• vom 10.12.2014, 12:06 Uhr

Nobelpreise 2014

Update: 10.12.2014, 12:13 Uhr

Nobelpreis

Die wichtigsten Fragen und Antworten




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Von WZ Online, APA

  • Wer wählt den Friedensnobelpreisträger aus - und wie?

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20141201Nobelpreis© APA / dpa, Kay Nietfeld 20141201Nobelpreis© APA / dpa, Kay Nietfeld

Oslo. Der Friedensnobelpreis ist der berühmteste seiner Art auf der ganzen Welt. 2014 ging er an Kämpfer für Kinderrechte: Die erst 17-jährige Malala Yousafzai aus Pakistan und den Inder Kailash Satyarthi. An diesem Mittwoch nehmen sie die Auszeichnung in Norwegens Hauptstadt Oslo entgegen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Preis, der Jury und den Geehrten:

Wer wählt den Friedensnobelpreisträger aus - und wie?

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Über den Friedensnobelpreisträger entscheidet ein Komitee aus fünf Mitgliedern, die vom norwegischen Parlament für je sechs Jahre bestimmt werden. Es spiegelt in der Regel die Machtverhältnisse der Parteien im "Storting" wider. Immer bis zum 1. Februar nimmt die Jury Nominierungen für Preisträger entgegen. Kandidaten vorschlagen dürfen neben dem Komitee selbst etwa Regierungsvertreter, Friedensforscher, Universitätsprofessoren und ehemalige Preisträger. Dann bereitet das Komitee eine Shortlist vor. Im Oktober trifft es eine Entscheidung.

Warum wird die Auszeichnung als einziger Nobelpreis in Oslo vergeben?

Das hat der Schwede Alfred Nobel in seinem Testament, das die Grundlage für alle Nobelpreise bildet, so festgelegt. Der Preisstifter und Dynamit-Erfinder hat aber keine Erklärung dafür hinterlassen, weshalb der Preis in Norwegen vergeben werden sollte, während die anderen Nobelpreise in Stockholm verliehen werden.

Es gibt verschiedene Theorien. Erstens verfasste Nobel seinen Willen im Schwedisch-Norwegischen Club in Paris. Zweitens befand sich Norwegen zu dieser Zeit in einer Union mit Schweden. In den 1890ern war das norwegische Parlament zudem stark an der friedlichen Lösung internationaler Konflikte interessiert. Und Nobel interessierte sich für die Literatur des Friedensaktivisten Bjornstjerne Bjornson.

Wie hat sich der Preis seit seiner Stiftung entwickelt?

Er ist immer populärer und internationaler geworden, und dadurch auch glamouröser. Der Direktor des Osloer Nobelinstituts, Geir Lundestad, spricht von einer "Explosion der Nominierungen". Während es 1964 gerade einmal 44 Vorschläge für Preisträger gab, gingen beim Komitee in diesem Jahr 278 Nominierungen ein - ein neuer Rekord. "Das Interesse am Preis war nie höher", meint Lundestad. Während die Auszeichnung früher vor allem eine für Amerikaner und Europäer - und darunter hauptsächlich Männer - war, sind zuletzt mehr Menschen aus anderen Teilen der Welt - und auch mehr Frauen - geehrt worden. Die Definition von Frieden hat das Komitee im Laufe der Zeit ausgedehnt. So wurden zuletzt etwa auch Preise für Umweltengagement vergeben.

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Dokument erstellt am 2014-12-10 12:09:15
Letzte ─nderung am 2014-12-10 12:13:23



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