2016, 15:19 Uhr

Netzpolitik

Update: 23.11.2016, 15:39 Uhr

China

Facebook entwickelte Zensur-Tool




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Von WZ Online, APA, Reuters

  • Software ermöglicht "dritter Seite" Beobachtung und Löschung von Nutzer-Einträgen.

Menlo Park. Facebook hat einem Zeitungsbericht zufolge eine Software zur Zensur von Nutzer-Einträgen entwickelt. Das Werkzeug könnte dem weltgrößten Netzwerk bei seinen Bemühungen helfen, auf den chinesischen Markt zurückzukehren, berichtete die "New York Times" am Dienstag. Facebook wurde vor sieben Jahren von den chinesischen Behörden aus dem Land verbannt.

Der Internet-Konzern habe ein Instrument entwickelt, das es "dritten Seiten" erlaube, populäre Einträge und Schlagworte auf Facebook zu beobachten, schrieb die Zeitung. Die "dritte Seite" habe dann volle Kontrolle darüber, ob diese Posts in den Kanälen der Nutzer auch auftauchten. Es gebe allerdings keine Hinweise darauf, dass Facebook die Software den Behörden in China angeboten habe. Vielmehr sei es eine von vielen Ideen, die Facebook vor dem Aspekt einer Rückkehr nach China diskutiert habe. Möglicherweise werde die Software niemals eingesetzt.

Facebook ist seit 2009 in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt gesperrt. Damit hatten die Behörden nach ethnischen Unruhen mit 140 Toten versucht, den Austausch von Informationen darüber zu unterbinden. Ausländische Medien haben in China einen schweren Stand und sind politischem Druck ausgesetzt.





Schlagwörter

China, Facebook, Zensur

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2016-11-23 15:20:10
Letzte ─nderung am 2016-11-23 15:39:04



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