(rie) Na bitte, geht doch. Medaillen gab's am Sonntag für Österreich keine - das war gar nicht möglich. Aber der Tag begann für die rot-weiß-roten Olympia-Teilnehmer deutlich besser als der erste, am Ende gab's doch noch Ernüchterung - und einen Wasserschaden.
Im Tischtennis haben nach Liu Jia am Samstagabend auch alle anderen Österreicher ihre Auftakthürden im Einzelbewerb überwunden: Werner Schlager, Chen Weixing und Li Qiangbing. In Runde drei wurde es allerdings knifflig - zu knifflig für Liu Jia und Li Qiangbing. Die Linzerin schied gegen die an Nummer drei gesetzte Koreanerin Kyung-ah aus. Li Qiangbing lag gegen die an Nummer vier gereihte Japanerin Kasumi Ishikawa schon mit 2:0 in Sätzen voran, um am Ende doch mit 2:4 zu verlieren.
Doppler/Horst knapp an Überraschung
Clemens Doppler und Alexander Horst haben leider nicht gewonnen, was grundsätzlich auch nicht erwartet worden war - und dann wäre es doch drin gewesen. Nur hauchdünn scheiterten Österreichs Beachvolleyball-Asse in ihrem ersten Gruppenspiel an den topgesetzten Brasilianern Emanuel/Alison. Im entscheidenden dritten Durchgang wehrte das Austro-Duo bei 11:14 noch drei Matchbälle ab, ehe es sich dann doch mit 14:16 geschlagen geben musste.
Ins Halbfinale der besten 15 gepaddelt hat sich Kanute Helmut Oblinger im Wildwasser-Slalom. Platz zehn in der Qualifikation. Um den Finaleinzug geht's am Mittwoch.
Für Finn-Segler Florian Raudaschl begann der Tag gut. In der ersten Wettfahrt war er stets vorne mit dabei, beendete diese auf dem guten sechsten Rang. In der zweiten Wettfahrt klappte es dann weniger gut: Platz 19. In der Zwischenwertung liegt der Sohn des zehnfachen Olympiateilnehmers Hubert Raudaschl damit auf Position 14.
Turner waren wenigstens dabei
Wenigstens dabei gewesen sind Österreichs Turner bei Olympia - nach 48 Jahren Absenz. Viel mehr war nicht drin. Nach Fabian Leimlehner am Vortag verpasste auch Barbara Gasser die - nicht unbedingt erwartete - Qualifikation für das Mehrkampf-Finale der besten 24. Die Vorarlbergerin kam dabei nicht an ihre Bestleistung heran.
"Es rutschen lassen" hat es David Brandl, und ist damit seinem Vorsatz gerecht geworden. Der Oberösterreicher schwamm im Vorlauf über 200 Meter Kraul knapp an seine Bestleistung heran, verpasste das Semifinale der besten 16 als 27. um 1,03 Sekunden.
Unter ferner liefen bzw. auf Rang 71 von 74 Teilnehmern rangiert Vielseitigkeitsreiter Harald Ambros mit seinem Pferd O-Feltiz nach der Dressur.
Ambros nimmt 69,50 Punkte mit in den Geländeritt am Montag im Greenwich Park, in dem er sich einiges ausrechnet. Der Parcours ist 5.700 Meter lang und beinhaltet 28 Hindernisse. Wegen des tiefen Bodens nach den Regenfällen laufen einige Pferde mit (erlaubten) Stollen an den Hufen - ähnlich wie Fußballer.
Wasserschaden
Alles in allem - ganz okay. Und dann das: Im Olympia-Quartier der Österreicher gab es am Sonntag einen massiven Wasserschaden. Geplatztes Heißwasserventil. Ein Appartement ist nicht mehr benutzbar. Athleten und Trainer seien von dem Vorfall aber nicht betroffen, ließ das ÖOC wissen.
Ins Wasser gefallen ist auch das Erstrundenspiel von Österreichs Tennis-Nummer-eins Jürgen Melzer gegen den Kroaten Marin Cilic - der Regen...