• vom 06.09.2011, 14:59 Uhr

Netzregulierung

Update: 06.09.2011, 16:42 Uhr

Irisches Hauptquartier wird überprüft

Facebook im Visier der Datenschützer




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  • 17 Beschwerden von heimischen Studenten zeigen überraschend große Wirkung.
  • Unternehmen kündigt Zusammenarbeit mit Ermittlern an.

Das soziale Netzwerk Facebook hat nun Besuch der irischen Behörden in ihrem europäischen Hauptsitz in Dublin zu erwarten. Die Datenschützer wurden aufgrund der Anzeige von österreichischen Studenten aktiv.

Das soziale Netzwerk Facebook hat nun Besuch der irischen Behörden in ihrem europäischen Hauptsitz in Dublin zu erwarten. Die Datenschützer wurden aufgrund der Anzeige von österreichischen Studenten aktiv.

Über einen unerwartet großen Erfolg dürfen sich jene österreichischen Studenten freuen, die insgesamt 17 Klagen wegen Verletzungen der Privatsphäre gegen Facebook eingebracht haben. Laut irischen Medienberichten steht Facebook nun ein Besuch der irischen Datenschutzbehörde bevor.

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Intensivste Form der Überprüfung
Auf ihrer Homepage "Europe versus Facebook" vermelden die Initiatoren: "Ein solcher Vorgang ist mit Abstand die intensivste Form der Überprüfung und relativ selten. Es entspricht einer abgeschwächten Form der Hausdurchsuchung." Ein Sprecher von Facebook meinte gegenüber der irischen Zeitung: "Wir wissen, dass es einige Beschwerden bei der irischen Datenschutzkommission von einigen Leuten aus Österreich gibt."

Die österreichischen Studenten hatten in ihren  Anzeigen zahlreiche Verstöße gegen das Datenschutzrecht aufgelistet. Unter anderem soll Facebook Daten, die bereits von den Anwendern gelöscht wurden, trotz anderslautender Angaben weiterhin speichern. Die irischen Datenschutzbehörden haben nun angekündigt, dass sie detailliert untersuchen wollen, wie Facebook mit den Daten seiner Nutzer umgeht. Facebook kündigte bereits an, mit den Behörden kooperieren zu wollen.

Weitere Klagen in Planung
Der Initiator der Initiative "Europe versus Facebook", der Wiener Jusstudent Max Schrems, hat gegenüber heimischen Medien angekündigt, dass derzeit noch vier bis fünf weitere Anzeigen bei der irischen Datenschutzbehörde gegen Facebook eingebracht würden. Ins Visier kommt bei den neuen Klagen der "Gefällt mir"-Button, da dieser Kundendaten weitergibt. Dieses Vorgehen ist aus Sicht der Kläger als rechtswidrig zu bezeichnen.

Mehrtägige Prüfung
Da für die Nutzung außerhalb der USA und Kanada das europäische Datenschutz- und Konsumentenschutzgesetz gilt - das Hauptquartier der internationalen Niederlassung befindet sich in Dublin, kommen nun die europäischen Ermittler zum Zug. Die Prüfung soll laut Behörden zwischen vier und fünf Tagen in Anspruch nehmen. Am Ende soll ein ausführlicher und detaillierter Abschlussbericht veröffentlicht werden.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2014
Dokument erstellt am 2011-09-06 15:25:18
Letzte Änderung am 2011-09-06 16:42:38


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